Aktuelles

Seniorenweihnachtsfeier

Harald Niemann

Harald Niemann. Foto: wk

Harald Niemann. Foto: wk

AHNSEN. Als Service für die Einwohner der Gemeinde Ahnsen hatte Harald Niemann nach seiner im November 2016 erfolgten Wahl zum neuen Bürgermeister des Dorfes eine an feste Termine gebundene „Bürgermeistersprechstunde“ eingeführt. Bürger, die sich beispielsweise zu behördlichen Fragen informieren oder sich bei ihm über etwaige Missstände im Ort beklagen wollten, konnten somit ohne vorherige Absprache an jedem ersten oder vierten Donnerstag eines Monats in der Zeit von 16 bis 18 Uhr in das Ahnser Dorfgemeinschaftshaus (Schulstraße 5) kommen, um die sie interessierenden Themen zu erörtern. Zusätzlich bestand freilich auch die Möglichkeit, individuelle Gesprächstermine mit ihm zu vereinbaren.

Die Resonanz auf das neue Angebot war jedoch fast null: In den vergangenen Monaten habe nur eine Einwohnerin die „Bürgermeistersprechstunde“ genutzt, berichtet Niemann. Warum dieser Service nicht in stärkerem Maße angenommen wurde, vermag er nur zu vermuten: Möglicherweise habe es daran gelegen, dass man die „Bürgermeistersprechstunde“ nicht groß publik gemacht habe. Denn stattdessen sei im Grunde lediglich auf der Homepage der Samtgemeinde Eilsen auf diese fixen Termine hingewiesen worden.

Die geringe Nachfrage hat Niemann nun zum Anlass genommen, seine „Bürgermeistersprechstunde“ ab sofort nur noch einmal pro Monat anzubieten – und zwar stets am ersten Donnerstag des jeweiligen Monats in der Zeit von 16 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Darüber hinaus können die Bürger bei Bedarf aber nach wie vor auch individuelle Gesprächstermine mit ihm vereinbaren: „Wenn etwas Konkretes anliegt, stehe ich natürlich immer zur Verfügung“, betont der Bürgermeister.

(von Michael Werk)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Ortseingangsschild

CDU-Ratsfraktion Ahnsen gestaltet Hinweistafeln neu

AHNSEN. Mit einem freundlichen „Herzlich willkommen“ werden seit ein paar Tagen all jene Verkehrsteilnehmer am Ortseingang Ahnsens begrüßt, die über die Bückeburger Straße oder über die Vehler Straße in das Dorf einfahren. Zu lesen ist dieser Gruß auf zwei weißen Schildern, welche die alten Informationstafeln ersetzen, die bislang an diesen beiden Stellen am Ortsrand zu finden waren.

Ortseingangsschild Foto

Gemeinsam mit Harald Niemann (Bürgermeister Ahnsen, Mitte) präsentierten Dieter Gutzeit (rechts) und Robert Pavlista, Sprecher der CDU-Ratsfraktion, das neue Schild. Foto: wk

Für die Neugestaltung hatte man sich entschieden, weil die Informationstafeln etwa hinsichtlich der Angaben zu den in Ahnsen ansässigen Unternehmen nicht mehr aktuell waren, erklärt Dieter Gutzeit (CDU-Ratsfraktion). Gleiches habe für die darauf abgebildeten Ortskarten gegolten, auf denen die dazugehörigen Firmenstandorte markiert waren. Hätte man dieses Informationsangebot für Besucher Ahnsens up to date halten wollen, hätte man die Tafeln im Grunde jedes Jahr inhaltlich überarbeiten müssen. Und, was auch eine Rolle für die Neugestaltung gespielt hat: „Für solche Infos hält keiner mehr an.“ Stattdessen nutze man heutzutage das Internet und Navigationsgeräte.

Zur Historie berichtete Gutzeit, dass die CDU-Ratsfraktion bereits im Jahr 1984 die ersten beiden Informationstafeln am Ortsrand gesponsert hatte.

Die grafische Gestaltung hatte seinerzeit der Ahnser Kunstmaler Alfred Gohl übernommen. 2005 wurden die Info-Tafeln dann erneuert. Nachdem die gesamte Holzkonstruktion der an der Bückeburger Straße platzierten Informationstafel durch den am 18. Januar 2007 über die Region hinweggefegten Sturm „Kyrill“ zerlegt worden war, wurde diese wieder zusammen- und an gleicher Stelle aufgebaut. Anlässlich der jetzigen Umgestaltung wurde bei dieser Gelegenheit auch gleich das hölzerne Gestell samt Dach renoviert.

Wobei das ganze Konstrukt laut Robert Pavlista, dem Fraktionssprecher der Ahnser Christdemokraten, nun auch dadurch schön zur Geltung kommt, dass die zuvor in diesem Bereich mit kleinen Büschen beziehungsweise Bodendeckern bepflanzten Rabatten jetzt mit großen Rasen- und kleinen Schotterflächen und neu angelegt worden sind – eine Maßnahme, die von Mitarbeitern des Bauhofes der Samtgemeinde Eilsen durchgeführt wurde.

Obwohl die beiden Info-Tafeln respektive Begrüßungsschilder von Anfang an ein Projekt der CDU-Ratsfraktion sind, erfolgte deren Aufstellung freilich stets in Absprache mit dem gesamten Gemeinderat, betont Gutzeit. Denn: „Das ist für den Ort.“

Als Bürgermeister freue er sich selbstverständlich über dieses Engagement der CDU-Ratsfraktion, sagt Harald Niemann, der bei der vergangenen Kommunalwahl als Parteiloser auf der SPD-Liste in das Ortsparlament eingezogen ist. Und die auf den Schildern zu lesende Begrüßung „Herzlich willkommen in Ahnsen“ sei doch eine klare Aussage.

(von Michael Werk)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Ratssitzung Haushalt

152 100 Euro Minus

Einbruch bei Gewerbesteuer belastet Ahnser Gemeindekasse

AHNSEN. Ein spürbarer Gewerbesteuereinbruch belastet derzeit den Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen. So muss die Gemeinde in diesem Jahr mit einem Finanzhaushaltsdefizit in Höhe von 152 100 Euro zurechtkommen.

Ein massiver Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen hat zur Folge, dass der Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen in diesem Jahr nicht ausgeglichen ist. Foto: wk

Ein massiver Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen hat zur Folge, dass der Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen in diesem Jahr nicht ausgeglichen ist. Foto: wk

AHNSEN. Die Gemeinde Ahnsen muss in diesem Jahr mit einem deutlichen Haushaltsdefizit in Höhe von 152 100 Euro klarkommen, da die in ihrem Ergebnishaushalt eingeplanten Erträge (621 100 Euro) nicht ausreichen, um die Aufwendungen (773 200 Euro) auszugleichen.

„Wir haben leider nicht das Glück, dass außerordentliche Erträge anfallen“, kommentierte Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor, das von ihm vorgestellte Zahlenwerk bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Dabei spielte er auf die Nachbargemeinde Bad Eilsen an, die aufgrund eines in diesem Jahr zu verbuchenden Grundstücksverkaufs mit eben solch einer Sondereinnahme aufwarten kann (wir berichteten). Bis man selbst wieder einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt habe, werde es mehr als drei Jahre dauern, prognostizierte er.

Ursächlich für das jetzige Haushaltsminus ist letztlich ein massiver Einbruch im Bereich der Gewerbesteuereinnahmen: Während die Gemeinde Ahnsen im Haushaltsjahr 2015 noch knapp 395 300 Euro an Gewerbesteuern als Ertrag verbuchen konnte, musste sie im Haushaltsjahr 2016 gemäß vorläufigem Rechnungsergebnis Gewerbesteuern in Höhe von rund 137 200 Euro zurückzahlen. Für das laufende Haushaltsjahr 2017 rechnet die Verwaltung lediglich mit 68 900 Euro an Gewerbesteuereinnahmen.

Darüber hinaus erwartet die Gemeinde folgende Steuereinnahmen: Einkommensteueranteil 430 000 Euro, Umsatzsteueranteil 27 000 Euro, Grundsteuer A 4700 Euro, Grundsteuer B 75 900 Euro und Hundesteuer 3600 Euro. Auf der Ausgaben-Seite stehen dagegen unter anderem die Samtgemeindeumlage (234 300 Euro), die Kreisumlage (339 600 Euro) und die Gewerbesteuerumlage (14 200 Euro).

Überdies sind Investitionen geplant: So soll etwa die Straßenbeleuchtung des Dorfes auf eine energiesparende LED-Beleuchtung umgerüstet werden, wofür – der Einbau von Überspannungsschutz-Technik und die Installation einiger neuer Straßenlampen mit eingerechnet – 69 000 Euro veranschlagt sind. Andere Vorhaben wie beispielsweise der Einbau einer neuen Küche ins Dorfgemeinschaftshaus (5000 Euro), der Einbau einer neuen Heizungssteuerung (5000 Euro) und die Anschaffung von Spielgeräten (3700 Euro) dazugerechnet, summieren sich die Investitionen auf 84 700 Euro.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Umwelttag

Ostergruss 2017 1

Ostergruss 2017 2

Bauausschuss 02.03.2017

Bauausschuss-Sitzung 02.03.2017

Bauausschuss-Sitzung 02.03.2017

Bauausschuss 02.03.2017

Straßenbeleuchtung 4100 Euro weniger pro Jahr

Rund 16.500 Kilowattstunden Strom könnte die Gemeinde Ahnsen pro Jahr einsparen, wenn sie die insgesamt 96 konventionellen Straßenlaternen im Ort mit energiesparenden LED-Leuchten ausrüstet. Ausgehend von den derzeitigen Strompreisen würde dies eine Einsparung in Höhe von etwa 4100 Euro bedeuten.

Ahnsen

. Das brächte zugleich eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 9,7 Tonnen pro Jahr mit sich.

Diese Perspektive präsentierte Frank Rottmann, Mitarbeiter der in Paderborn ansässigen Westfalen Weser Netz GmbH, bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Ahnsen. In seinem Vortrag führte der Energieexperte weiter aus, dass in Ahnsen bereits zwölf Straßenlaternen mit LED-Leuchten installiert sind, während 38 Laternen mit Natriumdampf-Hochdrucklampen und 58 Laternen mit Leuchtstofflampen ausgerüstet sind. Basierend auf diesen unterm Strich 108 „Lichtpunkten“ hatte er – zum Vergleich – für das Jahr 2015 einen Gesamtstromverbrauch in einer Größenordnung von 23.825 Kilowattstunden ermittelt.

Umrüstung würde auch der Umwelt nutzen

Der von Rottmann ausgearbeitete Sanierungsvorschlag sah so aus, dass die Gemeinde die 36 Watt starken Leuchtstofflampen in den „Langfeldleuchten“ gegen LED-Leuchten mit einer Leistung von 21 Watt tauschen sollte, die dann täglich in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr automatisch um etwa 50 Prozent in ihrer Leistung reduziert werden könnten.

Ähnlich könnte mit den 50 Watt starken Natriumdampf-Hochdrucklampen verfahren werden, die in 29 „Koffer-Kugelleuchten“ eingebaut sind; ebenso mit den neun „Kofferleuchten“, die jeweils drei Lampenköpfe mit Natriumdampf-Hochdrucklampen à 70 Watt haben. Dabei würden die Natriumdampf-Hochdrucklampen allerdings (abhängig vom Laternentyp) durch 18-Watt- respektive 36-Watt-LED-Leuchten ersetzt.

Exakt 45.859 Euro müsste die Gemeinde Ahnsen dafür investieren, könnte dafür aber auch einen 20-prozentigen Förderzuschuss (9172 Euro) beim Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit beantragen, so Rottmann.

Fein- und Grobschutz extra

Um die Straßenlaternen vor Überspannungsschäden infolge Blitzschlages zu schützen, empfahl Rottmann, zusätzlich noch in jeden der 108 Lampenmasten einen sogenannten „Fein-Schutz“ (circa 93 Euro pro Stück) einzubauen. Zudem sollte in die vorhandene Schaltanlage („Versorgung der Beleuchtung“) ein „Grob-Schutz“ eingebaut werden, für den etwa 530 Euro zu veranschlagen seien. In Summe würde der Überspannungsschutz also mit gut 10.600 Euro zu Buche schlagen.

Ergänzend zeigte Frank Rottmann noch auf, was es die Gemeinde kosten würde, wenn am Birkenweg und am Rosenweg jeweils zwei Laternen mit LED-Beleuchtung sowie auf dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus eine Laterne mit LED-Beleuchtung neu installiert werden würden. Demnach sind dafür – die Kosten für die Verlegung eines rund 90 Meter langen Erdkabels im Rosenweg eingerechnet – Gesamtkosten in Höhe von 14.700 Euro einzuplanen.

Nach diesem Vortrag beschloss der Bau- und Umweltausschuss die an den Rat der Gemeinde Ahnsen gerichtete Empfehlung, dass der Ortsrat im 2017er Haushalt entsprechende finanzielle Mittel für die von der Westfalen Weser Netz GmbH vorgeschlagenen Maßnahmen bereitstellen soll. Wk

mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung/Schaumburg-Lippische-Landeszeitung

Seniorenfasching 2017

Ahnsen wartet

Agieren, nicht reagieren

Seniorenfeier 2016

Wahlabend mit Spannung

So ein großes Publikum hatten wir lange nicht mehr“, stellte Klaus Hartmann, der aus dem Amt scheidende Bürgermeister, zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Ahnsener Gemeinderates fest.

Bild Kreisel 2

Ahnsen

. Und in der Tat war der Saal des Dorfgemeinschaftshauses mit rund zwei Dutzend Zuschauern gut gefüllt, verglichen mit der meist schwachen Zugkraft, die „normale“ Ratssitzungen haben.

 Diesmal war ein spannender Abend zu erwarten– insbesondere wegen der Dissonanzen zwischen CDU- und SPD-Fraktion, die bereits im Vorfeld, der an diesem Abend durchzuführenden Bürgermeisterwahl deutlich geworden waren (wir berichteten).

 Erwartungsgemäß schlugen die Sozialdemokraten Harald Niemann, der bei der Kommunalwahl als Parteiloser auf der SPD-Liste kandidiert und 49 Wählerstimmen erhalten hatte, als Kandidaten für den Bürgermeister-Posten vor. Wolfgang Faulhaber, der Chef des SPD-Fraktion, kommentierte dies mit dem an die Christdemokraten adressierten Hinweis, dass „persönliche Wünsche“ bei dieser Wahl „eher hinderlich“ seien. Zudem appellierte er „ausdrücklich“ an die CDU-Fraktion, ihre vor der Bürgermeisterwahl gemachten Aussagen bezüglich der Bildung von Ausschüssen zu „überdenken“.

 Zur Erinnerung: Der CDU-Spitzenkandidat Dieter Gutzeit hatte bei der Kommunalwahl die mit Abstand meisten Wählerstimmen aller angetretenen Kandidaten erhalten – nämlich 232. Deshalb, weil die SPD vor der Kommunalwahl keinen Bürgermeisterkandidaten benannt hatte und da er – anders als der in seinen Augen politische „Neuling“ Niemann – über eine langjährige Erfahrung in Sachen Lokalpolitik verfügt, hatte sich Gutzeit große Hoffnungen gemacht, neuer Bürgermeister von Ahnsen zu werden. Doch aufgrund Niemanns Interesse am Bürgermeisterposten und wegen der Sitzmehrheit der SPD-Fraktion im Gemeinderat war dieser Traum schon vor der jetzigen Sitzung so gut wie ausgeträumt.

 Ein Neuling, aber mit Lebenserfahrung

 Daher hatte Gutzeit vorab erklärt, dass er sich nur zum Vize-Bürgermeister wählen lassen würde, „wenn die SPD das von uns gewünschte klare Signal gibt, dass in der folgenden Legislaturperiode die beiden Fraktionen eng zusammenarbeiten“. Und zwar, indem auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet wird und gemeinsame Fraktionssitzungen abgehalten werden. Begründet wurde dies mit großen Projekten (etwa die Sanierung der durch den Ort führenden Landesstraße 451), die in der neuen Legislaturperiode im Rat zu behandeln sind.

 Bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung merkte Faulhaber hierzu an, dass gewählte Ratsmitglieder aus Sicht der Sozialdemokraten auch die „Pflicht zur Mitarbeit“ haben – nicht nur im Rat, auch in Ausschüssen.

 Erwartungsgemäß unterlag Gutzeit seinem politischen Kontrahenten Niemann dann bei der Kampfabstimmung über den neuen Bürgermeister mit fünf zu sechs Stimmen, entsprechend der aktuellen Sitzverteilung von CDU und SPD im Rat.

 Vor der Wahl der beiden Stellvertretenden Bürgermeister regte Faulhaber eine kurze Unterbrechung der Sitzung an, um den Christdemokraten die Gelegenheit zu geben, ihre im Vorfeld gezeigte Haltung zu überdenken.

 Der Zeitungsbericht sei „Wahlkampfgeplänkel“ gewesen, erwiderte Gutzeit. Zudem erneuerte er die Forderungen nach gemeinsamen Fraktionssitzungen und dem Verzicht auf Ausschüsse. Im Klartext: „Nur unter diesen Bedingungen“ würde „einer von uns“ dieses Amt annehmen.

 Fraktionssitzungen seien Sache der jeweiligen Fraktion, betonte Faulhaber. Woraufhin Robert Pavlista (Sprecher der CDU-Fraktion) verkündete, dass man „aus bekannten Gründen“ keinen Gegenkandidaten stelle und auch bei dieser Abstimmung eine geheime Wahl beantrage.

 Das Ergebnis sah dann so aus: Zum 1. Stellvertretenden Bürgermeister wurde – ohne Konkurrenz – mit sechs zu fünf Stimmen Faulhaber gewählt. Ebenfalls ohne Gegenkandidat und mit gleichem Stimmenverhältnis wurde der von der SPD-Fraktion vorgeschlagene Sozialdemokrat Frank Struckmeier zum 2. Stellvertretenden Bürgermeister gewählt.

 Als neuer Bürgermeister Ahnsens räumte Niemann ein, dass er zwar ein „Neuling in der Politik“ sei. Gleichwohl habe er, mittlerweile 50 Jahre alt, durchaus ein großes Maß an Lebenserfahrung und Wissen, woraus er in diesem Amt schöpfen könne. Und überhaupt: Über politische Erfahrung zu verfügen helfe sicherlich, Entscheidungen zu treffen. Aber es verleite möglicherweise dazu, Dinge nicht zu hinterfragen und über Themen hinwegzuschauen. 

wk

Keine Ausnahmen erwünscht

Tunnel aus Betonröhren

Schmiedekreisel

AHNSEN. Im Kreuzungsbereich L 451/K 10 ist wohl doch ein Kreisverkehr realisierbar. Dies legt eine Untersuchung der Ratsherren Robert Pavlista und Carsten Borrmann nahe. Der Gemeinderat Ahnsen sprach sich nun für die Beauftragung eines Fachplaners aus.

AHNSEN. „Respekt! Eine gute Idee bleibt eine gute Idee, egal woher sie kommt!“, lobte Wolfgang Faulhaber. Das Kompliment des SPD-Fraktionssprechers im Ahnsener Geminderat ging an Robert Pavlista und Carsten Borrmann aus der CDU-Fraktion, die mit viel Akribie die Machbarkeit eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich L 451/K 10 untersucht hatten. Das für alle überraschende Ergebnis: Der Kreisel an der wohl wichtigsten Ahnsener Kreuzung ließe sich realisieren – und wäre auch finanzierbar. Der Rat zog gleich Konsequenzen: Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Experten mit Detailplanungen zu beauftragen.

In der Vergangenheit war ein Kreisel im Kreuzungsbereich Fiedrich-Ebert-Straße, Theodor-Heuß-Straße, Krainhäger Straße, Neumühlener Straße schon häufiger diskutiert worden. Ergebnis: Unrealistisch. Diese Ansicht beruhte auf den Annahmen, dass die Kosten für die Gemeinde zu hoch würden, möglicherweise Grunderwerb getätigt werden müsste und der Ausbau der L 451 verzögert würde.

Diese Prämissen widerlegten Pavlista und Borrmann aber in ihren Untersuchungen, in die sie neben eher allgemeinen Veröffentlichungen zum Thema auch ganz konkrete Erfahrungen in den Nachbarkommunen wie Bückeburg und Porta Westfalica einbezogen.

Danach kommt für Ahnsen ein sogenannter „Kleiner Kreisverkehr“ mit einem Durchmesser von gut 30 Metern infrage. Als Referenz wurde der Kreisel in Bückeburg an der Kreuzbreite he-rangezogen. Dieses „Modell“ ließe sich auch in Ahnsen ohne Grunderwerb realisieren.

Die Vorteile eines Kreisels sind allgemein anerkannt und werden durch praktische Erfahrungen in Bückeburg bestätigt. Dazu gehören ein gleichmäßiger Verkersverlauf mit kurzen Wartezeiten, verminderte Emissionen bei Lärm und Schadstoffausstoß, die Möglichkeit der Gestaltung zur Aufwertung des Ortsbildes, deutlich niedrige Geschwindigkeiten und weniger Unfälle.

Selbst wenn es im Kreisel einmal kracht, fallen die Schäden bedingt durch die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern deutlich geringer aus als bei Kreuzungsunfällen. Nach Zahlen der Polizei kam es an der Ahnsener Kreuzung allein von 2012 bis 1015 zu 13 Verkehrsunfällen. Bei vier dieser Unfälle wurden Verkehrsteilnehmer verletzt.

Die Umbaukosten der Kreuzung zum Kreisverkehr dürften sich auf ungefähr 300 000 Euro belaufen. Solche Projekte werden vom Land nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit bis 75 Prozent bezuschusst. Der Eigenanteil der Gemeinde ließe sich wohl durchaus verkraften. Für die Planung rechnet Gemeindedirektor Bernd Schönemann mit Kosten in Höhe von gut 5000 Euro.

Selbst eine zeitnahe Umsetzung des Projektes würde die Sanierung und den Ausbau der L 45

1 nicht beeinträchtigen. Wie berichtet war dieses Projekt auf 2017 verschoben worden. Nun könnte möglicherweise im kommenden Jahr in Ahnsen „in einem Abwasch“ gebaut werden.

Die Fraktionen hatten sich bereits im Vorfeld der Ratssitzung intensiv mit dem Kreiselprojekt beschäftigt. Dort stieß es, ähnlich wie jetzt auch im Rat, auf große Zustimmung. Im Gemeinderat stimmte nur Hans-Jürgen Kauffeld dagegen. Jetzt wurde allerdings zunächst nur über die Beauftragung eine Fachplaners beschlossen.

Damit ist noch keine Entscheidung über den eigentlichen Kreiselbau gefallen – diese wäre dann von den Detailplanungen abhängig.

Bild Kreisel 1