Aktuelles bis 12/2020

Kreisverkehr in Ahnsen

Deshalb lässt der Kreisverkehr in Ahnsen auf sich warten

Obwohl die Landesstraße 451 in Ahnsen saniert wird, wird der seit Langem diskutierte Kreisverkehr vorerst nicht realisiert. Warum das so ist, erklärte Bürgermeister Harald Niemann.

Sollte die große Kreuzung im Ort durch einen Kreisverkehr ersetzt werden? Diese Frage beschäftigt die Gemeinde Ahnsen. Das Foto entstand vor Kurzem während der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt. Quelle: Michael Werk

Ahnsen

Ein Leser dieser Zeitung hat sich in einem Leserbrief beklagt, dass im Zuge der laufenden Sanierung der durch Ahnsen führenden „Polter-Landesstraße 451“ nicht gleich auch der schon seit Langem diskutierte Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Straße/Neumühlener Straße/Theodor-Heuss-Straße/Krainhäger Straße gebaut wird. „Warum nicht jetzt, wo gerade Baumaßnahmen gemacht werden?“, fragte er. Die Redaktion hat diesbezüglich bei der Gemeinde Ahnsen nachgehakt.

Kreisel ist seit Jahren Thema in der Politik

Laut Bürgermeister Harald Niemann ist das Thema Kreisverkehr im August 2016 von der CDU-Ratsfraktion zur Diskussion gestellt worden, indem diese dazu eine Präsentation vorgestellt hatte. Daraufhin sei auf Beschluss des Gemeinderates ein Betrag in Höhe von rund 5000 Euro für entsprechende Planungskosten in den Haushalt eingestellt worden.

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Würde der Kreisverkehrsplatz angelegt, müsste die Gemeinde dem Vortrag respektive den Recherchen der CDU-Ratsfraktion zufolge allerdings die gesamten Baukosten in Höhe von circa 300.000 Euro selbst tragen, „und zwar für einen Kreisverkehr auf einer Straßenkreuzung, die der Gemeinde Ahnsen nicht gehört“, betont Niemann. Das Land Niedersachsen beziehungsweise der Landkreis Schaumburg als Eigentümer der Straßen würden das Vorhaben zwar umsetzen, aber eben „auf unsere Kosten“.

Zuschüsse gibt es nur für Unfallschwerpunkte

Und eine Bezuschussung wäre, so Niemann, nach Aussage der Geschäftsstelle Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lediglich möglich, wenn es sich bei der Kreuzung um einen Unfallschwerpunkt handeln oder deren Leistungsfähigkeit durch einen Kreisverkehr sichergestellt würde. Dabei würde sich der etwaige Zuschuss aber nur auf die anteiligen Kosten für einen dortigen Radweg beziehen.

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Dass diese Voraussetzungen in Ahnsen erfüllt wären, glaubt Niemann jedoch nicht. Seiner Meinung nach ist der Kreuzungsbereich, obwohl sich dort den Recherchen der CDU-Ratsfraktion zufolge in den Jahren 2012 bis 2015 insgesamt 13 Unfälle (davon vier mit Personenschäden) ereignet haben, jedenfalls „kein ausgewiesener Unfallschwerpunkt“.

Kann die Gemeinde die Investition alleine stemmen?

Gleichwohl sei es Konsens im Gemeinderat, dass ein Kreisverkehrsplatz wünschenswert sei, sagt Niemann. Die Frage sei, ob sich die Gemeinde diese Investition leisten könne, zumal man erst einmal abwarten müsse, wie hoch der zu tragende Gemeindeanteil an den Kosten für die Sanierung und den Ausbau der L451 tatsächlich ausfalle – auch vor dem Hintergrund, dass das Dach des Ahnser Dorfgemeinschaftshauses undicht sei und die Reparatur voraussichtlich mit rund 50000 Euro zu Buche schlagen werde. Insofern sei es eine politische Entscheidung, „wo die Prioritäten gesetzt werden“, so Niemann.

Unabhängig davon könne man den Kreisverkehrsplatz, den sich die CDU-Ratsfraktion intensiver wünsche als die SPD-Ratsfraktion, nicht von heute auf morgen realisieren. Vielmehr gehe solch einem Vorhaben ein mindestens zweijähriges Planungsverfahren und eine sich daran anschließende Ausschreibung voraus.

Pavlista: Gemeinde ist bei Planung nicht mit ins Boot geholt worden

Je nach Ausführung wäre der Bau eines Kreisverkehrs laut Robert Pavlista, dem 2. stellvertretenden Bürgermeister (CDU), auch schon zu einem Preis ab 120.000 Euro möglich. Dabei bezieht er sich eigenen Angaben nach auf eine Aussage der Geschäftsstelle Hameln der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Gewünscht hätte er sich, dass dieses Vorhaben im Rahmen der jetzigen Straßensanierung in Angriff genommen worden wäre. Doch leider sei die Gemeinde von der Behörde diesbezüglich nicht mit ins Boot geholt worden, bedauert er. Stattdessen werde die Kreuzung lediglich saniert – und danach habe man eine Kreuzung wie gehabt.

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Hinzu kommt Pavlista zufolge, dass es sich bei der Friedrich-Ebert-Straße und der Neumühlener Straße um eine „Rennstrecke“ handelt, die durch einen Kreisverkehr hätte beruhigt werden können. Nach Abschluss der Sanierungs- und Ausbauarbeiten und ohne den Kreisverkehr dürfte dieses Raser-Problem seiner Einschätzung nach eher noch größer werden.

Die CDU-Ratsfraktion halte an der Forderung, in dem Kreuzungsbereich einen Kreisverkehrsplatz anzulegen, weiterhin fest, sagt Pavlista. Wobei man die Gemeinde mit solch einem Projekt aber auch nicht finanziell überfordern wolle.

Kreuzungsbereich ist kurzerhand in Sanierung mit aufgenommen worden

Die Fahrbahnerneuerung im Bereich der Kreuzung war nach Informationen von Gemeindedirektor Bernd Schönemann ursprünglich gar kein Bestandteil der in Ahnsen laufenden Straßensanierungs- und -ausbaumaßnahme. Doch habe die Landesbehörde bei einer Besichtigung Risse im Asphaltbelag festgestellt und kurzerhand entschieden, die Deckschicht mit zu erneuern.

Das schließe jedoch überhaupt nicht aus, dort später einmal einen Kreisverkehrsplatz zu bauen, „wenn denn die Mehrheit des Rates das will“, erklärt er. Ob Geld dafür vorhanden ist, wisse man indes erst, nachdem die laufende Straßenbaumaßnahme abgerechnet worden sei.

Zu tragen hat die Gemeinde davon laut Schönemann die Kosten für den neuen Geh- und Radweg sowie für die Erneuerung des Regenwasserkanals. von Michael Werk

L451

Fertigstellung der Landesstraße 451 in Ahnsen verzögert sich

Die bereits seit Sommer 2018 laufenden Bauarbeiten an der durch Ahnsen führenden Landesstraße 451 werden sich länger hinziehen als geplant. Unter anderem muss noch der alte, mit Schadstoffen belastete Asphalt entsorgt werden. 

Endspurt: Vor wenigen Tagen hat der Bautrupp mit der Sanierung respektive dem Vollausbau des letzten Bauabschnitts begonnen.  Quelle: Michael Werk

Endspurt: Vor wenigen Tagen hat der Bautrupp mit der Sanierung respektive dem Vollausbau des letzten Bauabschnitts begonnen. Quelle: Michael Werk

Ahnsen

Anvisiert war, die rund 3,2 Millionen Euro teure Sanierungs- und Ausbaumaßnahme bis Ende dieses Jahres fertigzustellen.  Nach derzeitiger Lage wird das Projekt voraussichtlich aber erst im Februar oder März 2020 abgeschlossen. Das teilt Mario Wege, Bauleiter des ausführenden Unternehmens Schweerbau aus Stadthagen, auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Grund dafür, dass der ursprüngliche Termin nicht eingehalten werden kann, sind Wege zufolge verschiedene, in den vergangenen Monaten aufgetretene Unwägbarkeiten. So ist beispielsweise ein vor Kurzem zu erneuernder, alter Regenwasserkanal zur Überraschung des Bautrupps komplett in Beton eingeschalt gewesen, was den Austausch dementsprechend erschwert hat: „Das hat uns eine ganze Woche im Zeitplan nach hinten geworfen“, verdeutlicht Wege. Im Nachhinein habe man erfahren, dass der Regenwasserkanal einbetoniert wurde, da die Ahnser Ortsdurchfahrt früher als „Panzerstraße“ genutzt worden sei.

Ungefähr auf Höhe der kleinen Scheune soll nach Auskunft von Mario Wege (Schweerbau) eine Querungshilfe für Fußgänger in die Straße eingebaut werden.

Ungefähr auf Höhe der kleinen Scheune soll nach Auskunft von Mario Wege (Schweerbau) eine Querungshilfe für Fußgänger in die Straße eingebaut werden.

Diese und andere unerwartete Unwägbarkeiten haben zwar jeweils nur zu vergleichsweise kurzen Verzögerungen im Bauablauf geführt, in Summe aber kann der in Angriff genommene letzte der insgesamt drei Bauabschnitte deswegen nicht mehr vor dem Winter asphaltiert werden. Konkret geht es um das noch fertigzustellende Teilstück der Vehler Straße; dieses reicht etwa von der innerörtlichen Einmündung der Schulstraße bis zu dem zwischen Ahnsen und Vehlen gelegenen Knotenpunkt, an dem die neue Kreisstraße 73 in die Landesstraße 451 mündet.

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Hinsichtlich der Asphaltierungsarbeiten spielen laut Wege genau genommen gleich zwei Probleme eine Rolle: Demnach kann der noch auszubauende, alte Straßenbelag erst am 25. November zu einem bestimmten Entsorgungsunternehmen transportiert werden, da Schweerbau keinen früheren Abfuhrtermin von jener Sondermülldeponie erhalten hat. Den alten Asphalt stattdessen einfach zu einem anderen Betrieb, beispielsweise zu einem Recyclingunternehmen, zu transportieren, ist indes nicht möglich, da das teerhaltige Material mit sogenannten PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen) belastet ist.

Der neue Geh-/Radweg (links im Bild) ist vorbereitet, muss nur noch betoniert werden.

Ein Gutachter hatte die Schadstoffbelastung zu Beginn der Bauarbeiten festgestellt. Die Folge: Auch die Tragschicht und ein Teil des darunterliegenden Bodens müssen entsorgt werden.
Das andere Problem ist nach Auskunft Weges, dass nur asphaltiert werden kann, wenn auch das Wetter dies zulässt. Das bedeutet: Es dürfe beim Aufbringen des Straßenbelags kein Frost herrschen, weil der warm angelieferte Asphalt sonst zu schnell abkühlen und der neue Fahrbahnbelag brüchig werden würde.

Da Asphaltierungsarbeiten zudem einen längeren organisatorischen Vorlauf erfordern, im Voraus aber eben nicht eingeschätzt werden kann, ob es an dem dafür ausgewählten Termin tatsächlich frostfrei sein wird, hat das Unternehmen Schweerbau die Asphaltierung auf Februar oder März kommenden Jahres verschoben. Ergänzend merkt Wege hierzu an, dass der heutzutage verwendete Asphalt übrigens nicht teerhaltig sei.

von Michael Werk

Sägewerk Möller

Altes Sägewerk in Ahnsen: Entstehen hier Ein- und Mehrfamilienhäuser?

Das alte Sägewerk in Ahnsen gilt als Schandfleck im Dorf. Doch jetzt soll sich etwas tun: Ein Investor soll Ein- und Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände errichten wollen. 

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes sollen neue Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Quelle: wk

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes sollen neue Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Quelle: wk

Ahnsen

Ein Aushängeschild für das Dorf Ahnsen ist das an der Schulstraße gelegene ehemalige Sägewerk nicht. Ganz im Gegenteil: Die heruntergekommenen Gebäude und das ungepflegte Gelände sehen mittlerweile geradezu trostlos aus – ein Schandfleck im Dorf. Doch scheint es nun eine vielversprechende Entwicklungsperspektive für das rund 1,6 Hektar große Areal zu geben.

Denn nach Information der Gemeinde gibt es einen Investor, der auf dem Gelände mehrere Ein- und auch Mehrfamilienhäuser für den sozialen Wohnungsbau errichten möchte. Entstehen sollen insgesamt circa zwanzig Wohneinheiten. Zuvor müssen laut der Verwaltung freilich erst die vorhandenen Altgebäude, ein dort noch stehender hoher Schornstein und eine Krananlage abgerissen sowie die Fundamente und die auf dem Gelände angelegten Verkehrswege zurückgebaut werden. Zudem muss all dies entsorgt werden.

Beteiligt sich die Gemeinde?

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates war zu entscheiden, ob sich die Gemeinde an den Abrisskosten beteiligen sollte, um die Entwicklung des Sägewerk-Geländes zu unterstützen. Laut Beschlussvorlage ist für den Abriss der Gebäude und Anlagen gegebenenfalls ein finanzieller Zuschuss in Höhe von bis zu 50000 Euro aus dem sogenannten Leader-Förderprogramm der EU möglich. Voraussetzung sei, „dass sich die Gemeinde mit einer öffentlichen Kofinanzierung von 6250 Euro beteiligt“. Die Gesamtbruttokosten für die Maßnahme bezifferte die Verwaltung auf 291550 Euro. Seitens der Gemeinde wurde daher vorgeschlagen, die Kofinanzierung für den Abriss sicherzustellen und sich zu 50 Prozent (höchstens 10000 Euro) an den entstehenden Planungskosten für das Baugebiet zu beteiligen.

„Ich sehe das als große Chance für Ahnsen, wenn diese Industriebrache verschwindet“, sagte Gemeindedirektor Bernd Schönemann. Die Zufahrt zu dem neuen Wohngebiet sollte dann über den Schlesierweg erfolgen, nicht jedoch über die Schulstraße. An möglichen Vorteilen für die Gemeinde nannte er ferner die infolge des Wohnungsbaus steigende Einwohnerzahl sowie dadurch bedingte Steuermehreinnahmen hinsichtlich des Gemeindeanteils an den Einkommensteuern.

Abriss mit Risiken verbunden

Der Abriss der Gebäude und Anlagen sei die Voraussetzung für den Neubau, betonte Schönemann. Ihm zufolge sei das Ganze allerdings auch mit Risiken verbunden, da das Gelände beispielsweise mit Öl belastet sein könnte. Denn früher soll dort mal eine kleine Tankstelle gestanden haben.

Auf Anfrage dieser Zeitung berichtete Schönemann später, dass das Sägewerk-Gelände im Eigentum zweier Brüder, Hans und Fritz Möller, stehe; diese hätten eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet.

Kein persönlicher Kontakt zu Möller

Weniger begeistert zeigte sich bei der Ratssitzung Wolfgang Faulhaber, Ahnsens stellvertretender Bürgermeister: Er sei „nicht uneingeschränkt dafür“, dass sich die Gemeinde finanziell beteilige, erklärte der Sozialdemokrat. Seine Haltung begründete er damit, dass „Herr Möller“ mit dessen Bruder eine GbR gegründet habe, sich bislang nicht beim Gemeinderat habe sehen lassen, wohl aber jetzt das Geld haben wolle. „Da hätte ich schon erwartet, dass sich Herr Möller hier mal blicken lässt und seine Planungen vorstellt“, verdeutlichte Faulhaber.

Hierauf erwiderte Schönemann, dass Herr Möller dies durchaus vorgeschlagen habe. Doch habe er Möller gesagt, dies sei nicht notwendig, er könne selbst über die Pläne informieren. Kritisch äußerte sich zudem Volker Wiehe (SPD-Ratsfraktion): Er habe „nicht so ein gutes Gefühl“. Denn das Geld fließe an eine Person, der man damit „auf die Füße“ helfe, obwohl das Ganze deren Problem sei.

Chance für Ahnsen

„Es ist ja auch die Aufgabe unserer Ratsarbeit, die Gemeinde nach vorne zu bringen“, wandte Robert Pavlista ein, der in eben dieser Ratssitzung neu ins Amt gewählte zweite Bürgermeister. Mit dem ehemaligen Sägewerk habe man „mitten im Ortskern eine Industrieruine“, die nicht besser werde. Und rund 300000 Euro für den Abriss seien von einer Privatperson schwer zu stemmen. Zudem glaube er nicht, dass Möller mit diesem Vorhaben einen großen Reibach mache.

Für das Dorf Ahnsen sei dies eine Chance, pflichtete Dieter Gutzeit (CDU) bei, und schob hinterher: „Sind Bauchschmerzen nun wichtiger als das Fortkommen der Gemeinde, eine Ruine wegzubekommen?“ „Es ist eine Chance, unser Dorf weiterzuentwickeln“, bekräftigte Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann. Dabei müsse Möller hinsichtlich der Abrisskosten gut 250000 Euro selber aufbringen, auch trage Möller das Risiko. Die Gemeinde indes würde im schlimmsten Falle lediglich rund 16000 Euro zahlen.

Gemeinde beteiligt sich

„So was kann man sich eigentlich nicht entgehen lassen“, warb Schönemann. Und die Frage sei doch: Wolle man Möller ermöglichen, über das Leader-Förderprogramm 50000 Euro für den Abriss zu erhalten?

Bei der Abstimmung votierte der Gemeinderat mit sechs Ja- bei zwei Nein-Stimmen (Faulhaber und Wiebe) dafür, dass sich die Gemeinde mit einem Betrag in Höhe von 6250 Euro an dem Leader-Projekt „Abriss des ehemaligen Sägewerks in Ahnsen“ sowie mit 50 Prozent (höchstens 10000 Euro) an den Planungskosten für das dann folgende Baugebiet beteiligt. von Michael Werk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Piel Pavlista

Rat Ahnsen: Piel und Pavlista folgen auf Struckmeier

Im Rat der Gemeinde Ahnsen hat es personelle Veränderungen gegeben. Anlass dafür ist der Rücktritt des SPD-Ratsherrn Frank Struckmeier gewesen.

Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (rechts) gratuliert Rüdiger Piel zu dessen Einzug in den Gemeinderat. Derweil ist Robert Pavlista (kleines Bild) zum neuen zweiten Vizebürgermeister gewählt worden. Fotos: wk

Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (rechts) gratuliert Rüdiger Piel zu dessen Einzug in den Gemeinderat. Derweil ist Robert Pavlista (kleines Bild) zum neuen zweiten Vizebürgermeister gewählt worden. Fotos: wk

Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (rechts) gratuliert Rüdiger Piel zu dessen Einzug in den Gemeinderat. Derweil ist Robert Pavlista (kleines Bild) zum neuen zweiten Vizebürgermeister gewählt worden. Fotos: wk

Ahnsen

Nachdem der bisherige SPD-Ratsherr Struckmeier sein Mandat im Ahnser Gemeinderat vor einigen Wochen überraschend niedergelegt hat, ist nun der Sozialdemokrat Rüdiger Piel in das Gremium nachgerückt. Die nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz erforderliche Feststellung des Sitzerwerbes erfolgte einstimmig. Im Vorfeld hatte Piel der Gemeinde bereits schriftlich bestätigt, dass er das Ratsmandat annehme.

Ein Neuling in der Lokalpolitik ist Piel allerdings nicht. Vielmehr hat er dem Rat der Gemeinde Ahnsen schon von November 2001 bis Oktober 2006 sowie von November 2011 bis Oktober 2016 angehört.

Vorsitz für Bau- und Umweltausschuss weiter unbesetzt

Bei der jetzigen Ratssitzung sollte laut Tagesordnung ferner ein neuer Vorsitzender für den Bau- und Umweltausschuss benannt werden. Denn dieses Amt hatte zuletzt Struckmeier bekleidet, der zudem zweiter stellvertretender Bürgermeister war. Auf – nicht näher begründeten – Antrag von Wolfgang Faulhaber, dem Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion, ist dieser Tagesordnungspunkt jedoch auf die nächste Ratssitzung verschoben worden.

Derzeit ist der Bau- und Umweltausschuss ausschließlich mit Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion besetzt, da sich die CDU-Ratsfraktion seit der konstituierenden Ratssitzung vom 24. November 2016 einer Mitarbeit in diesem Ausschuss verweigert. Denn damals hatten die Christdemokraten gefordert, dass auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet werden solle und stattdessen gemeinsame Fraktionssitzungen abzuhalten seien – worauf die Sozialdemokraten aber nicht eingegangen waren.

Pavlista folgt auf Struckmeier

Gewählt werden musste bei der jetzigen Sitzung zudem ein neuer zweiter Vizebürgermeister. Als Kandidaten für dieses Ehrenamt schlug Faulhaber im Namen der SPD-Fraktion den Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Robert Pavlista, vor. Ein Vorschlag, der – so der Christdemokrat Dieter Gutzeit – auch im Sinne der CDU-Fraktion war. Die Abstimmung fiel daher erwartungsgemäß einstimmig zugunsten von Pavlista aus.

„Ich nehme das Amt mit einem lachenden und einem weinenden Auge an“, erklärte Pavlista. Das „weinende Auge“ erklärte er mit dem Ausscheiden Struckmeiers aus dem Gemeinderat. von Michael Werk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Frank Struckmeier

Frank Struckmeier (SPD) schmeißt hin

Knalleffekt bei der Sitzung des Ahnser Gemeinderates: Ohne vorherige Ankündigung hat Frank Struckmeier (SPD) seinen Verzicht auf das von ihm seit November 2016 ausgeübte Ratsmandat erklärt.

hnsen

Statt diese Entscheidung jedoch persönlich (sprich: verbal) zu verkünden und gegebenenfalls auch zu erläutern, übergab er lediglich eine schriftliche Mitteilung, um gleich danach auf einem der für interessierte Bürger bereitgestellten Besucherstühle Platz zu nehmen.

Daraufhin nahm Gemeindedirektor Bernd Schönemann das Schriftstück in Augenschein und verlas dann Struckmeiers knappe Mitteilung, laut der dieser das Ratsmandat per sofort niederlege. Schönemann merkte hierzu lediglich an, dass Struckmeiers Mitgliedschaft in dem Gemeinderat damit allerdings noch nicht ende (denn dafür bedarf es formal noch einer entsprechenden Feststellung seitens des Rates; Anm. d. Red.).

Auf Nachfrage dieser Zeitung sagte Struckmeier später, dass sein Entschluss im Laufe des vergangenen halben Jahres gereift sei. Die Gründe, die zu seiner Entscheidung geführt haben, seien aber nichts für die Öffentlichkeit. Dafür aber brachte er ein Zitat, das ihm zufolge von dem US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King stammen soll: „Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt!“ Zudem bezeichnete er seine Arbeit im Ahnser Gemeinderat als einen „Kampf gegen Windmühlen“.

In der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung

„Es kam für mich völlig überraschend“, kommentiert Schönemann im Nachgang zu der Ratssitzung den Mandatsverzicht Struckmeiers. Warum sich dieser so entschieden habe, darüber wolle er nicht spekulieren, so der Gemeindedirektor. Das seien alles nur Vermutungen.

Sicher sei laut Schönemann indes, dass das Thema bei der nächsten Ratssitzung auf die Tagesordnung komme. Dann nämlich müsse der Rat den Amtsverzicht feststellen und die Nachfolge regeln. Nachrücker sei demnach Rüdiger Piel, wenn dieser das Amt denn annehmen wolle.

Überrascht von Struckmeiers Rücktritt zeigt sich auch Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann: „Die Gründe sind mir nicht bekannt“, teilt er mit. Jedenfalls sei ihm „nichts Offenkundiges“ in Erinnerung, was die Mandatsniederlegung begründen könnte. Und dass man in der Politik nicht immer einer Meinung sei, das sei doch Bestandteil eines jeden Beratungs- und Entscheidungsprozesses.

„Fachlich ist das sicherlich ein Verlust“, meint Robert Pavlista, der Sprecher der CDU-Ratsfraktion. Struckmeier habe sich nämlich immer sehr in die jeweiligen Themen reingehängt. Gleichwohl sei dessen „persönliche Art schon sehr fordernd“ gewesen. Denn wenn Struckmeier eine Meinung hatte, sei es „fast unmöglich“ gewesen, ihn von einer anderen Meinung zu überzeugen. Wobei Struckmeier auch in der SPD-Fraktion „seine eigene Linie gefahren“ habe. wk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Spielplatz

Der durch den Abbau der alten Kletterburg frei gewordene Bereich (hinten im Bild)
auf dem Spielplatz soll mit einer neuen Spielekombination bebaut werden. Foto: wk

Neue Kletterburg auf Ahnser Spielplatz wird 23 600 Euro kosten

AHNSEN. Der Rat der Gemeinde Ahnsen hat die Anschaffung einer neuen, großen Spielekombination für den am Sportplatz gelegenen Spielplatz beschlossen. Noch in den Sommerferien könnte diese aufgebaut werden.

AHNSEN. Die Entscheidung ist gefallen: Als Ersatz für die auf dem Ahnser Spielplatz wegen baulicher Mängel abgebaute hölzerne Kletterburg schafft die Gemeinde eine inklusive Montage rund 23 600 Euro teure „Spielekombination Schmittingen“ an. Das hat der Gemeinderat in seiner jetzigen Sitzung einstimmig beschlossen.

Bei der von dem Unternehmen Westfalia Spielgeräte vertriebenen „Spielekombination Schmittingen“ handelt es sich um eine im Wesentlichen aus Recycling-Kunststoff hergestellte Kletterburg. Diese wartet der Beschreibung nach unter anderem mit zwei Türmen mit Walmdach, einem Kletternetz, einem Balancierbalken, einer Hängebrücke, einer Rutsche und einer Freikletterwand mit Kunststoffgriffen auf.

Von der Verwaltung war mit Blick auf den für den Kauf eines Spielgerätes bereits in den Gemeindehaushalt eingestellten Betrag (20 000 Euro) allerdings eine etwas einfachere und somit günstigere Variante vorgeschlagen worden – eine Alternative, die circa 20 800 Euro kosten würde und die man bei Bedarf ja im nächsten Jahr gegebenenfalls noch um ein Zusatzmodul erweitern könnte.

Die CDU-Ratsfraktion indes plädierte dafür, gleich die größere Lösung zu wählen: Die Spielekombination „Schmittingen“ sehe wie eine kleine Burg aus, und es sei alles dran, was es zum Spielen braucht, erklärte das Ratsmitglied Markus Dreier (CDU). Zudem wies er darauf hin, dass die Gemeinde die für dieses Modell anfallenden Mehrkosten aus den der Kommune zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln bezahlen könne.

Robert Pavlista, Sprecher der CDU-Ratsfraktion, warf als zusätzliches Argument ein, dass die Spielekombination „Schmittingen“ für eine größere Bandbreite an Altersgruppen der Kinder interessant sei. Insofern würde man mit diesem Modell viele Kinder und Eltern glücklich machen.

Nach Information der Gemeinde beträgt die Lieferzeit für solch ein Spielgerät sechs bis acht Wochen. Noch in den Sommerferien könnte dies demnach aufgestellt werden. In den Beschluss des Rates war denn auch mit aufgenommen worden, dass die Umsetzung dieses Vorhabens unverzüglich erfolgen soll.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Umwelttag 2019

Vor allem in der Feldmark gibt’s viel zu tun

Die Hoffnung des Bürgermeisters Harald Niemann, nur sehr wenig Müll in der Landschaft zu finden, hat sich nicht so recht erfüllt. Denn nach der Sammelaktion war immerhin die Ladefläche eines Transporters des Bauhofes gut mit allerlei größerem Unrat und vielen blauen Säcken mit dem Kleinkram gefüllt.

Ausgerüstet mit blauen Säcken und mit „Greifern“ machen sich die Teilnehmer beim Umwelttag der Gemeinde Ahnsen zusammen mit Bürgermeister Harald Niemann auf den Weg, um im Dorf und in der freien Natur den achtlos weggeworfenen Müll zu sammeln.

Dennoch ist die Gemeinde zufrieden, denn das Müllaufkommen ist zwar immer noch reichlich, aber in den vergangenen Jahren kontinuierlich weniger geworden. Spekulationen, nach denen in ein paar Jahren überhaupt keine Sammelaktion mehr stattfinden müsste, dürften sich allerdings nicht realisieren lassen, denn auch in Zukunft werden unliebsame Zeitgenossen ihren Dreck weiterhin in der Landschaft entsorgen. Jetzt wurden sogar ein Videorekorder und ein großer Wohnzimmerteppich gefunden.

Die Gemeinde ist nach Meinung der Offiziellen zweigeteilt. Im Innenbereich ist es, wie auch jetzt wieder beim Umwelttag festgestellt wurde, sehr sauber. In der Feldmark, im Harrl und vor allem an den Durchgangsstraßen gibt es immer noch viel zu tun. So beklagen die Ahnser den Verpackungsmüll einer nahen Fast-Food-Kette, der immer wieder vor allem an Kreis- und Landesstraße, die beide das Dorf „durchschneiden“, in Mengen aufgesammelt werden muss.

"Ist es sauber, bleibt es sauber"

Und in der Gemeinde gibt es immer wieder neuralgische Punkte, die den Umweltakteuren Sorge bereiteten beziehungsweise bereiten. In der Feldmark musste viel Müll gesammelt werden, als das neue Klinikum noch Baustelle war. Das hat sich mittlerweile erledigt, aber dafür fehlt an der Akazienallee die Schranke, sodass Autos ungehindert bis in den Harrl fahren können. Sogenannte Müllfrevler nutzen derartigen Möglichkeiten sehr gern, um im Schutz der Bäume ihren Unrat zu entsorgen. Und liegt in der Natur erst einmal ein kleiner Haufen, entwickelt er sich schnellstens zu einem Müllberg. Die Erfahrung der Müllsammler: „Ist es irgendwo sauber, bleibt es auch weiterhin sauber.“

Der Umwelttag, der auf Initiative der CDU-Ratsfraktion das erste Mal im Jahr 2016 stattfand, aber mittlerweile von der Gemeinde ausgerichtet wird, war wieder bestens vorbereitet worden. Vor allem Dieter Gutzeit hatte ein Großteil der Organisation übernommen. Auf handlichen Straßenkarten war vermerkt, wo welche Arbeitsgruppe zu säubern hatte. Ferner hatte Gutzeit genügend blaue Müllsäcke und auch Greifer besorgt, mit denen die Aktiven kleineren Müll aufsammeln konnten, ohne sich immer wieder bücken zu müssen.

Nach der Arbeit das Vergnügen: Als die Teilnehmer des Umwelttages ihre Sammelaktion beendet hatten, trafen sie sich wieder am Sportplatz, um gemeinsam zu grillen und etwas zu trinken. Natürlich wurde hier noch einmal ein Fazit gezogen. Und die Saubermänner und -frauen erinnerten sich dabei an den Umwelttag 2018, als in der freien Natur fast ein komplettes Auto, allerdings fein zerlegt in seine Einzelteile, gefunden worden war. Dagegen sind die jetzigen Funde wie Teppich, Rekorder, Zinkwanne, Wasserhahn und -leitungen sowie Verpackungsmüll und diverse Plastik- und Glasflaschen nur Peanuts.

Von Cord-Heinrich Möhle

Ratssitzung 28.03.2019

Keine Schulden Pro-Kopf-Verschuldung in Ahnsen: null Euro

Gleich aus mehreren Gründen ist die Gemeinde Ahnsen nach Darlegung von Gemeindedirektor Bernd Schönemann „ganz gut aufgestellt“. Ahnsen ist in der glücklichen Situation, keinerlei Schulden zu haben.

Einstimmig hat der Ahnser Gemeinderat den von der Verwaltung für das Jahr 2019 ausgearbeiteten Haushaltsplan der Gemeinde beschlossen.  Quelle: wk

Einstimmig hat der Ahnser Gemeinderat den von der Verwaltung für das Jahr 2019 ausgearbeiteten Haushaltsplan der Gemeinde beschlossen. Quelle: wk

Zum einen wartet der für dieses Jahr vorgestellte Ergebnishaushalt unterm Strich mit einem kleinen Plus in Höhe von 1900 Euro auf. Dieser Überschuss ergibt sich aus der Differenz zwischen den erwarteten Erträgen (794700 Euro) und den geschätzten Aufwendungen (792800 Euro). Außerdem verfügt die Gemeinde Schönemann zufolge über liquide Mittel in Höhe von rund 550.000 Euro sowie über eine finanzielle Beteiligung (Wert: 109600 Euro) an der Kreiswohnbau GmbH. Und schließlich ist Ahnsen in der glücklichen Situation, keinerlei Schulden zu haben. Das, so der Gemeindedirektor, entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung der Einwohner von null Euro.

Hinsichtlich der kalkulierten Steuern und Umlagen berichtete Schönemann, dass die Verwaltung die jeweiligen Haushaltsansätze „eher vorsichtig geplant“ habe. So rechnet die Gemeinde mit Steuereinnahmen in einer Größenordnung von 745000 Euro, die sich dergestalt aufgliedern: 4800 Euro Grundsteuer A, 99.200 Euro Grundsteuer B, 134.700 Euro Gewerbesteuer, 3300 Euro Hundesteuer, 460.000 Euro Anteil an der Einkommensteuer und 43000 Euro Anteil an der Umsatzsteuer.

Demgegenüber stehen folgende anhand der Steuerkraft der Gemeinde berechnete und von dieser zu zahlende Transferleistungen: 237000 Euro Samtgemeindeumlage, 342900 Euro Kreis- und 24.500 Euro Gewerbesteuerumlage.

20.000 Euro für Anschaffung neuer Spielgeräte

Für Investitionen (Finanzhaushalt) sind insgesamt 27.200 Euro eingeplant: 20.000 Euro für die Anschaffung neuer Spielgeräte für den am Sportplatz gelegenen Kinderspielplatz, 3000 Euro an Ingenieurkosten zum Zwecke der Konzeption einer neuen Heizungsanlage für das Dorfgemeinschaftshaus und 4200 Euro für die Erweiterung der Gosse in der Straße An der Aue.

Über die derzeit laufende Sanierung der Vehler Straße/ Friedrich-Ebert-Straße (Landesstraße 451) und deren Auswirkung auf die Haushaltsplanung der Gemeinde Ahnsen informierte Schönemann ebenfalls: „Im Haushaltsjahr 2018 wurde mit der Sanierung der L451 begonnen. Dafür waren 479.500 Euro an Baukosten für den Regenwasserkanal und 205000 Euro für den Anteil der Gemeinde an den Baukosten des Radwegs eingeplant“, berichtete er. Davon seien 2018 aber nur 150.900 Euro an Regenwasserkanal-Baukosten bezahlt worden, sodass man 328600 Euro als Haushaltsrest in das jetzige Haushaltsjahr habe übertragen können.

Von dem für 2018 eingeplanten Zuschuss des Landes Niedersachsen (62.000 Euro) waren laut Schönemann seinerzeit 50.000 Euro eingegangen. Den somit noch ausstehenden Zuschussbetrag (12.000 Euro) hat die Verwaltung in das Haushaltsjahr 2019 übernommen. In voller Höhe sind dagegen die ebenfalls schon 2018 eingeplanten Erschließungsgebühren (239.800 Euro) in die diesjährige Haushaltsplanung übertragen worden. wk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Bürgerinfo 2019

Seniorenweihnachtsfeier 2018

Schnatgang 15.09.2018

Ausbauplan L451

Ausbau L451

L 451-Sanierung beginnt

Am 13. August geht es los

AHNSEN. In einer „unendlichen Geschichte“ zeichnet sich tatsächlich ein Schluss ab – der Ausbau der Ortsdurchfahrt Ahnsen beginnt. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Hameln – teilt schwarz auf weiß mit: Baubeginn ist am 13. August, also in knapp zwei Wochen. Doch bis zum Happy End müssen sich die Ahnsener noch knapp eineinhalb Jahre gedulden. Ende 2019 soll das komplexe Straßen- und Kanalbauprojekt fertig sein.

veröffentlicht am 03.08.2018

Die Vehler Straße und die Friedrich-Ebert-Straße in Ahnsen im Zuge der L 451 sind in einem maroden Zustand – und das nicht erst seit gestern. Seit über 25 Jahren heißt es, dass dieser Abschnitt der Landesstraße saniert werden muss. Immer wieder wurden Gemeinderat und Anwohner vertröstet: Mal fehlte das Geld, dann wurden andere Prioritäten gesetzt, es gab Abstimmungsprobleme zwischen den zahlreichen Beteiligten und zuletzt Verzögerungen bei der Planung und der Vergabe der Aufträge. 2016 hatte Behördenleiter Markus Brockmann die Ortsdurchfahrt gegenüber unserer Zeitung als „allerschlechteste Landesstraße, die wir in den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden haben“ bezeichnet und die baldige Sanierung angekündigt. Flickstellen, Schlaglöcher und Risse in der Fahrbahn prägen das Bild. Ganz zu schweigen davon, dass der Straßenquerschnitt alles andere als zeitgemäß ist: In weiten Teilen fehlen Gossen, Rad- und Fußweg. Durch das ständig zunehmende Verkehrsaufkommen stieg deshalb auch die Gefährdung für Radfahrer und Fußgänger – Tempo 30 wurde angeordnet.

Jetzt heißt es in einer Pressemitteilung der Landesbehörde für Straßenbau: „Anwohner und Verkehrsteilnehmer müssen sich ab dem 13. August auf Behinderungen in Ahnsen einstellen. Grund sind Bauarbeiten für den Ausbau der Landesstraße 451 im Bereich der Gemeinde.“ Und die Behörde nennt weitere Details: Die L 451 werde innerhalb der Ortsdurchfahrt komplett ausgebaut und erhalte Geh- und Radwege.

Feinabstimmung erforderlich

Neben den Straßenbauarbeiten werden gleichzeitig Kanäle und Leitungen erneuert. Das macht eine aufwendige Feinabstimmung zwischen verschiedenen Trägern notwendig: Mit im Boot sind neben der Landesbehörde für Straßenbau auch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe, der Abwasserverband Auetal sowie Gemeinde und Samtgemeinde. Schmutz- und Regenwasserkanalisation werden erneuert, außerdem werden neue Gas- und Wasserleitungen verlegt.

Wegen der Komplexität der Arbeiten erfolgt der Ausbau in drei Bauabschnitten. Laut Landesbehörde für Straßenbau liegt der erste Abschnitt zwischen der Einmündung Schulstraße/In der Flöte und der Einmündung Bahnhofstraße. Für Anlieger sowie den Zulieferverkehr seien Behinderungen nicht zu vermeiden: Aufgrund der beengten Verhältnisse werde in der Ortslage nämlich unter Vollsperrung gebaut. Es sei nur ein eingeschränkter Anliegerverkehr möglich. Eine örtliche Umleitung wird eingerichtet. Diese führt über die Kreisstraßen 10 und 73 (Krainhäger Straße, Eilsener Straße, Zum Schaumburger Klinikum). Wie berichtet war die Krainhäger Straße kürzlich noch repariert worden. Die Bauarbeiten werden bis zum Jahresende 2019 andauern, heißt es in der Pressemitteilung.

Gemeinde beteiligt sich an den Kosten

Ein Blick auf den neuen Straßenquerschnitt: Die Fahrbahn wird durchgehend geringfügig verbreitert, sechs Meter sind geplant. Auf westlicher Seite wird der neue Geh- und Radweg gebaut. Dieser reicht von der Einmündung der K 10 bis zur Einmündung der K 73. Dieser wird 2,50 Meter breit. Auf 1,5 Meter Breite neu angelegt wird der auf der östlichen Seite der L 451 in Ahnsen bereits vorhandene Gehweg.

Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme beziffert die Straßenbauverwaltung auf ungefähr 3,2 Millionen Euro. Diese verteilen sich auf das Land Niedersachsen, den Abwasserverband Auetal sowie der Gemeinde Ahnsen und die Stadtwerke Schaumburg-Lippe. Das Land ist für den Straßenbau zuständig. Die Gemeinde Ahnsen beteiligt sich an den Kosten für Geh- und Radweg sowie den Regenwasserkanal. Die Erneuerung des Schmutzwasserkanales trägt dagegen der Abwasserverband Auetal, während die Stadtwerke Schaumburg-Lippe die Verlegung der neuen Gas- und Trinkwasserleitung bezahlen.

Termin: Für betroffene Anlieger findet am 15. August um 19 Uhr eine Bürgerinformation im Dorfgemeinschaftshaus statt. Bei dem Termin wird der Bauablauf von der ausführenden Firma erläutert, sowie Fragen beantwortet.

(von Karsten Klaus)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Auebegehung

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Investitionen

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Umwelttag 2018

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Haushaltssitzung

Mit freundlicher Genehmigung - Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Seniorenweihnachtsfeier

Harald Niemann

Harald Niemann. Foto: wk

Harald Niemann. Foto: wk

AHNSEN. Als Service für die Einwohner der Gemeinde Ahnsen hatte Harald Niemann nach seiner im November 2016 erfolgten Wahl zum neuen Bürgermeister des Dorfes eine an feste Termine gebundene „Bürgermeistersprechstunde“ eingeführt. Bürger, die sich beispielsweise zu behördlichen Fragen informieren oder sich bei ihm über etwaige Missstände im Ort beklagen wollten, konnten somit ohne vorherige Absprache an jedem ersten oder vierten Donnerstag eines Monats in der Zeit von 16 bis 18 Uhr in das Ahnser Dorfgemeinschaftshaus (Schulstraße 5) kommen, um die sie interessierenden Themen zu erörtern. Zusätzlich bestand freilich auch die Möglichkeit, individuelle Gesprächstermine mit ihm zu vereinbaren.

Die Resonanz auf das neue Angebot war jedoch fast null: In den vergangenen Monaten habe nur eine Einwohnerin die „Bürgermeistersprechstunde“ genutzt, berichtet Niemann. Warum dieser Service nicht in stärkerem Maße angenommen wurde, vermag er nur zu vermuten: Möglicherweise habe es daran gelegen, dass man die „Bürgermeistersprechstunde“ nicht groß publik gemacht habe. Denn stattdessen sei im Grunde lediglich auf der Homepage der Samtgemeinde Eilsen auf diese fixen Termine hingewiesen worden.

Die geringe Nachfrage hat Niemann nun zum Anlass genommen, seine „Bürgermeistersprechstunde“ ab sofort nur noch einmal pro Monat anzubieten – und zwar stets am ersten Donnerstag des jeweiligen Monats in der Zeit von 16 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Darüber hinaus können die Bürger bei Bedarf aber nach wie vor auch individuelle Gesprächstermine mit ihm vereinbaren: „Wenn etwas Konkretes anliegt, stehe ich natürlich immer zur Verfügung“, betont der Bürgermeister.

(von Michael Werk)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Ortseingangsschild

CDU-Ratsfraktion Ahnsen gestaltet Hinweistafeln neu

AHNSEN. Mit einem freundlichen „Herzlich willkommen“ werden seit ein paar Tagen all jene Verkehrsteilnehmer am Ortseingang Ahnsens begrüßt, die über die Bückeburger Straße oder über die Vehler Straße in das Dorf einfahren. Zu lesen ist dieser Gruß auf zwei weißen Schildern, welche die alten Informationstafeln ersetzen, die bislang an diesen beiden Stellen am Ortsrand zu finden waren.

Ortseingangsschild Foto

Gemeinsam mit Harald Niemann (Bürgermeister Ahnsen, Mitte) präsentierten Dieter Gutzeit (rechts) und Robert Pavlista, Sprecher der CDU-Ratsfraktion, das neue Schild. Foto: wk

Für die Neugestaltung hatte man sich entschieden, weil die Informationstafeln etwa hinsichtlich der Angaben zu den in Ahnsen ansässigen Unternehmen nicht mehr aktuell waren, erklärt Dieter Gutzeit (CDU-Ratsfraktion). Gleiches habe für die darauf abgebildeten Ortskarten gegolten, auf denen die dazugehörigen Firmenstandorte markiert waren. Hätte man dieses Informationsangebot für Besucher Ahnsens up to date halten wollen, hätte man die Tafeln im Grunde jedes Jahr inhaltlich überarbeiten müssen. Und, was auch eine Rolle für die Neugestaltung gespielt hat: „Für solche Infos hält keiner mehr an.“ Stattdessen nutze man heutzutage das Internet und Navigationsgeräte.

Zur Historie berichtete Gutzeit, dass die CDU-Ratsfraktion bereits im Jahr 1984 die ersten beiden Informationstafeln am Ortsrand gesponsert hatte.

Die grafische Gestaltung hatte seinerzeit der Ahnser Kunstmaler Alfred Gohl übernommen. 2005 wurden die Info-Tafeln dann erneuert. Nachdem die gesamte Holzkonstruktion der an der Bückeburger Straße platzierten Informationstafel durch den am 18. Januar 2007 über die Region hinweggefegten Sturm „Kyrill“ zerlegt worden war, wurde diese wieder zusammen- und an gleicher Stelle aufgebaut. Anlässlich der jetzigen Umgestaltung wurde bei dieser Gelegenheit auch gleich das hölzerne Gestell samt Dach renoviert.

Wobei das ganze Konstrukt laut Robert Pavlista, dem Fraktionssprecher der Ahnser Christdemokraten, nun auch dadurch schön zur Geltung kommt, dass die zuvor in diesem Bereich mit kleinen Büschen beziehungsweise Bodendeckern bepflanzten Rabatten jetzt mit großen Rasen- und kleinen Schotterflächen und neu angelegt worden sind – eine Maßnahme, die von Mitarbeitern des Bauhofes der Samtgemeinde Eilsen durchgeführt wurde.

Obwohl die beiden Info-Tafeln respektive Begrüßungsschilder von Anfang an ein Projekt der CDU-Ratsfraktion sind, erfolgte deren Aufstellung freilich stets in Absprache mit dem gesamten Gemeinderat, betont Gutzeit. Denn: „Das ist für den Ort.“

Als Bürgermeister freue er sich selbstverständlich über dieses Engagement der CDU-Ratsfraktion, sagt Harald Niemann, der bei der vergangenen Kommunalwahl als Parteiloser auf der SPD-Liste in das Ortsparlament eingezogen ist. Und die auf den Schildern zu lesende Begrüßung „Herzlich willkommen in Ahnsen“ sei doch eine klare Aussage.

(von Michael Werk)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Ratssitzung Haushalt

152 100 Euro Minus

Einbruch bei Gewerbesteuer belastet Ahnser Gemeindekasse

AHNSEN. Ein spürbarer Gewerbesteuereinbruch belastet derzeit den Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen. So muss die Gemeinde in diesem Jahr mit einem Finanzhaushaltsdefizit in Höhe von 152 100 Euro zurechtkommen.

Ein massiver Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen hat zur Folge, dass der Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen in diesem Jahr nicht ausgeglichen ist. Foto: wk

Ein massiver Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen hat zur Folge, dass der Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen in diesem Jahr nicht ausgeglichen ist. Foto: wk

AHNSEN. Die Gemeinde Ahnsen muss in diesem Jahr mit einem deutlichen Haushaltsdefizit in Höhe von 152 100 Euro klarkommen, da die in ihrem Ergebnishaushalt eingeplanten Erträge (621 100 Euro) nicht ausreichen, um die Aufwendungen (773 200 Euro) auszugleichen.

„Wir haben leider nicht das Glück, dass außerordentliche Erträge anfallen“, kommentierte Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor, das von ihm vorgestellte Zahlenwerk bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Dabei spielte er auf die Nachbargemeinde Bad Eilsen an, die aufgrund eines in diesem Jahr zu verbuchenden Grundstücksverkaufs mit eben solch einer Sondereinnahme aufwarten kann (wir berichteten). Bis man selbst wieder einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt habe, werde es mehr als drei Jahre dauern, prognostizierte er.

Ursächlich für das jetzige Haushaltsminus ist letztlich ein massiver Einbruch im Bereich der Gewerbesteuereinnahmen: Während die Gemeinde Ahnsen im Haushaltsjahr 2015 noch knapp 395 300 Euro an Gewerbesteuern als Ertrag verbuchen konnte, musste sie im Haushaltsjahr 2016 gemäß vorläufigem Rechnungsergebnis Gewerbesteuern in Höhe von rund 137 200 Euro zurückzahlen. Für das laufende Haushaltsjahr 2017 rechnet die Verwaltung lediglich mit 68 900 Euro an Gewerbesteuereinnahmen.

Darüber hinaus erwartet die Gemeinde folgende Steuereinnahmen: Einkommensteueranteil 430 000 Euro, Umsatzsteueranteil 27 000 Euro, Grundsteuer A 4700 Euro, Grundsteuer B 75 900 Euro und Hundesteuer 3600 Euro. Auf der Ausgaben-Seite stehen dagegen unter anderem die Samtgemeindeumlage (234 300 Euro), die Kreisumlage (339 600 Euro) und die Gewerbesteuerumlage (14 200 Euro).

Überdies sind Investitionen geplant: So soll etwa die Straßenbeleuchtung des Dorfes auf eine energiesparende LED-Beleuchtung umgerüstet werden, wofür – der Einbau von Überspannungsschutz-Technik und die Installation einiger neuer Straßenlampen mit eingerechnet – 69 000 Euro veranschlagt sind. Andere Vorhaben wie beispielsweise der Einbau einer neuen Küche ins Dorfgemeinschaftshaus (5000 Euro), der Einbau einer neuen Heizungssteuerung (5000 Euro) und die Anschaffung von Spielgeräten (3700 Euro) dazugerechnet, summieren sich die Investitionen auf 84 700 Euro.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Bauausschuss 02.03.2017

Bauausschuss-Sitzung 02.03.2017

Bauausschuss-Sitzung 02.03.2017

Bauausschuss 02.03.2017

Straßenbeleuchtung 4100 Euro weniger pro Jahr

Rund 16.500 Kilowattstunden Strom könnte die Gemeinde Ahnsen pro Jahr einsparen, wenn sie die insgesamt 96 konventionellen Straßenlaternen im Ort mit energiesparenden LED-Leuchten ausrüstet. Ausgehend von den derzeitigen Strompreisen würde dies eine Einsparung in Höhe von etwa 4100 Euro bedeuten.

Ahnsen

. Das brächte zugleich eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 9,7 Tonnen pro Jahr mit sich.

Diese Perspektive präsentierte Frank Rottmann, Mitarbeiter der in Paderborn ansässigen Westfalen Weser Netz GmbH, bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Ahnsen. In seinem Vortrag führte der Energieexperte weiter aus, dass in Ahnsen bereits zwölf Straßenlaternen mit LED-Leuchten installiert sind, während 38 Laternen mit Natriumdampf-Hochdrucklampen und 58 Laternen mit Leuchtstofflampen ausgerüstet sind. Basierend auf diesen unterm Strich 108 „Lichtpunkten“ hatte er – zum Vergleich – für das Jahr 2015 einen Gesamtstromverbrauch in einer Größenordnung von 23.825 Kilowattstunden ermittelt.

Umrüstung würde auch der Umwelt nutzen

Der von Rottmann ausgearbeitete Sanierungsvorschlag sah so aus, dass die Gemeinde die 36 Watt starken Leuchtstofflampen in den „Langfeldleuchten“ gegen LED-Leuchten mit einer Leistung von 21 Watt tauschen sollte, die dann täglich in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr automatisch um etwa 50 Prozent in ihrer Leistung reduziert werden könnten.

Ähnlich könnte mit den 50 Watt starken Natriumdampf-Hochdrucklampen verfahren werden, die in 29 „Koffer-Kugelleuchten“ eingebaut sind; ebenso mit den neun „Kofferleuchten“, die jeweils drei Lampenköpfe mit Natriumdampf-Hochdrucklampen à 70 Watt haben. Dabei würden die Natriumdampf-Hochdrucklampen allerdings (abhängig vom Laternentyp) durch 18-Watt- respektive 36-Watt-LED-Leuchten ersetzt.

Exakt 45.859 Euro müsste die Gemeinde Ahnsen dafür investieren, könnte dafür aber auch einen 20-prozentigen Förderzuschuss (9172 Euro) beim Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit beantragen, so Rottmann.

Fein- und Grobschutz extra

Um die Straßenlaternen vor Überspannungsschäden infolge Blitzschlages zu schützen, empfahl Rottmann, zusätzlich noch in jeden der 108 Lampenmasten einen sogenannten „Fein-Schutz“ (circa 93 Euro pro Stück) einzubauen. Zudem sollte in die vorhandene Schaltanlage („Versorgung der Beleuchtung“) ein „Grob-Schutz“ eingebaut werden, für den etwa 530 Euro zu veranschlagen seien. In Summe würde der Überspannungsschutz also mit gut 10.600 Euro zu Buche schlagen.

Ergänzend zeigte Frank Rottmann noch auf, was es die Gemeinde kosten würde, wenn am Birkenweg und am Rosenweg jeweils zwei Laternen mit LED-Beleuchtung sowie auf dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus eine Laterne mit LED-Beleuchtung neu installiert werden würden. Demnach sind dafür – die Kosten für die Verlegung eines rund 90 Meter langen Erdkabels im Rosenweg eingerechnet – Gesamtkosten in Höhe von 14.700 Euro einzuplanen.

Nach diesem Vortrag beschloss der Bau- und Umweltausschuss die an den Rat der Gemeinde Ahnsen gerichtete Empfehlung, dass der Ortsrat im 2017er Haushalt entsprechende finanzielle Mittel für die von der Westfalen Weser Netz GmbH vorgeschlagenen Maßnahmen bereitstellen soll. Wk

mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung/Schaumburg-Lippische-Landeszeitung

Ahnsen wartet

Agieren, nicht reagieren

Wahlabend mit Spannung

So ein großes Publikum hatten wir lange nicht mehr“, stellte Klaus Hartmann, der aus dem Amt scheidende Bürgermeister, zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Ahnsener Gemeinderates fest.

Bild Kreisel 2

Ahnsen

. Und in der Tat war der Saal des Dorfgemeinschaftshauses mit rund zwei Dutzend Zuschauern gut gefüllt, verglichen mit der meist schwachen Zugkraft, die „normale“ Ratssitzungen haben.

 Diesmal war ein spannender Abend zu erwarten– insbesondere wegen der Dissonanzen zwischen CDU- und SPD-Fraktion, die bereits im Vorfeld, der an diesem Abend durchzuführenden Bürgermeisterwahl deutlich geworden waren (wir berichteten).

 Erwartungsgemäß schlugen die Sozialdemokraten Harald Niemann, der bei der Kommunalwahl als Parteiloser auf der SPD-Liste kandidiert und 49 Wählerstimmen erhalten hatte, als Kandidaten für den Bürgermeister-Posten vor. Wolfgang Faulhaber, der Chef des SPD-Fraktion, kommentierte dies mit dem an die Christdemokraten adressierten Hinweis, dass „persönliche Wünsche“ bei dieser Wahl „eher hinderlich“ seien. Zudem appellierte er „ausdrücklich“ an die CDU-Fraktion, ihre vor der Bürgermeisterwahl gemachten Aussagen bezüglich der Bildung von Ausschüssen zu „überdenken“.

 Zur Erinnerung: Der CDU-Spitzenkandidat Dieter Gutzeit hatte bei der Kommunalwahl die mit Abstand meisten Wählerstimmen aller angetretenen Kandidaten erhalten – nämlich 232. Deshalb, weil die SPD vor der Kommunalwahl keinen Bürgermeisterkandidaten benannt hatte und da er – anders als der in seinen Augen politische „Neuling“ Niemann – über eine langjährige Erfahrung in Sachen Lokalpolitik verfügt, hatte sich Gutzeit große Hoffnungen gemacht, neuer Bürgermeister von Ahnsen zu werden. Doch aufgrund Niemanns Interesse am Bürgermeisterposten und wegen der Sitzmehrheit der SPD-Fraktion im Gemeinderat war dieser Traum schon vor der jetzigen Sitzung so gut wie ausgeträumt.

 Ein Neuling, aber mit Lebenserfahrung

 Daher hatte Gutzeit vorab erklärt, dass er sich nur zum Vize-Bürgermeister wählen lassen würde, „wenn die SPD das von uns gewünschte klare Signal gibt, dass in der folgenden Legislaturperiode die beiden Fraktionen eng zusammenarbeiten“. Und zwar, indem auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet wird und gemeinsame Fraktionssitzungen abgehalten werden. Begründet wurde dies mit großen Projekten (etwa die Sanierung der durch den Ort führenden Landesstraße 451), die in der neuen Legislaturperiode im Rat zu behandeln sind.

 Bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung merkte Faulhaber hierzu an, dass gewählte Ratsmitglieder aus Sicht der Sozialdemokraten auch die „Pflicht zur Mitarbeit“ haben – nicht nur im Rat, auch in Ausschüssen.

 Erwartungsgemäß unterlag Gutzeit seinem politischen Kontrahenten Niemann dann bei der Kampfabstimmung über den neuen Bürgermeister mit fünf zu sechs Stimmen, entsprechend der aktuellen Sitzverteilung von CDU und SPD im Rat.

 Vor der Wahl der beiden Stellvertretenden Bürgermeister regte Faulhaber eine kurze Unterbrechung der Sitzung an, um den Christdemokraten die Gelegenheit zu geben, ihre im Vorfeld gezeigte Haltung zu überdenken.

 Der Zeitungsbericht sei „Wahlkampfgeplänkel“ gewesen, erwiderte Gutzeit. Zudem erneuerte er die Forderungen nach gemeinsamen Fraktionssitzungen und dem Verzicht auf Ausschüsse. Im Klartext: „Nur unter diesen Bedingungen“ würde „einer von uns“ dieses Amt annehmen.

 Fraktionssitzungen seien Sache der jeweiligen Fraktion, betonte Faulhaber. Woraufhin Robert Pavlista (Sprecher der CDU-Fraktion) verkündete, dass man „aus bekannten Gründen“ keinen Gegenkandidaten stelle und auch bei dieser Abstimmung eine geheime Wahl beantrage.

 Das Ergebnis sah dann so aus: Zum 1. Stellvertretenden Bürgermeister wurde – ohne Konkurrenz – mit sechs zu fünf Stimmen Faulhaber gewählt. Ebenfalls ohne Gegenkandidat und mit gleichem Stimmenverhältnis wurde der von der SPD-Fraktion vorgeschlagene Sozialdemokrat Frank Struckmeier zum 2. Stellvertretenden Bürgermeister gewählt.

 Als neuer Bürgermeister Ahnsens räumte Niemann ein, dass er zwar ein „Neuling in der Politik“ sei. Gleichwohl habe er, mittlerweile 50 Jahre alt, durchaus ein großes Maß an Lebenserfahrung und Wissen, woraus er in diesem Amt schöpfen könne. Und überhaupt: Über politische Erfahrung zu verfügen helfe sicherlich, Entscheidungen zu treffen. Aber es verleite möglicherweise dazu, Dinge nicht zu hinterfragen und über Themen hinwegzuschauen. 

wk

Keine Ausnahmen erwünscht

Tunnel aus Betonröhren

Schmiedekreisel

AHNSEN. Im Kreuzungsbereich L 451/K 10 ist wohl doch ein Kreisverkehr realisierbar. Dies legt eine Untersuchung der Ratsherren Robert Pavlista und Carsten Borrmann nahe. Der Gemeinderat Ahnsen sprach sich nun für die Beauftragung eines Fachplaners aus.

AHNSEN. „Respekt! Eine gute Idee bleibt eine gute Idee, egal woher sie kommt!“, lobte Wolfgang Faulhaber. Das Kompliment des SPD-Fraktionssprechers im Ahnsener Geminderat ging an Robert Pavlista und Carsten Borrmann aus der CDU-Fraktion, die mit viel Akribie die Machbarkeit eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich L 451/K 10 untersucht hatten. Das für alle überraschende Ergebnis: Der Kreisel an der wohl wichtigsten Ahnsener Kreuzung ließe sich realisieren – und wäre auch finanzierbar. Der Rat zog gleich Konsequenzen: Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Experten mit Detailplanungen zu beauftragen.

In der Vergangenheit war ein Kreisel im Kreuzungsbereich Fiedrich-Ebert-Straße, Theodor-Heuß-Straße, Krainhäger Straße, Neumühlener Straße schon häufiger diskutiert worden. Ergebnis: Unrealistisch. Diese Ansicht beruhte auf den Annahmen, dass die Kosten für die Gemeinde zu hoch würden, möglicherweise Grunderwerb getätigt werden müsste und der Ausbau der L 451 verzögert würde.

Diese Prämissen widerlegten Pavlista und Borrmann aber in ihren Untersuchungen, in die sie neben eher allgemeinen Veröffentlichungen zum Thema auch ganz konkrete Erfahrungen in den Nachbarkommunen wie Bückeburg und Porta Westfalica einbezogen.

Danach kommt für Ahnsen ein sogenannter „Kleiner Kreisverkehr“ mit einem Durchmesser von gut 30 Metern infrage. Als Referenz wurde der Kreisel in Bückeburg an der Kreuzbreite he-rangezogen. Dieses „Modell“ ließe sich auch in Ahnsen ohne Grunderwerb realisieren.

Die Vorteile eines Kreisels sind allgemein anerkannt und werden durch praktische Erfahrungen in Bückeburg bestätigt. Dazu gehören ein gleichmäßiger Verkersverlauf mit kurzen Wartezeiten, verminderte Emissionen bei Lärm und Schadstoffausstoß, die Möglichkeit der Gestaltung zur Aufwertung des Ortsbildes, deutlich niedrige Geschwindigkeiten und weniger Unfälle.

Selbst wenn es im Kreisel einmal kracht, fallen die Schäden bedingt durch die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern deutlich geringer aus als bei Kreuzungsunfällen. Nach Zahlen der Polizei kam es an der Ahnsener Kreuzung allein von 2012 bis 1015 zu 13 Verkehrsunfällen. Bei vier dieser Unfälle wurden Verkehrsteilnehmer verletzt.

Die Umbaukosten der Kreuzung zum Kreisverkehr dürften sich auf ungefähr 300 000 Euro belaufen. Solche Projekte werden vom Land nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit bis 75 Prozent bezuschusst. Der Eigenanteil der Gemeinde ließe sich wohl durchaus verkraften. Für die Planung rechnet Gemeindedirektor Bernd Schönemann mit Kosten in Höhe von gut 5000 Euro.

Selbst eine zeitnahe Umsetzung des Projektes würde die Sanierung und den Ausbau der L 45

1 nicht beeinträchtigen. Wie berichtet war dieses Projekt auf 2017 verschoben worden. Nun könnte möglicherweise im kommenden Jahr in Ahnsen „in einem Abwasch“ gebaut werden.

Die Fraktionen hatten sich bereits im Vorfeld der Ratssitzung intensiv mit dem Kreiselprojekt beschäftigt. Dort stieß es, ähnlich wie jetzt auch im Rat, auf große Zustimmung. Im Gemeinderat stimmte nur Hans-Jürgen Kauffeld dagegen. Jetzt wurde allerdings zunächst nur über die Beauftragung eine Fachplaners beschlossen.

Damit ist noch keine Entscheidung über den eigentlichen Kreiselbau gefallen – diese wäre dann von den Detailplanungen abhängig.

Bild Kreisel 1

Kommende Termine in der Gemeinde Ahnsen

Kommende Termine der Vereine in der Region

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