Gemeinderat 2021

Konstituierende Sitzung des Gemeinderates / CDU-Urgestein Dieter Gutzeit verzichtet auf Mandat

Pierre Pohl neuer Bürgermeister in Ahnsen

AHNSEN. In der Frage, wem das Bürgermeisteramt übertragen wird, hat bei der konstituierenden Sitzung des Ahnser Gemeinderates Einstimmigkeit geherrscht: die Ratsmitglieder votierten für Pierre Pohl von der SPD-Fraktion. Bei der Wahl der beiden Stellvertreter zeigte sich indes keine solche Geschlossenheit.
Eine unerwartete Entwicklung ist, dass das CDU-Urgestein Dieter Gutzeit trotz der vielen von ihm bei der Kommunalwahl geholten Wählerstimmen auf sein gewonnenes Ratsmandat verzichtet hat. Seinen Beweggrund hat er im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert.

veröffentlicht am 26.11.2021 um 15:28 Uhr

Als Newcomer ist Pierre Pohl (Mitte) zum neuen Bürgermeister der Gemeinde Ahnsen gewählt worden. Erster Stellvertreter ist Sascha Backhaus (re.), zweiter Stellvertreter Robert Pavlista. Foto: wk

AHNSEN. Die Gemeinde Ahnsen hat einen neuen Bürgermeister: Pierre Pohl (SPD). Der 35-Jährige ist bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates einstimmig in dieses Amt gewählt worden. Als Bürgermeister vorgeschlagen worden war er von der SPD-Fraktion, die CDU-Fraktion hatte sich diesem Vorschlag angeschlossen.

Nach seiner Wahl dankte Pohl dem Rat für das in ihn gesetzte Vertrauen. Zu seiner Person erklärte der Ahnser später im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er beruflich als Umweltingenieur für die Ver- und Entsorgung bei einer anderen Kommune tätig sei. In seiner Freizeit engagiert sich Pohl eigenen Angaben nach als Jugendleiter des Turn- und Sportvereins (TSV) Ahnsen. Zu seinem Privatleben verriet er, dass er verheiratet ist und drei Kinder hat.

Mit Pohl ist erneut ein Newcomer Bürgermeister in Ahnsen. Auch sein Amtsvorgänger Harald Niemann, der von November 2016 bis November dieses Jahres Bürgermeister (SPD) der Gemeinde gewesen ist, war damals ein kommunalpolitischer Neueinsteiger. Bei der diesjährigen Kommunalwahl hatte Niemann indes nicht noch einmal für ein Ratsmandat kandidiert; stattdessen hatte er sich um das Amt des Eilser Samtgemeindebürgermeisters beworben, dies letztlich aber nicht erhalten (wir berichteten).

Zurück zur Gemeinderatssitzung: Zum ersten stellvertretenden Bürgermeister wurde Sascha Backhaus (SPD) gewählt; auf ihn entfielen sechs Stimmen. Für Robert Pavlista (CDU), den die CDU-Fraktion als Gegenkandidat vorgeschlagen hatte, votierten lediglich vier Ratsmitglieder. Zwar erfolgte die Stimmabgabe geheim, das Ergebnis spiegelt aber im Grunde die Sitzverteilung zwischen den beiden Ratsfraktionen wider: die SPD hat sieben Sitze, wobei allerdings ein SPD-Ratsmitglied (Ole Grimmig) bei der Sitzung fehlte, während die CDU vier Sitze hat.

Bei der Wahl des zweiten stellvertretenden Bürgermeisters wurde dagegen auf eine geheime Abstimmung verzichtet. Von beiden Fraktionen für dieses Amt vorgeschlagen war Robert Pavlista, der dann mit neun Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme (Wolfgang Faulhaber; SPD) zum zweiten Vizebürgermeister gewählt wurde.

Da Pohl als ehrenamtlicher Bürgermeister lediglich die repräsentative Vertretung der Gemeinde Ahnsen und den Vorsitz im Rat inne hat, sind die Verwaltungsaufgaben einer vom Rat gewählten Gemeindedirektorin übertragen worden: Lena-Christin Bödeker. Stellvertretende Gemeindedirektorin ist Jessica Glogaza. Für die Dauer der laufenden Wahlperiode sind Bödeker und Glogaza in ein Ehrenbeamtenverhältnis berufen worden. Dazu mussten beide bei der Sitzung einen entsprechenden Diensteid abgeben. Auf die Bildung von Ausschüssen hat der Gemeinderat im Einvernehmen verzichtet.

Eine unerwartete Entwicklung ist, dass das CDU-Urgestein Dieter Gutzeit nicht mehr im Gemeinderat vertreten ist, obwohl er bei der Kommunalwahl im September wieder die – bezogen auf die in Ahnsen angetretenen CDU-Kandidaten – mit Abstand meisten Wählerstimmen geholt hatte.

Er hätte schon gerne weiter im Gemeinderat mitgearbeitet, erklärte der 78-Jährige auf Anfrage dieser Zeitung. Doch da die CDU nur vier statt der erhofften fünf Sitze erhalten habe, habe er auf sein Mandat verzichtet, um einem erstmalig für die CDU angetreten, jüngeren Menschen den Einzug in den Gemeinderat zu ermöglichen – nämlich Anne Warnke.

Die CDU-Fraktion setzt sich somit aus Robert Pavlista, Carsten Borrmann, Kerstin Zuschlag und eben Anne Warnke zusammen. Der SPD-Fraktion gehören neben Pierre Pohl, Sascha Backhaus, Wolfgang Faulhaber und Ole Grimmig auch Hans-Jürgen Kauffeld, Sven Drechsel und Stefan Schmidt an.

Autor Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Ehrungen

Gemeinsam viel geschafft

Zwei verdiente Ahnser Ratsmitglieder geehrt

AHNSEN. Bei der in dieser Wahlperiode letzten Sitzung des Ahnser Gemeinderates ist dem Ratsmitglied Volker Wiehe (SPD) für dessen 15-jähriges Engagement eine Ehrung des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) zuteil geworden. Die Würdigung nahm Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor der Kommune, vor.

veröffentlicht am 18.10.2021 um 11:09 Uhr

Der Ratsherr Volker Wiehe (li.) freut sich über die Urkunde, die ihm Bernd Schönemann im Namen des NSGB überreicht hat. Foto: wk

Der Ratsherr Volker Wiehe (li.) freut sich über die Urkunde, die ihm Bernd Schönemann im Namen des NSGB überreicht hat. Foto: wk

Außerdem sollte bei dem Termin der CDU-Ratsherr Dieter Gutzeit für dessen „besonders hervorragende Verdienste“ zum Wohle der Bürger und der Gemeinde beziehungsweise für dessen 40-jähriges Engagement mit der „Ehrenmedaille“ des NSGB ausgezeichnet werden. Da Gutzeit jedoch verhindert war, nahm Robert Pavlista, der Sprecher der CDU-Ratsfraktion, die Medaille nebst Urkunde für seinen Parteikollegen entgegen.

Bürgermeister Harald Niemann (SPD), der bei der Kommunalwahl im September nicht erneut für den Gemeinderat kandidiert hatte und somit aus diesem Gremium ausscheidet, fasste die vergangenen fünf Jahre so zusammen: „Wir haben konstruktive Gespräche geführt, manchmal auch emotional, aber immer im Interesse der Gemeinde Ahnsen.“ Dabei haben man gemeinsam viele Sachen angeschoben, einige Dinge aber nicht vollendet.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Möller

Zweiter Planungsentwurf

Abriss des Ahnser Sägewerks beginnt noch im Oktober

AHNSEN. Die geplante Wohnbebauung auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes Möller in Ahnsen ist Thema bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates gewesen. So berichtete der derzeitige Eigentümer Hans Möller, dass mit dem Abriss der dortigen Gebäude in der 42. Kalenderwoche begonnen werde. Maximal ein Vierteljahr brauche das damit beauftragte Abrissunternehmen für diese Arbeiten. Im Zuge derer werde der auf dem Gewerbegrundstück stehende große Schornstein nicht gesprengt, sondern abgetragen. Wenn alles gut laufe, seien die Gebäude dann Ende des Jahres weg.

veröffentlicht am 14.10.2021 um 12:59 Uhr

Der zweite Entwurf für das Wohngebiet beinhaltet eine andere Straßenführung. Quelle: Planungsbüro Matthias Reinold.

Der zweite Entwurf für das Wohngebiet beinhaltet eine andere Straßenführung. Quelle: Planungsbüro Matthias Reinold.

Ahnsens Gemeindedirektor Bernd Schönemann informierte, dass das – im Auftrag der Volksbank in Schaumburg – mit der Planung des Wohngebietes befasste Planungsbüro Matthias Reinold (Bückeburg) inzwischen einen alternativen Entwurf hinsichtlich der Straßenführung erstellt habe. Dieser sieht ihm zufolge eine Zufahrt von der Schulstraße aus vor, mit einem Wendeplatz auf etwa halber Strecke einer anzulegenden Stichstraße. Es könne aber sein, dass die endgültige Planung ganz anders aussehe, betonte Schönemann unter Hinweis darauf, dass Reinold auch noch weitere Ideen für das vorgesehene Wohngebiet habe.

Zur Erinnerung: Der erste von Reinold vorgestellte Planungsentwurf sah vor, dass das geplante Wohngebiet vom Schlesierweg aus erreichbar sein wird. Bei dieser Variante führt eine Siedlungsstraße durch das neue Wohngebiet, die an zwei Stellen an den Schlesierweg angeschlossen wird. Anwohnerinnen und Anwohner hatten diesbezüglich jedoch eine zu hohe Verkehrsbelastung des Schlesierweges moniert.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Möller

„Es ist eine super Verbesserung für Ahnsen“

Erstes Bebauungskonzept für Sägewerk-Gelände

AHNSEN. Für die Nachnutzung des an der Ecke Schulstraße / Schlesier Weg in Ahnsen gelegenen großen Gewerbegrundstückes, auf dem früher das Sägewerk Möller betrieben worden ist, gibt es jetzt eine Idee. Die GBG Grundstücksgesellschaft mbH der Volksbank in Schaumburg (Bückeburg) möchte das Areal erwerben und dies – aufgeteilt in einzelne Baugrundstücke – weitervermarkten. Entstehen soll auf dem Gelände dann ein neues Wohnquartier mit mehreren ein- bis zweigeschossigen Gebäuden in offener Bauweise.

veröffentlicht am 20.09.2021 um 11:32 Uhr

Das Gelände des ehemaligen Sägewerks. Foto: wk

Das Gelände des ehemaligen Sägewerks. Foto: wk

AHNSEN. Für die Nachnutzung des an der Ecke Schulstraße/ Schlesier Weg in Ahnsen gelegenen großen Gewerbegrundstückes, auf dem früher das Sägewerk Möller betrieben worden ist, gibt es jetzt eine Idee. Die GBG Grundstücksgesellschaft mbH der Volksbank in Schaumburg (Bückeburg) möchte das Areal erwerben und dies – aufgeteilt in einzelne Baugrundstücke – weitervermarkten. Entstehen soll auf dem Gelände dann ein neues Wohnquartier mit mehreren ein- bis zweigeschossigen Gebäuden in offener Bauweise. Wie die Grundstücksaufteilung aussehen könnte, hat der von der Investorin beauftragte Planer Matthias Reinold kürzlich bei einer Sitzung des Ahnser Gemeinderates vorgestellt.

Eine Nachnutzung des Areals sei nur möglich, wenn dort eine bauliche Entwicklung erfolge, erklärte der Fachmann. Nicht ohne zu erwähnen, dass Bauland und Wohnungen zurzeit stark nachgefragt würden.

Damit das Vorhaben realisiert werden kann, muss laut Reinold für das Gelände vorab ein entsprechender Bebauungsplan erstellt werden. Ausreichend ist in diesem Fall ihm zufolge ein Bebauungsplan für die Innenentwicklung, der in einem beschleunigten Verfahren aufgestellt werden kann; eine Änderung des Flächennutzungsplanes ist nicht erforderlich.

Der städtebauliche Entwurf zeigt, wie das ehemalige Sägewerk-Areal bebaut werden könnte. Quelle: Planungsbüro Matthias Reinold

Der städtebauliche Entwurf zeigt, wie das ehemalige Sägewerk-Areal bebaut werden könnte. Quelle: Planungsbüro Matthias Reinold

Die Belange des Landschafts-, Natur- und Artenschutzes sowie der Immissionsschutz seien aber zu berücksichtigen, betonte er; ebenso die verkehrsrechtliche Erschließung und nachbarschaftliche Belange.

Der von Reinold präsentierten ersten Bebaungsplan-Idee war zu entnehmen, dass in dem in etwa dreieckig geschnittenen großen Plangebiet – in das auch ein gemeindeeigener Grünstreifen eingerechnet ist – insgesamt 19 Bauplätze und eine Ringstraße entstehen könnten. Jene neue Straße würde an zwei Stellen in den Schlesier Weg einmünden; lediglich bei vier der Baugrundstücke würde die Zufahrt direkt von der Schulstraße aus erfolgen.

Auf die Kritik des Ratsmitgliedes Hans-Jürgen Kauffeld (SPD), dessen Einschätzung nach die Schulstraße mehr Verkehr aufnehmen kann als der Schlesier Weg, erwiderte Reinold, er werde prüfen, ob es Alternativen gebe. Man müsse sich das mal gemeinsam mit dem Rat vor Ort anschauen. Ein Dreieck sei jedoch schwieriger zu erschließen als ein Areal in rechteckiger Form, wenn man attraktive Baugrundstücke zuschneiden und auf eine Wendeanlage verzichten wolle, gab der Planer zu bedenken.

Wie konkret sei das Ganze denn, wollte Wolfgang Faulhaber, der erste stellvertretende Bürgermeister (SPD), wissen. Woraufhin Reinold erklärte, dass er zur Anzahl der Wohneinheiten zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Angaben machen könne. Am Anfang des Planungsverfahrens geht es seinen Ausführungen nach nämlich zunächst nur um eine Grobplanung des Vorhabens, bei der beispielsweise die konkrete Lage der einzelnen Baugrundstücke noch „nicht exakt in Stein gemeißelt“ ist. Erst später werde im Laufe des Verfahrens Konkreteres festgelegt.

„Ich sehe hier keine Haken und Ösen – ich finde, dem hier kann man zustimmen“, meinte Robert Pavlista, zweiter Vizebürgermeister (CDU) der Gemeinde Ahnsen. Seiner Meinung nach müssten auf den Baugrundstücken allerdings genug Stellplätze für die Autos der Bewohner geschaffen werden. Zudem sollte das Regenwasser auf den jeweiligen Grundstücken verbleiben.

„Es ist eine super Verbesserung für Ahnsen, wenn dieser Schandfleck verschwindet“, befand Gemeindedirektor Bernd Schönemann bezogen auf den ungepflegten Zustand des von maroden Sägewerk-Gebäuden bestandenen Geländes.

Ein Zuhörer hatte dann noch die Frage, was denn mit den „Altlasten des Geländes“ sei. Unter anderem sei dort früher eine Tankstelle vorhanden gewesen. Zu diesem Thema werde noch ein Gutachten erstellt, das im Rahmen des Planverfahrens dann öffentlich zugänglich sein werde, antwortete Reinold. Die für das Gutachten erforderlichen Untersuchungen des Bodengrundes seien bereits vorgenommen worden.

Am Ende der Sitzung votierte der Gemeinderat einstimmig für den von der Verwaltung vorgelegten Beschlussvorschlag. Damit hat der Rat das Planungskonzept für den Bebauungsplan Nr. 13 „Ehemaliges Sägewerk“ zustimmend zur Kenntnis genommen und dafür einen Aufstellungsbeschluss gefasst. Außerdem hat der Gemeinderat die Durchführung der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beschlossen.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Feuerwehr

Sorge um Eigenständigkeit

Ahnser Ortsbrandmeister „erschrocken“ über Fusionsszenario

AHNSEN. In der Freiwilligen Feuerwehr Ahnsen gibt es offenbar die große Sorge, dass deren Eigenständigkeit nicht mehr von langer Dauer sein könnte. Das ist im Rahmen der Einwohnerfragestunde deutlich geworden, die bei der jüngsten Sitzung des Ahnser Gemeinderates auf der Tagesordnung stand.

veröffentlicht am 16.09.2021 um 00:00 Uhr

Ortsbrandmeister Ole Grimmig (li.) möchte, dass die Feuerwehr Ahnsen als eigenständige Ortsfeuerwehr bestehen bleibt. Foto: wk/Archiv

Dort nämlich bat Ole Grimmig, der Ortsbrandmeister, die CDU-Ratsfraktion um eine Stellungnahme, wie diese denn zu den Aussagen stehe, die der von der CDU unterstützte Eilser Samtgemeindebürgermeister-Kandidat Hartmut Krause, der jetzt am Sonntag gewählt wurde, während einer Tage zuvor stattgefundenen Podiumsdiskussion (wir berichteten) zur Frage einer möglichen Feuerwehr-Fusion gemacht habe.

Er sei, sagte Grimmig, „erschrocken“ von den diesbezüglichen Äußerungen deren Spitzenkandidaten; diese fasste er so zusammen: „Wir schließen alle Feuerwehren und machen eine draus.“

Mit diesen Worten hatte sich Krause – das muss man hier korrekterweise klarstellen – bei der Podiumsdiskussion allerdings nicht ausgedrückt. Vielmehr hatte Krause erklärt, „die Feuerwehr in zehn oder 20 Jahren wird nicht mehr so aussehen wie heute“. Zur Begründung hatte er unter anderem darauf verwiesen, dass die alten Feuerwehrgerätehäuser nicht mehr dem heutigen Standard entsprächen; so gebe es darin beispielsweise keine vernünftige „Schwarz-Weiß-Trennung“ bezüglich der Privat- und Einsatzkleidung der Aktiven. Die Feuerwehrunfallkasse werde daher irgendwann darauf drängen, dass dem abgeholfen werde. In diesem Kontext hatte Krause, der 24 Jahre lang Gemeindebrandmeister der Samtgemeinde Eilsen gewesen ist, bei der Podiumsdiskussion dann konkretisiert, „wir werden zukünftig keine vier Feuerwehren mehr haben“. Ob daraus letztlich ein oder zwei Feuerwehren werden, müsse man sehen.

Zurück zur Sitzung des Ahnser Gemeinderates: „Keiner von uns möchte Eure Feuerwehren auflösen“, versuchte Robert Pavlista, Sprecher der CDU-Ratsfraktion und zweiter stellvertretender Bürgermeister, Druck aus dem Kessel zu nehmen.

Seiner Einschätzung nach wird man irgendwann aber überlegen müssen, welche Ortsfeuerwehren zusammengeschlossen werden können. Als Grund verwies auch Pavlista auf die veralteten Feuerwehrgerätehäuser, in denen etwa die besagte „Schwarz-Weiß-Trennung“ der Privat- und Einsatzkleidung nicht möglich sei.

Wolfgang Faulhaber, der erste stellvertretende Bürgermeister (SPD) der Gemeinde, kommentierte das Ganze dagegen so: Es sei „mindestens grob fahrlässig“, eine Fusion der Ortsfeuerwehren von oben anzustoßen. Der Wunsch nach einem Zusammenschluss müsse stattdessen „von unten kommen“, sonst sei das eine „Totgeburt“.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Kommunalwahl

Sozialdemokraten bauen Mehrheit auf 65,15 Prozent aus

Gemeinderat Ahnsen: SPD dominiert

Die SPD ist mit 65,15 Prozent (2016: 58,9) erneut stärkste Kraft in Ahnsen, sie hat ihre Mehrheit sogar deutlich ausbauen können. Die CDU indes ist auf 34,85 Prozent gerutscht (2016: 41,1). Die Sitzverteilung: acht Sitze SPD, drei Sitze CDU.

veröffentlicht am 13.09.2021 um 17:38 Uhr

Auf Seiten der SPD hat Hans-Jürgen Kauffeld die meisten Wählerstimmen geholt – 178 an der Zahl; gefolgt von Pierre Pohl mit 134 Stimmen und Ole Grimmig mit 124 Stimmen, die sich beide jeweils zum ersten Mal in Ahnsen um ein Ratsmandat beworben hatten. Insgesamt traten die Sozialdemokraten mit acht Kandidaten an, die auch alle in den Gemeinderat einziehen.

Auf Seiten der CDU erhielt Robert Pavlista, der auf den ersten Listenplatz gesetzt war, 83 Stimmen. Dem Vernehmen nach hat er, bislang zweiter stellvertretender Bürgermeister der Kommune, Ambitionen auf das Bürgermeisteramt. In Anbetracht der Mehrheitsverhältnisse dürfte daraus jedoch nichts werden. CDU-Urgestein Wolf-Dieter Gutzeit erwies sich erneut als Wählerstimmen-Zugpferd – 133 Bürger votierten für ihn. wk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Auebrücke

Landkreis: Baubeginn von Ergebnis der Ausschreibung abhängig

Neue Ahnser Auebrücke ist noch nicht genehmigt

AHNSEN. Die alte Brücke, die in der Straße An der Aue in Ahnsen über die Bückeburger Aue führt, soll durch ein Bauwerk mit größerer Durchflussweite ersetzt werden. Bislang liegt für dieses Vorhaben allerdings immer noch keine Baugenehmigung vor. Warum, das hat Anja Gewald, Pressesprecherin des Landkreises Schaumburg, auf Anfrage dieser Zeitung erklärt.

veröffentlicht am 05.09.2021 um 14:15 Uhr

AHNSEN. Zur Verbesserung des Hochwasserschutzes soll in Ahnsen eine neue Auebrücke mit größerer Durchflussweite gebaut werden, die die alte Brücke in der Straße An der Aue ersetzen soll (wir berichteten). Bislang ist das Verfahren zur Genehmigung dieses Bauvorhabens, dessen Baubeginn schon mehrfach verschoben worden ist, aber noch nicht abgeschlossen.

„Die Genehmigung ergeht nach Abschluss des Beteiligungsverfahrens beziehungsweise Wertung der eingegangenen Stellungnahmen. Nach momentanem Stand ist mit der Erteilung der Genehmigung im Herbst 2021 zu rechnen“, teilt Anja Gewald, Pressesprecherin des Landkreises Schaumburg, auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Immerhin: In der ersten Septemberwoche endet ihren Angaben nach die Frist zur Beteiligung der Träger öffentlicher Belange; danach erfolgt eine Wertung der eingegangenen Stellungnahmen sowie eventuell eine Korrektur und/oder Ergänzung der Planung.

Nach Erteilung der Baugenehmigung muss das Bauvorhaben anschließend noch öffentlich ausgeschrieben werden. Die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen werden laut Gewald aber bereits vom Landkreis Schaumburg vorbereitet, soweit dies zum gegenwärtigen Verfahrensstand möglich ist.

Wann die alte Brücke abgerissen und mit dem Bau der neuen Brücke begonnen wird? „Der Zeitpunkt des Baubeginns kann erst nach Vorlage des Ausschreibungsergebnisses und Abstimmung mit dem momentan nicht bekannten Auftragnehmer festgelegt werden“, informiert die Pressesprecherin. Angestrebt werde weiterhin ein Baubeginn in 2021. Ob dieser Termin realisiert werden kann, das hängt ihr zufolge allerdings von dem erzielten Ausschreibungsergebnis und der Auslastung der Unternehmen ab, die Angebote abgeben.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Glasfaser

Ein Stellplatz weniger

Glasfaser-Ausbau: Hauptverteiler am Ahnser Dorfgemeinschaftshaus

AHNSEN. Um den Ausbau seines Glasfasernetzes auch auf die Gemeinde Ahnsen ausdehnen zu können, muss das Unternehmen Deutsche Glasfaser dort einen sogenannten „Point of Presence (PoP)“, einen Hauptverteiler, installieren. Dieser wird nach Information der Gemeindeverwaltung als regionale Technikzentrale die Schnittstelle zwischen dem bereits vorhandenen Glasfasernetz und den in Ahnsen zu verlegenden Hausanschlüssen bilden.

Als Standort für den in einem kleinen, aus Beton gefertigten Gebäude untergebrachten Hauptverteiler hat das Unternehmen den Parkplatz am örtlichen Dorfgemeinschaftshaus vorgeschlagen. Der Rat der Gemeinde Ahnsen hat diesem Vorhaben jetzt nach kurzer Diskussion, im Rahmen der über alternative Standorte debattiert wurde, seine Zustimmung gegeben.

Das Unternehmen Deutsche Glasfaser habe sich auch den „Roten Platz“ an der Ecke Bahnhofstraße/Schlesier Weg und den ebenfalls an der Bahnhofstraße gelegenen Container-Sammelplatz als möglichen Standort angeschaut, berichtete Gemeindedirektor Bernd Schönemann. Es favorisiere aber ganz klar den Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus. Dabei solle das Betonhäuschen so aufgestellt werden, dass dessen Lüftung zur Schulstraße hin ausgerichtet sei. Die von der Lüftung ausgehenden Geräuschemissionen erreichen ihm zufolge einen Wert in Höhe von bis zu 35 Dezibel A, was ungefähr so laut wie ein Staubsauger sei. Und mehr als einen der Autostellplätze benötige man nicht als Standfläche für das mit einem großen Kran aufzustellende Betongebäude.

Robert Pavlista, der Sprecher der CDU-Ratsfraktion, äußerte gewisse Bedenken gegen den von dem Unternehmen Deutsche Glasfaser gewünschten Standort. Denn bei Veranstaltungen habe man schon jetzt zu wenige Parkplätze am Dorfgemeinschaftshaus, erklärte er. Zudem befürchtete er, das Betonhäuschen könnte Autofahrern beim Ausfahren vom Parkplatz die Sicht in die vorfahrtsberechtigte Schulstraße nehmen.

Schönemann versicherte jedoch, der „Point of Presence“ werde so aufgestellt, dass man eine Sichtbehinderung ausschließen könne.

Am Ende votierte der Gemeinderat mit sechs Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme (Wolfgang Faulhaber / SPD) für den Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses als Standort des Hauptverteilers.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Ortseingangsschild

Findling von Behörde nur geduldet

Kein „Herzlich Willkommen“-Schild am Ahnser Ortseingang

AHNSEN. Autofahrer, die auf der Landesstraße 451 aus Richtung Vehlen kommend in das Dorf Ahnsen einfahren, werden am Ortseingang über das Alter der Gemeinde informiert: „Ahnsen seit 1256“ ist dort auf einem dekorativen Findling zu lesen. Bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt hatte ein Tiefbauunternehmen den großen Stein bei Erdarbeiten gefunden und dann auf Beschluss des Gemeinderates innerorts neben der Straße platziert – auf einem Grünstreifen zwischen der Straße und dem kombinierten Geh-/Radweg. Die Ahnser CDU, die die Beschriftung des Findlings initiierte hatte, möchte an diesem Ortseingang zusätzlich ein „Herzlich Willkommen“-Schild aufstellen, das an einer dort zu platzierenden überdachten Holzkonstruktion befestigt werden soll.

veröffentlicht am 31.08.2021 um 10:13 Uhr

Der tonnenschwere Findling am Ahnser Ortseingang wird von der Landesstraßenbaubehörde gerade noch geduldet – ein zusätzliches Begrüßungsschild wäre jedoch zu viel des Guten. Foto: wk

Der tonnenschwere Findling am Ahnser Ortseingang wird von der Landesstraßenbaubehörde gerade noch geduldet – ein zusätzliches Begrüßungsschild wäre jedoch zu viel des Guten. Foto: wk

Doch daraus wird nichts, wie Gemeindedirektor Bernd Schönemann anlässlich der jüngsten Ratssitzung deutlich gemacht hat: Der Findling am Ortseingang werde von Seiten der niedersächsischen Landesstraßenbaubehörde derzeit lediglich geduldet, erklärte er. Aber wenn in dem Bereich auch noch ein Schild aufgestellt werde, bestehe „die große Gefahr“, dass beides entfernt werden müsse.

„Die Fläche gehört uns nicht“, betonte Schönemann. Zudem könnten Autofahrer durch das Schild abgelenkt werden; Letzteres ist ihm zufolge jedenfalls die Ansicht der Landesstraßenbaubehörde. Als Gemeinde müsse man nun überlegen, wo man das Begrüßungsschild stattdessen aufstellen könne, ergänzte er.

Bei Dieter Gutzeit, Mitglied der Ahnser CDU-Ratsfraktion, sorgte diese Information für Verärgerung: Rund 40 Jahre lang habe an dem Ortseingang bereits ein Begrüßungsschild gestanden, sagte er. Und wo vorher mal solch ein Schild gewesen sei, dürfe es auch jetzt wieder hin, sei man der Meinung. Ihm selbst fehlt für die Ablehnung dieses Vorhabens eigenen Worten nach somit eine überzeugende Begründung.

Der Stein werde dort nur geduldet, weil dieser weit genug vom Ortseingangsschild entfernt liege, erwiderte Harald Niemann, der Bürgermeister. Andernfalls wäre der Findling schon längst beseitigt worden – aufgrund der Unfallgefahr.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Bewegungsparcours

Bürger zu aktivem, gesünderem Lebensstil animieren

Ahnser CDU schlägt Anlage eines Bewegungsparcours vor

AHNSEN. Ginge es allein nach der CDU-Ratsfraktion, hätte der Rat der Gemeinde Ahnsen noch in dieser Wahlperiode eine Arbeitsgruppe Outdoor-Fitness ins Leben gerufen. Deren Bildung jedenfalls hat die CDU-Fraktion bei der jüngsten Ratssitzung vorgeschlagen.

veröffentlicht am 17.06.2021 um 10:14 Uhr

Nach Meinung der CDU-Ratsfraktion bietet es sich etwa an, auf der gemeindeeigenen Grünfläche an der Ecke Bahnhofstraße / Schlesierweg ein paar Outdoor-Fitnessgeräte aufzustellen. Foto: wk

Nach Meinung der CDU-Ratsfraktion bietet es sich etwa an, auf der gemeindeeigenen Grünfläche an der Ecke Bahnhofstraße / Schlesierweg ein paar Outdoor-Fitnessgeräte aufzustellen. Foto: wk

Ihr zufolge hätte jene Arbeitsgruppe dann ein Planungskonzept für einen in dem Dorf aufzubauenden „generationsübergreifenden Bewegungsparcours“ erstellen sollen. Doch mit Blick auf die im September anstehende Kommunalwahl verständigte sich der amtierende Gemeinderat letztlich darauf, lediglich eine entsprechende Empfehlung für den kommenden Gemeinderat zu beschließen.

Ihren Vorstoß hatte die CDU-Ratsfraktion in einem Papier so begründet: „Viele Menschen haben das Gefühl, etwas für ihren Körper tun zu müssen.“ Laufen, Radfahren und der Besuch eines Fitness-Studios seien jedoch nicht jedermanns Sache.

Demgegenüber sei jedoch die Nachfrage nach Ausdauer- und Krafttrainingsmöglichkeiten im öffentlichen Raum generationsübergreifend stark gestiegen. So habe sich etwa eine Trendsportart „Calisthenics“ entwickelt, die einzeln und in Gruppen von jedermann ausgeführt werden könne. Öffentliche Bewegungsparcours stellten zudem ein kostenfreies und jederzeit zugängliches Fitness- und Sportangebot für Jung und Alt dar, das sich gerade in Corona-Zeiten starken Zuspruchs und großer Beliebtheit erfreue. Ermöglichen diese doch einen niedrigschwelligen (Wieder-)Einstieg in einen aktiven Lebensstil und somit in eine gesündere Lebensführung.

„Ziel soll es sein, den Bürgern ein Bewegungsangebot zu machen“, betonte Ratsherr Carsten Borrmann (CDU) bei der Vorstellung der Idee. Und Robert Pavlista, zweiter stellvertretende Bürgermeister (CDU), hob hervor, es gehe auch darum, „unser Dorf“ attraktiver zu machen.

Die von der CDU-Ratsfraktion vorgeschlagene Arbeitsgruppe hätte deren Beschlussvorschlag nach unter anderem geeignete Standorte in Ahnsen ausgucken sollen, wo Outdoor-Fitnessgeräte aufgestellt werden könnten. Ferner hätte die Arbeitsgruppe passende Geräte auswählen, die Anschaffungskosten ermitteln sowie etwaige Fördermöglichkeiten in Erfahrung bringen sollen.

Als Befürworter der Idee zeigte sich Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor.

Bürgermeister Harald Niemann (SPD) indes war geteilter Meinung: Vom Grundsatz her sei solch ein generationsübergreifender Bewegungsparcours zwar ein gutes Angebot, er persönlich befürchte jedoch, dass solch eine Anlage nicht viel genutzt werde, erklärte Niemann. Insofern sehe er das Ganze skeptisch, würde sich dem Vorhaben aber auch nicht verschließen.

Volker Wiehe, Mitglied der SPD-Ratsfraktion, befand die Idee eigenen Worten nach ebenfalls für gut. Mit Blick auf die kommende Kommunalwahl plädierte er allerdings dafür, das Thema Outdoor-Fitness jetzt nicht mehr anzufassen, sondern erst nachdem ein neuer Gemeinderat gewählt worden sei.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Finanzen

Gemeindeverwaltung informiert über Finanzen

Neue Geh-/Radwege für rund 565 000 Euro in Ahnsen

AHNSEN. Bei der jüngsten Sitzung des Ahnser Gemeinderates hat die Verwaltung über einige relevante Haushaltszahlen des Jahres 2020 informiert. Bekanntgegeben wurden unter anderen die Höhe der von der Kommune im Zusammenhang mit dem Ausbau der Landesstraße 451 zu tragenden Kosten.

veröffentlicht am 16.06.2021 um 10:49 Uhr

Die neuen Geh-/Radwege an dem innerörtlichen Teilstück der Landesstraße 451 haben die Gemeinde Ahnsen mehr als eine halbe Million Euro gekostet. Foto: wk

Die neuen Geh-/Radwege an dem innerörtlichen Teilstück der Landesstraße 451 haben die Gemeinde Ahnsen mehr als eine halbe Million Euro gekostet. Foto: wk

AHNSEN. Finanziell ist die Gemeinde Ahnsen anscheinend gut aufgestellt: Zum Stichtag 19. Mai betrug der Kontostand der Kommune insgesamt rund 645 000 Euro. Das berichtete Bürgermeister Harald Niemann bei der jetzigen Sitzung des Gemeinderates. Ein großer Teil dieses Geldes ist ihm zufolge auf einem Sparbuch angelegt, das Anfang des Jahres (Stichtag 4. Januar) ein Sparguthaben in Höhe von circa 377 000 Euro aufwies. „Das schwankt ständig“, merkte Gemeindedirektor Bernd Schönemann zu dem Gesamtkontostand an.

Weiter informierte die Verwaltung die Mitglieder des Gemeinderates, dass sich die Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit der Gemeinde Ahnsen im Jahr 2020 auf rund 705 000 Euro beliefen. Demgegenüber hätten die Auszahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit fast 647 000 Euro betragen.

Die Einzahlungen für Investitionstätigkeiten bezifferte die Verwaltung auf 38 000 Euro, die Auszahlungen für Investitionstätigkeiten dagegen auf knapp 196 000 Euro. Für den Ausbau eines durch Ahnsen verlaufenden Abschnitts der Landesstraße 451 – genauer: den Neubau zweier Geh-/Radwege – musste die Gemeinde demnach über die Jahre 2014 bis 2020 in Summe ungefähr 565 000 Euro aufwenden.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Kreisverkehr

Weitere Planungskosten, aber kein Planungsauftrag

Ahnser Gemeinderat debattiert über Bau eines Kreisverkehrsplatzes

AHNSEN. Erneut hat sich der Rat der Gemeinde Ahnsen mit der Frage befasst, ob die bisweilen unfallträchtige Kreuzung Landesstraße 451/Kreisstraße 10 durch einen Kreisverkehrsplatz ersetzt werden sollte. Über die Vor- und Nachteile solche einer Lösung informierte ein Verkehrsexperte der Polizei. Dieser zeigte auch eine Alternative auf.

veröffentlicht am 07.06.2021 um 10:14 Uhr

In den Jahren 2011 bis heute haben sich im Bereich der großen Ahnser Kreuzung insgesamt 35 Verkehrsunfälle ereignet. Foto: wk

In den Jahren 2011 bis heute haben sich im Bereich der großen Ahnser Kreuzung insgesamt 35 Verkehrsunfälle ereignet. Foto: wk

AHNSEN. Schon seit Jahren wird in der Gemeinde Ahnsen darüber diskutiert, ob der innerörtliche Kreuzungsbereich Landesstraße 451/Kreisstraße 10 durch einen Kreisverkehrsplatz ersetzt werden sollte. Dahinter steht die Überlegung, den von Teilen der Einwohnerschaft als unfallträchtig wahrgenommenen Knotenpunkt durch diese Änderung zu entschärfen. Eine erste Planzeichnung, wie das Ganze in der Praxis aussehen könnte, liegt der Verwaltung bereits vor. Um eine Entscheidungshilfe zu haben, ob die weitere Planung eines solchen Kreisverkehrsplatzes in Auftrag gegeben werden soll, hatte die Kommune zur jüngsten Sitzung ihres Gemeinderates einen Verkehrsexperten der Polizei eingeladen. Dieser bewertete das Unfallgeschehen der vergangenen Jahre und informierte, welche Vor- und Nachteile ein Kreisverkehrsplatz bieten würde. Zudem zeigte er eine Alternative auf.

Bezogen auf die Jahre 2011 bis heute habe es lediglich in dem Jahr 2016 sowie – wegen der Schwere der Unfälle mit Personenschäden – in dem Dreijahres-Zeitraum 2019 bis heute eine Unfallhäufung in dem Kreuzungsbereich gegeben, berichtete Werner Müller, Polizeihauptkommissar und Sachbearbeiter Verkehr bei der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. Insgesamt hatten sich ihm zufolge 35 Verkehrsunfälle ereignet.

Für einen Kreisverkehrsplatz sprechen laut Müller folgende Argumente: eine größere Verkehrssicherheit und bessere Übersichtlichkeit (wobei die Mittelinsel für eine die Geschwindigkeit senkende „Sichtdurchbrechung“ sorgen soll), weniger Konfliktpunkte sowie ein gesteigerter Verkehrsfluss; ferner eine bessere Umweltbilanz und – verglichen mit einer Ampelkreuzung – günstigere Betriebskosten. Kontrapunkte sind indes der größere Platzbedarf, die recht sichere, manche Verkehrsteilnehmer aber irritierende „Führung von Radfahrern und Fußgängern“, die größeren Entfernungen für Fußgänger und bei hohem Verkehrsaufkommen gegebenenfalls „Zeitlückenprobleme“ hinsichtlich der in den Kreisverkehr einfahrenden Fahrzeuge. Letztgenanntes Problem würde es seiner Einschätzung nach in Ahnsen allerdings nicht geben.

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten könnte laut Müller in Ahnsen ein Kreisverkehrsplatz mit einem Radius von 13 Metern gebaut werden, wohingegen ein „normaler“ Kreisverkehrsplatz einen Radius von 16 Meter hat. Trotz der im Vergleich geringeren Ausmaße würde der kleinere Kreisverkehrsplatz ihm zufolge aber eine höhere Sicherheit bieten als die derzeit vorhandene Kreuzung. Ergänzend trug der Polizeihauptkommissar vor, dass sich das Land Niedersachsen seinen Informationen nach nicht an den Baukosten beteiligen würde. Und als Vorlauf für den Bau solch eines Kreisverkehrsplatzes seien erfahrungsgemäß vier bis sechs Jahre einzuplanen.

Alternativ schlug Müller vor, den Kreuzungsbereich durch eine Lichtsignalanlage zu entschärfen. Was vermutlich auch schneller und kostengünstiger zu realisieren sei.

Nach Angaben der Gemeinde Ahnsen gibt es übrigens noch eine weitere Option. So ist deren Verwaltung auf Anfrage bei der Verkehrsaufsicht des Landkreises Schaumburg mitgeteilt worden, es bestehe auch die Möglichkeit, an der Kreuzung das Verkehrszeichen 206 („Halt! Vorfahrt gewähren“) aufzustellen und gegebenenfalls eine Haltelinie im Zusammenhang mit einem Stoppschild auf der Fahrbahn aufzubringen. Diese Lösung werde bei der nächsten Besprechung der Verkehrsunfallkommission erörtert.

Auch wenn die Kreuzung über Jahre kein Unfallschwerpunkt gewesen sei, sei es dennoch eine gute Idee, dort einen Kreisverkehrsplatz zu bauen, meinte Carsten Borrmann, Mitglied der CDU-Ratsfraktion. Leider habe man aber den Zeitpunkt verpasst, dieses Vorhaben im Zuge des erfolgten Ausbaues der Landesstraße 451 zu realisieren. Gegen die Stoppschild-Lösung spricht seiner Meinung nach eine mit dem Anhalten und anschließenden Anfahren der Kraftfahrzeuge einhergehende erhöhte Geräuschbelastung.

Robert Pavlista, zweiter stellvertretender Bürgermeister (CDU), plädierte dafür, weitere Planungskosten für den Bau eines Kreisverkehrsplatzes in den Ahnser Haushalt einzustellen – ungeachtet der zu erwartenden „vielen Jahre der Planung“. Allerdings sollte die Gemeinde seinen Worten nach mit Maß an das Projekt herangehen respektive mit der Ausgabe von sechsstelligen Euro-Beträgen – gemeint waren die zu erwartenden Baukosten – „vorsichtig“ sein.

Wolfgang Faulhaber empfahl dagegen, keine diesbezüglichen Planungskosten mehr in den Haushalt einzustellen: Das Projekt Kreisverkehrsplatz zu verwirklichen würde Jahre dauern, erklärte der Vizebürgermeister (SPD). Außerdem müsse die Gemeinde bereits einen sechsstelligen Geldbetrag in die Sanierung des Daches ihres Dorfgemeinschaftshauses investieren. Ferner müsse man dafür sorgen, dass die wiedererstarkte Ortsfeuerwehr einen vernünftigen Umkleideraum bekomme. Und schließlich stelle sich die Frage, ob die Gemeinde Ahnsen überhaupt für die Entschärfung eines Unfallschwerpunktes zuständig sei.

Woraufhin Müller erklärte, zuständig sei der jeweilige Straßenbaulastträger, wenn die Verkehrsunfallkommission Entschärfungsmaßnahmen für notwendig erachte. Der Verkehrsunfallkommission gehören seinen Angaben nach unter anderem die Polizei, das Straßenverkehrsamt des Landkreises Schaumburg und die niedersächsische Landesstraßenbaubehörde an.

Am Ende der Debatte fasste der Gemeinderat mehrheitlich mit sechs Ja-Stimmen gegenüber drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung des Beschluss, dass für die Gestaltung des Kreisverkehrsplatzes 20 000 Euro an weiteren Planungskosten in den 2022er Haushalt der Gemeinde Ahnsen eingestellt werden. Ein zunächst in dem Beschlussvorschlag vorgesehener Passus, gemäß dem die Verwaltung diese Planung auch in Auftrag geben sollte, wurde dagegen gestrichen.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Fussball Bänke

Alte Auswechselbänke sind marode und werden ausgewechselt

Gemeinde gewährt TSV Ahnsen einen Zuschuss für Eigenbau

AHNSEN. Weil die am Ahnser Fußballplatz stehenden, für Fußballpunktspiele benötigten Auswechselbänke abgängig sind, muss der Turn- und Sportverein (TSV) Ahnsen diese überdachten Sitzmöglichkeiten erneuern. Zur Finanzierung dieses Vorhabens hat der Verein um eine Geldspritze der Gemeinde Ahnsen gebeten.

veröffentlicht am 03.06.2021 um 10:45 Uhr

Die am Ahnser Fußballplatz stehenden Auswechselbänke müssen erneuert werden. Foto: wk

Die am Ahnser Fußballplatz stehenden Auswechselbänke müssen erneuert werden. Foto: wk

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinrat daraufhin einstimmig beschlossen, dass dem TSV für die Anschaffung beziehungsweise den Eigenbau neuer Auswechselbänke ein Zuschuss in Höhe von einhundert Prozent der Erstellungskosten zur Verfügung gestellt wird, wobei dieser Zuschuss aber auf maximal 2200 Euro begrenzt ist.

Begründet wurde die Zuwendung zum einen damit, dass der TSV Ahnsen im vergangenen Jahr einhundertjähriges Jubiläum hatte, er dieses Ereignis jedoch wegen der Corona-Pandemie nicht feiern konnte. Zudem wies die Gemeindeverwaltung auf die von dem Verein übernommene Pflege des Ahnser Fußballplatzes hin: Dadurch leiste der TSV Ahnsen „einen nicht unerheblichen Beitrag zum Erhalt der Nutzbarkeit der Rasenfläche für den Sportbetrieb“, hieß es in der Beschlussvorlage. Und: Durch die Übernahme dieser Arbeiten werde die Gemeinde Ahnsen „nicht unerheblich“ finanziell und personell entlastet.

Die Kosten für die Anschaffung fertiger Auswechselbänke beziehungsweise Unterstände bezifferte Bürgermeister Harald Niemann auf rund 2200 Euro pro Exemplar. Ein Eigenbau würde dagegen lediglich circa 1200 bis 1300 Euro pro Stück kosten – abhängig vom aktuellen Tagespreis für das dafür benötigte Holz.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Schmiedekreisel

Polizei informiert über Unfallzahlen

CDU fordert Kreisverkehr für Ahnsen

AHNSEN. Vor Kurzem hat es wieder einmal an der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/Friedrich-Ebert-Straße in Ahnsen gekracht – wie schon so oft: Insgesamt 35 Verkehrsunfälle haben sich dort allein vom Jahr 2011 an bis heute ereignet. In Anbetracht der beiden jüngsten Verkehrsunfälle sieht sich die CDU-Ratsfraktion veranlasst, ihre Forderung nach einem die Kreuzung ersetzenden Kreisverkehr zu bekräftigen. Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (SPD) befürwortet dies ebenfalls – unter einer Voraussetzung:

Aktuell gilt die große Kreuzung in Ahnsen laut der Polizei nicht als Unfallschwerpunkt. Foto: wk

Aktuell gilt die große Kreuzung in Ahnsen laut der Polizei nicht als Unfallschwerpunkt. Foto: wk

Vor Kurzem hat es wieder einmal an der Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/Friedrich-Ebert-Straße in Ahnsen gekracht – wie schon so oft: Insgesamt 35 Verkehrsunfälle haben sich dort vom Jahr 2011 an bis heute ereignet. Mehr als 40 Kraftfahrzeuge und drei Fahrräder kamen dabei zu Schaden, 18 Menschen wurden verletzt. Das teilt Matthias Auer, Pressesprecher der Bückeburger Polizei, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Bei den meisten Verkehrsunfällen war seinen Angaben nach „Unsachtsamkeit“ die Unfallursache, überwiegend waren Vorfahrtsverletzungen (21 Fälle) die Folge.

In diesem Kontext stellt sich die Frage, wie sich die Sanierung der durch Ahnsen führenden Landesstraße 451 auf das Unfallgeschehen ausgewirkt hat. Denn wegen der Bauarbeiten waren die Friedrich-Ebert-Straße und die sich daran anschließende Vehler Straße von August 2018 bis Mai 2020 für den allgemeinen Straßenverkehr gesperrt; lediglich Anliegerverkehr war dort zugelassen. Den Auer vorliegenden Statistikdaten ist diesbezüglich zu entnehmen, dass sich im Jahr 2018 vor Aufnahme des Baustellenbetriebes zwei Verkehrsunfälle auf der Kreuzung ereigneten. Im Jahr 2019 krachte es dort viermal und im Jahr 2020, nach Ende der Bauarbeiten respektive der Straßensperrung, zweimal. Aktuell ist die Kreuzung laut Auer nicht als Unfallschwerpunkt eingestuft. Im Jahr 2016, in dem sich dort sieben Verkehrsunfälle ereignet hätten, sei die Kreuzung aber schon einmal Unfallschwerpunkt gewesen, ergänzt er. Auf die Frage, ob ein Kreisverkehr an dieser Stelle zu empfehlen sei, antwortet der Polizei-Pressesprecher, dass ein Kreisverkehr die Unfallhäufigkeit seiner Meinung nach mit Sicherheit zum Positiven verändern würde. Jedoch liege es ihm zufolge im Zuständigkeitsbereich der unter anderem aus Vertretern des Straßenverkehrsamtes des Landkreises und der Polizei zusammengesetzten Verkehrskommission, darüber zu befinden.

Ein Kreisverkehr anstelle der Kreuzung böte „sehr viele positive Aspekte“, sagt Robert Pavlista, Ahnsens zweiter stellvertretender Bürgermeister und Sprecher der CDU-Ratsfraktion. So gebe es Studien, gemäß derer ein Kreisverkehr eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten bewirke, den Verkehrsfluss verbessere und im Ergebnis weniger unfallträchtig sei.

Laut Pavlista hält die CDU-Ratsfraktion daher an ihrer Forderung fest, dass die Kreuzung Theodor-Heuss-Straße/Friedrich-Ebert-Straße durch einen Kreisverkehr ersetzt werden sollte – sofern sich die Gemeinde Ahnsen das finanziell leisten kann. Das ist ihm zufolge bei der jetzigen Fraktionssitzung bekräftigt worden: So habe Ratsfrau Kerstin Zuschlag resümiert, die Kreuzung sei nicht mehr zeitgemäß – auch, da sich dort zu den Stoßzeiten ein großer Rückstau an Fahrzeugen bilde. Und Dieter Gutzeit habe in Anbetracht der jüngsten Verkehrsunfälle appelliert, diejenigen, die den Kreisverkehr bislang nicht befürwortet hätten, sollten ihre Entscheidung noch einmal überdenken.

Pavlista selbst wird noch deutlicher: „Muss es erst einen Toten geben?“, fragt er mit Blick auf die Unfallzahlen. Bei einer der nächsten Sitzungen des Gemeinderates solle dieses Thema der CDU-Ratsfraktion nach jedenfalls wieder auf die Tagesordnung kommen.

Im Jahr 2016 habe sich der Gemeinderat mit Mehrheit für die Planung eines Kreisverkehrs ausgesprochen, sagt Harald Niemann, der Bürgermeister (SPD, parteilos) der Kommune. Dann jedoch habe das Land Niedersachsen die Vehler Straße und Friedrich-Ebert-Straße (beide Teil der L 451) sanieren lassen. Bei diesem Straßenbauprojekt habe der Kreisverkehr aus bau- und vergaberechtlichen Gründen allerdings nicht mehr mit eingeplant werden können.

Im April 2018 hatte der Rat laut Niemann dann einstimmig beschlossen, hinsichtlich des Kreisverkehrs keine Planungskosten in den Gemeindehaushalt einzustellen, solange die Straßensanierung noch nicht abgeschlossen sei und man nicht wisse, wie viel Geld die Gemeinde Ahnsen für den in diesem Zuge gebauten neuen Rad- und Gehweg bezahlen müsse. Da diese Baumaßnahme inzwischen abgerechnet worden sei, werde man die Diskussion bezüglich des Kreisverkehres nun fortsetzen.

Ergänzend weist Niemann darauf hin, dass die Kosten für den Bau eines Kreisverkehrs 2016 grob auf 350 000 Euro geschätzt worden seien. Zu klären ist ihm zufolge, mit welchen Baukosten die Gemeinde heute rechnen muss und ob alternativ das Land Niedersachsen bereit ist, den Kreisverkehr zu bauen.

Mehrheitlich seien alle Mitglieder des Gemeinderates dafür, den Kreisverkehr zu bauen, fasst Niemann die Meinungslage zusammen. Er befürworte dies ebenfalls – sofern sich die Gemeinde diese Investition leisten könne.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Deutsche Glasfaser

Surfen in Lichtgeschwindigkeit

Ausbau des Glasfasernetzes: Nachfragebündelung in Ahnsen

AHNSEN. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser möchte sein Glasfasernetz „Fibre ToThe Home (FTTH)“ auch auf das Gebiet der Gemeinde Ahnsen ausdehnen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der Kommune ist bereits vereinbart worden (wir berichteten). Jetzt ist die zweite Phase dieses Vorhabens angebrochen: die Nachfragebündelung.

Wenn genügend Ahnser Haushalte einen Vertrag mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser abschließen, will dies auch dort sein Glasfasernetz ausbauen. Foto: wk

Wenn genügend Ahnser Haushalte einen Vertrag mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser abschließen, will dies auch dort sein Glasfasernetz ausbauen. Foto: wk

AHNSEN. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser möchte sein Glasfasernetz „Fibre To-The Home (FTTH)“ auch auf das Gebiet der Gemeinde Ahnsen ausdehnen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit der Kommune ist bereits vereinbart worden (wir berichteten). Jetzt ist die zweite Phase dieses Vorhabens angebrochen: die Nachfragebündelung.

„Bis zum 19. Juni 2021 können die Bürgerinnen und Bürger einen Vertrag mit Deutsche Glasfaser abschließen, um einen kostenfreien Glasfaseranschluss bis ins Haus oder die Wohnung zu erhalten. Einzige Voraussetzung: Mindestens 40 Prozent der anschließbaren Haushalte in Ahnsen ziehen mit. Wird diese Quote bis zum Stichtag erreicht, steht dem Netzausbau nichts mehr im Wege“, teilt das Unternehmen dazu in einer Presseinformation mit. Versprochen wird der „Ausbau eines reinen Glasfasernetzes, mit dem die Bürgerinnen und Bürger in Lichtgeschwindigkeit im Internet surfen können“.

Die neue Infrastruktur berücksichtigt demnach alle Haushalte im Anschlussgebiet und schafft die Voraussetzung, dass auch Nachzügler noch angeschlossen werden können. Jene Nachzügler müssten dann allerdings die Anschlusskosten von derzeit 750 Euro selbst tragen.

Über sein Angebot informiert das Unternehmen in einem extra zu diesem Zweck in Obernkirchen eingerichteten „Servicepunkt“ am Bornemannplatz 2, der montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet hat. Darüber hinaus gibt es – ebenfalls in Obernkirchen – einen beim Rewe-Markt in der Neumarktstraße 45 platzierten „Servicestand“ (Öffnungszeiten: freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 14 Uhr). Außerdem können Haus- und Wohnungseigentümer unter Telefon (02861) 8133410 einen Termin für eine persönliche Beratung in deren eigenen vier Wänden vereinbaren.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Bushaltestelle

Sechs Monate Probezeit vereinbart

Verkehrszeichen markiert neue Bushaltestelle in Ahnsen

AHNSEN. Zunächst für sechs Monate auf Probe ist in Ahnsen eine neue Bushaltestelle an der Vehler Straße, nahe der Einmündung der Schulstraße, eingerichtet worden – zu erkennen an dem nur provisorisch auf dem Rad-/Gehweh aufgestellten Haltestellen-Schild nebst Fahrplan.

Nach Angaben von Bürgermeister Harald Niemann hält dort der aus Richtung Klinikum Schaumburg (Vehlen) kommende Linienbus, der dann in Richtung Bad Eilsen beziehungsweise Bückeburg weiterfährt. Zum Auftakt ist an dem Haltestellen-Schild ihm zufolge allerdings lediglich der Fahrplan für die nach Bad Eilsen führende Tour angebracht; der Fahrplan für die Fahrtrichtung Bückeburg muss indes noch aufgehängt werden. Letzteres will das konzessionierte Busunternehmen laut Niemann kurzfristig erledigen.

Zu beachten ist, dass der aus Richtung Bad Eilsen oder Bückeburg zum Klinikum Vehlen fahrende Linienbus dagegen nicht an der in der Vehler Straße eingerichteten neuen Bushaltestelle hält. Grund dafür ist nach Erklärung von Niemann, dass auf der dem Rad-/Gehweg gegenüberliegenden Straßenseite kein Wartebereich für Fahrgäste vorhanden ist. Fahrgäste, die von Ahnsen aus mit dem Linienbus zum Klinikum fahren möchten, müssen demnach an einer der anderen Bushaltestellen zusteigen – spätestens an der Bushaltestelle in der Friedrich-Ebert-Straße.

Hintergrund für die probeweise Einrichtung der neuen Bushaltestelle ist, dass die zwei in der Schulstraße gelegenen Haltestellen unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr von dem Buslinienverkehr angefahren werden; nur der Schulbus steuert diese noch an (wir berichteten).

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Kletternetz

Großspielgerät wird erweitert

Gemeinderat Ahnsen beschließt Anbau eines Kletternetzes

AHNSEN. Die auf dem Ahnser Spielplatz stehende Kletterturmanlage wird um ein Kletternetz erweitert. Das hat der Gemeinderat auf Vorstoß der CDU-Ratsfraktion beschlossen.

veröffentlicht am 24.03.2021

AHNSEN. Die erst vor eineinhalb Jahren auf dem Spielplatz am Ahnser Dorfgemeinschafthaus errichtete, rund 23 000 Euro teure Kletterturmanlage wird um ein dazu passendes Element erweitert. Das hat der Gemeinderat auf Anregung der CDU-Ratsfraktion beschlossen. Angebaut wird demnach eine aus einem roten Stahlnetz und Pfosten bestehende, rund 2300 Euro kostende „Kletterwand“.

Ob die Montage vom Bauhof der Samtgemeinde Eilsen oder einem externen Unternehmen ausgeführt wird, blieb bei der Ratssitzung offen: Der Bauhof könne das Kletternetz sicherlich anbauen, allerdings sei diesbezüglich auch die Haftungsfrage zu bedenken, sagte Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor der Gemeinde Ahnsen. Ihm zufolge wird die Verwaltung daher zunächst einen Kostenvoranschlag einer Fachfirma für diese Arbeit einholen.

Zu dem Vorstoß der CDU-Ratsfraktion erklärte deren Sprecher Robert Pavlista, der zweite stellvertretende Bürgermeister, dass man den Kindern des Dorfes mit dieser „Kletterwand“ eine Freude machen wolle.

Die Kletterturmanlage wird um ein Kletternetz ergänzt, das für zusätzlichen Spielspaß sorgen soll. Foto: wk

Die Kletterturmanlage wird um ein Kletternetz ergänzt, das für zusätzlichen Spielspaß sorgen soll. Foto: wk

„Ich halte das für sehr sinnvoll“, stimmte der erste Vizebürgermeister Wolfgang Faulhaber (SPD) der Anschaffung des Anbauelementes zu.

Im Nachgang zu der Ratssitzung teilte Pavlista mit, dass die Gemeinde hinsichtlich der Spielplatzgestaltung gerne Anregungen und Wünsche von Ahnser Bürgern entgegennehme. Denn auch in solchen Fragen sei die Beteiligung der Bürger wichtig.

Dem Kauf der großen Kletterturmanlage lag damals übrigens ebenfalls ein Vorstoß der CDU-Ratsfraktion zugrunde.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Onlinesitzungen

Videokonferenz statt Präsenzversammlung

Gemeinde Ahnsen öffnet Online-Ratssitzungen für Bürger

AHNSEN. In Pandemiezeiten können Rats- und Ausschusssitzungen auch als reine Videokonferenz durchgeführt werden. Der Rat der Gemeinde Ahnsen hat jetzt eine Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde Ahnsen beschlossen, damit Interessierte solche „Videositzungen“ übers Internet live mitverfolgen können.

veröffentlicht am 23.03.2021

Sollte die Gemeinde Ahnsen in Pandemiezeiten statt der normalen Ratssitzungen (Bild) ersatzweise Videokonferenzen abhalten, können daran auch Bürger als Zuschauer teilnehmen. Foto: wk/Archiv

AHNSEN. Abhängig davon wie sich die Corona-Situation beziehungsweise eine Pandemie entwickelt, ist es möglich, dass Rats- und Ausschusssitzungen zeitweise nicht als Präsenzversammlungen stattfinden. Im Falle einer epidemischen Lage von landesweiter oder nationaler Tragweite kann eine Kommune ihre politischen Gremien jedoch alternativ per Videokonferenzen tagen lassen. Zur Beteiligung der Öffentlichkeit ist es dabei ausreichend, nach gelaufener Online-Veranstaltung lediglich das Sitzungsprotokoll zu veröffentlichen. Dies ist im Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz (NKomVG) geregelt.

Um interessierten Bürgern die Möglichkeit zu bieten, solche Videokonferenzen übers Internet live mitzuverfolgen, hat der Ahnser Gemeinderat nun eine entsprechende Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde Ahnsen beschlossen. Eingefügt worden ist ein Paragraph „Film- und Tonaufnahmen in öffentlichen Sitzungen“. In Ahnsen dürfen Vertreter der Medien und der Verwaltung demnach unter der Voraussetzung zwecks Veröffentlichung Film- und Tonaufnahmen von Ratsmitgliedern machen, dass die geplanten Aufnahmen dem Ratsvorsitzenden vor Beginn der Sitzung angezeigt werden. Der Ratsvorsitzende hat die Mitglieder des Rates dann vor der Sitzung darüber zu informieren. Die Ratsmitglieder können allerdings verlangen, dass von deren Redebeiträgen keine Film- und Tonaufnahmen angefertigt und veröffentlicht werden.

Der Rat der Gemeinde Ahnsen hat diesen Beschluss mehrheitlich bei einer Enthaltung gefasst.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Auebrücke

Baubeginn im Frühjahr fraglich

Neue Auebrücke in Ahnsen: Vorhaben noch nicht genehmigt

AHNSEN. Seit Jahren schon soll eine in Ahnsen über die Bückeburger Aue führende alte Brücke durch ein neues Brückenbauwerk mit breiterem Durchlass ersetzt werden, um den Hochwasserschutz zu verbessern. Zuletzt hatte der Landkreis Schaumburg das Frühjahr dieses Jahres als Baubeginn angepeilt. Doch ob dieser Termin gehalten werden kann, ist fraglich. Grund dafür ist nach Information von Anja Gewald, Pressesprecherin des Kreises, dass das Planungsverfahren immer noch nicht abgeschlossen ist: „Die Antragsunterlagen liegen noch nicht vollständig vor“, erklärt sie.

Weil noch Unterlagen fehlen, konnte der Neubau der Auebrücke in Ahnsen bisher nicht genehmigt werden. Foto: wk

Weil noch Unterlagen fehlen, konnte der Neubau der Auebrücke in Ahnsen bisher nicht genehmigt werden. Foto: wk

AHNSEN. Um den Hochwasserschutz in Ahnsen zu verbessern, soll die in der Straße „An der Aue“ über die Bückeburger Aue führende alte Brücke durch ein neues Brückenbauwerk mit breiterem Durchlass ersetzt werden. Das Vorhaben ist schon vor Jahren angekündigt worden, der Baubeginn aber immer wieder verschoben worden. Zuletzt – Anfang September 2020 – hatte der Landkreis Schaumburg auf Anfrage dieser Zeitung mitgeteilt, man strebe einen Baubeginn im Frühjahr 2021 an. Doch ob dieser Termin gehalten werden kann, ist fraglich.

Grund dafür ist nach Information von Anja Gewald, Pressesprecherin des Kreises, dass das Planungsverfahren immer noch nicht abgeschlossen ist: „Die Antragsunterlagen liegen noch nicht vollständig vor“, erklärt sie. So fehlt ihr zufolge etwa noch die Statik für die neue Brücke und die Widerlager. Jedoch sollen die Antragsunterlagen noch im Laufe dieser Woche bei der Kreisverwaltung eingehen. Mit der Eröffnung des Genehmigungsverfahrens wäre somit noch im März zu rechnen.

Ergänzend teilt Gewald mit, dass die Bückeburger Aue im Zuge der Errichtung des neuen Brückenbauwerks im Bereich des Baufeldes verschwenkt werde, um eine hydraulisch günstigere Anströmung zu erzielen. Hierfür sei ein sogenanntes Wasserrechtsverfahren erforderlich, in dem die Brücke mit genehmigt werde. In diesem Verfahren erfolge auch die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange, wobei das Ganze circa sechs bis acht Wochen dauern dürfte.

Erst wenn die Genehmigung vorliegt, kann das Bauvorhaben laut Gewald öffentlich ausgeschrieben werden. „Wann mit dem Bau begonnen wird, ist von Faktoren abhängig, die momentan nicht vorhersehbar sind“, führt die Pressesprecherin weiter aus. Exemplarisch nennt sie die Auslastung der Baufirmen und das Ergebnis der Ausschreibung. Kalkuliert ist ihr zufolge eine Bauzeit von insgesamt rund drei Monaten – einschließlich Abriss der alten Auebrücke.

Wie bereits berichtet, soll das neue Brückenbauwerk circa 21,80 Meter lang und 2,50 Meter breit sein, mit einer lichten Durchlassweite von 18,30 Metern. Vorgesehen ist eine Aluminium-Fachwerkbrücke, die ohne Mittelpfeiler auskommt. Hintergrund ist, dass sich an dem Mittelpfeiler der alten Auebrücke bei Hochwasserlagen mitunter Treibgut verfängt, das deren im Vergleich ohnehin schon schmaleren Durchlass zusätzlich verengt.

Ein weiterer Unterschied ist, dass die neue Brücke nur noch als Geh- und Radwegbrücke dienen wird, wohingegen die alte Auebrücke auch von Kraftfahrzeugen befahren werden kann.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Deutsche Glasfaser

Deutsche Glasfaser will Ahnsen ans Glasfasernetz anschließen

Wolfgang Faulhaber (SPD) weist auf schlechte Bewertungen hin / Rat stimmt für Kooperationsvertrag

AHNSEN. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser treibt den Ausbau seines Glasfasernetzes voran und hat nun auch die Gemeinde Ahnsen in den Blick genommen. Ein Vertreter des Telekommunikationsunternehmens hat die Pläne jetzt anlässlich einer Sitzung des Gemeinderates vorgestellt. Außer Zuspruch erhielt der Kooperationsmanager auch Gegenwind. Der Gemeinderat votierte mehrheitlich bei einer Nein-Stimme für den Abschluss des der Gemeindeverwaltung bereits vorliegenden Kooperationsvertrages.

Diese von dem Unternehmensvertreter präsentierte Karte zeigt das für Ahnsen geplante Glasfasernetz-Ausbaugebiet. Foto: wk

Diese von dem Unternehmensvertreter präsentierte Karte zeigt das für Ahnsen geplante Glasfasernetz-Ausbaugebiet. Foto: wk

AHNSEN. Das Unternehmen Deutsche Glasfaser will nun auch in der Gemeinde Ahnsen ein bis in die Häuser hinein reichendes Glasfasernetz verlegen. Voraussetzung dafür, dass dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt wird, ist, dass sich genug Interessenten finden, die einen solchen Anschluss haben möchten. Konkret müssen während der drei Monate dauernden „Nachfragebündelung“ (Kundenakquise) mindestens 40 Prozent der in dem geplanten Ausbaugebiet vorhandenen Haushalte einen entsprechenden Vertrag abschließen. Das hat Michael Sieve, Kooperationsmanager des Telekommunikationsunternehmens, bei der Sitzung des Ahnser Gemeinderates mitgeteilt.

Ist eine ausreichende Nachfrage gegeben, werden ihm zufolge „100 Prozent“ ausgebaut. Bedeutet: Es werden in dem Gebiet auch Glasfaserkabel für jene Haushalte vorbereitet, die sich zum Zeitpunkt des Ausbaus noch nicht für einen Vertrag mit dem Unternehmen Deutsche Glasfaser entschieden haben. Sollten jene Haushalte später ebenfalls einen „Fibre To The Home (FTTH)“-Anschluss haben wollen, müssen diese lediglich noch an die bereits bis an deren Grundstücke heran im Boden verlegten Glasfaserkabel angeschlossen werden. Die Nachzügler müssen dann jedoch die Kosten für die Erstellung des Glasfaseranschlusses selbst tragen:„Ab 750 Euro“ seien dafür zu zahlen, sagte Sieve, und schob gleich hinterher: „Ein bisschen was kostet’s, aber wir kommen jetzt nicht mit 5000 Euro um die Ecke.“

Dass Sieve bei der jetzigen Ratssitzung zugegen war, hatte auch den Grund, dass das Unternehmen Deutsche Glasfaser vorab einen Kooperationsvertrag mit der Gemeinde Ahnsen abschließen will. Mittlerweile habe man mit rund 1600 Kommunen solche Kooperationsverträge für den Glasfasernetz-Ausbau vereinbart, berichtete er. Denn um die für das Glasfasernetz erforderlichen Verteilerkästen aufstellen zu können, benötige man die Unterstützung der Kommunen. Sprich: die Kommunen sollen dafür gemeindeeigene Flächen zur Verfügung stellen. „Wir suchen den Schulterschluss mit Ihnen“, betonte der Kooperationsmanager. Nicht ohne anzumerken, dass der geplante Ausbau des Glasfasernetzes letztlich aber auch ohne Kooperationsvertrag möglich wäre.

Um es vorweg zu nehmen: Der Gemeinderat votierte mehrheitlich bei einer Nein-Stimme für den Abschluss des der Gemeindeverwaltung bereits vorliegenden Kooperationsvertrages.

Zurück zu Sieve: Seinen Angaben nach wird das Ausbaugebiet nicht an den Gemeindegrenzen festgemacht, sondern daran ausgerichtet, wie es für den Glasfasernetz-Ausbau sinnvoll ist. Im Falle der Gemeinde Ahnsen hat dies zur Folge, dass nicht alle Ahnser Haushalte von dem Ausbaugebiet umfasst sind. Die Häuser an der Obernkirchener Straße beispielsweise, liegen außerhalb des Ausbaugebietes. Diesbezüglich erklärte Sieve, dass jene Haushalte von Obernkirchen aus an das Glasfasernetz angeschlossen werden könnten. Mit der Stadt Obernkirchen hat das Telekommunikationsunternehmen ihm zufolge jedenfalls schon einen Kooperationsvertrag geschlossen.

Gegenwind gab es von Wolfgang Faulhaber, dem ersten stellvertretenden Bürgermeister (SPD) der Gemeinde. Dabei bezog er sich eigenen Worten nach auf Kommentare von Kunden des Unternehmens Deutsche Glasfaser, die er in Bewertungsportalen im Internet gelesen hat: „Weit über 80 Prozent beurteilen sie nur negativ – in allen Bereichen“, sagte Faulhaber. Von Kunden moniert werden ihm zufolge unter anderem die Ausführung der Erdarbeiten, fehlende Deutschkenntnisse der Arbeiter und versprochene, aber in der Praxis nicht gegebene Datenübertragungsgeschwindigkeiten. Und dass es bei der Hotline des Unternehmens keinen kompetenten Ansprechpartner gebe. „Ich stehe der ganzen Sache ehrlich gesagt skeptisch gegenüber“, ergänzte Faulhaber.

Sieve erwiderte daraufhin, ihm seien die Bewertungen bekannt. In solchen Portalen kommentiere aber meist nur derjenige, der unzufrieden sei. Und: „Dass Bauarbeiter mal kein Deutsch sprechen, das finden wir nicht so schlimm.“ Denn vor Ort gebe es immer auch Deutsch sprechende Ansprechpartner.

„Im Internet schreiben die, die ärgerlich sind, und nicht die, die glücklich sind“, pflichtete Robert Pavlista, der zweite Vizebürgermeister (CDU) bei. Um dann zu betonen, dass man heutzutage einen leistungsfähigen Internetanschluss brauche. Das CDU-Ratsmitglied Markus Dreier sprach sich ebenfalls dafür aus, die von dem Unternehmen Deutsche Glasfaser gebotene Chance wahrzunehmen und den Kooperationsvertrag abzuschließen. Als Befürworter zeigte sich nicht zuletzt auch Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (SPD). Faulhaber stimmte dem Vertragsabschluss ebenfalls zu.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Videokonferenz

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Busverkehr

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Findling jetzt mit Schriftzug

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Straßenschilder

Ahnsen: Straßennamenschilder aufgepeppt

Schreibweise war mitunter falsch

Autor:Michael Werk, Reporter

AHNSEN. Manch einem ist es vielleicht schon aufgefallen: Die alten Straßennamenschilder in Ahnsen sind

durch neue ersetzt worden.

Wie Bürgermeister Harald Niemann erklärt, hatte ein Bürger in einem an die Verwaltung gerichteten

Schreiben moniert, dass die Schilder zum Teil verblasst und somit schlecht lesbar seien. Daraufhin hatte

dann der Rat der Gemeinde nach entsprechender Beratung beschlossen, neue Schilder anbringen zu

lassen, die zudem einheitlich gestaltet sind. Bisher waren die Straßennamenschilder nämlich nicht aus

einem Guss: Unterschiede gab es hinsichtlich der Schriftart.

Ergänzend merkt Niemann an, dass die alten Schilder mitunter auch stark verbeult waren. Zudem stimmte

in einigen Fällen die Schreibweise auf den Schildern nicht mit der tatsächlichen Schreibweise des

Straßennamens überein (Stichwort: Getrenntschreibung, Bindestrich).

Auf diesem Foto ist der schlechte Zustand der alten Schilder zu erkennen. Foto: pr.

Auf diesem Foto ist der schlechte Zustand der alten Schilder zu erkennen. Foto: pr.

Nach Auskunft des Bürgermeisters hat die Erneuerung der Straßennamenschilder sowie die einiger

Masten, die ebenfalls in einem schlechten Zustand waren, insgesamt knapp 2000 Euro gekostet.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Auebrücke

Die statische Prüfung fehlt noch

Neue Auebrücke lässt noch auf sich warten

AHNSEN. Aus Gründen des Hochwasserschutzes soll eine in Ahnsen vorhandene alte,

mit Kraftfahrzeugen befahrbare Auebrücke abgerissen und durch eine längere Geh-

/Radwegbrücke ersetzt werden. Der Landkreis Schaumburg als Träger dieser

Baumaßnahme hat für das Projekt einen Investitionsbetrag in Höhe von 300 000 Euro

eingeplant.

Die alte Auebrücke in Ahnsen soll einem Neubau weichen. Foto: wk

Die alte Auebrücke in Ahnsen soll einem Neubau weichen. Foto: wk

AHNSEN. Der schon vor Jahren angekündigte Brückenneubau, der die in der Straße „An der Aue“ über die

Bückeburger Aue führende alte Brücke ersetzen und den Hochwasserschutz in Ahnsen verbessern soll,

lässt noch länger auf sich warten. Wie Klaus Heimann, der Pressesprecher des Landkreises, auf Anfrage

dieser Zeitung mitteilt, ist nun ein Baubeginn im Frühjahr 2021 angestrebt. Zuletzt hatte die Verwaltung,

wenn auch unverbindlich, den Herbst dieses Jahres ins Auge gefasst.

Die neuerliche Verzögerung erklärt Heimann so: „Die Ausführungsplanung ist weitestgehend

abgeschlossen. Die für das Genehmigungsverfahren notwendige statische Prüfung der Brücke und deren

Gründung wird allerdings noch Zeit in Anspruch nehmen.“ Denn die einschlägigen Statik-Büros seien

derzeit total überlastet.

Zudem muss seinen Angaben nach noch das Beteiligungsverfahren für die vorgesehene wasserrechtliche

Plangenehmigung durchgeführt werden. Die öffentliche Ausschreibung des Bauvorhabens erfolge dann

nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens, „wenn das Baurecht vorliegt“.

Was die für den Abriss der alten Auebrücke und den Bau der neuen Brücke bereits in den Haushalt des

Landkreises Schaumburg eingestellten Kosten (300 000 Euro) betrifft, geht die Verwaltung laut Heimann

davon aus, dass dieser Gesamtbetrag weiterhin ausreicht, um das Projekt zu finanzieren.

Vorgesehen ist ihm zufolge weiterhin, die geplante Brücke wie folgt auszuführen: Diese soll als Aluminium-

Fachwerkbrücke konstruiert werden, rund 21,80 Meter lang und 2,5 Meter breit sein und einen Durchlass

mit einer lichten Weite von 18,30 Metern aufweisen. Damit sich bei Hochwasser kein Treibgut mehr vor der

Brücke verkeilt, was zu einem zusätzlichen Aufstauen des Wassers führen würde, soll das neue Bauwerk –

anders als die alte Auebrücke – ohne einen Mittelpfeiler auskommen. Außerdem soll die neue Brücke nur

noch als Geh- und Radwegbrücke fungieren, während die derzeit vorhandene Auebrücke auch von

Kraftfahrzeugen befahren werden kann.wk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Geschwindigkeitsdisplay

L 451 ist einer der neuralgischen Punkte

Ahnsen: Geschwindigkeitsdisplay soll Raser bremsen

AHNSEN. Die innerörtliche Raserei mancher Autofahrer ist schon länger ein Thema in der

Gemeinde Ahnsen. Daher möchte die Verwaltung ein mobiles Geschwindigkeitsdisplay an

den Durchgangsstraßen aufzustellen. Dadurch sollen die Fahrzeugführer zu einer

rücksichtsvolleren Fahrweise bewegt werden.

Auch an der Neumühlener Straße will Ahnsen ein Geschwindigkeitsdisplay aufstellen. Foto: wk

Auch an der Neumühlener Straße will Ahnsen ein Geschwindigkeitsdisplay aufstellen. Foto: wk

Autor: Michael Werk, Reporter

AHNSEN. Um Autofahrer, die sich nicht an die innerorts geltenden Tempolimits halten, zu einer

gemäßigteren Fahrweise anzuhalten, möchte die Gemeinde Ahnsen an ihren Durchgangsstraßen ein

mobiles Geschwindigkeitsdisplay aufstellen. Dabei handelt es sich um ein automatisch arbeitendes Gerät,

das die Geschwindigkeiten der vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge misst und diese – für den Fahrzeugführer

gut sichtbar – auf einer Anzeigetafel darstellt. Bestellt ist die Anlage bereits, aufgrund der langen Lieferzeit

wartet die Kommune aber noch auf die Auslieferung des Gerätes. Das berichtet Bürgermeister Niemann.

Ihm zufolge hatte vor Kurzem aber die Stadt Obernkirchen auf deren Gebiet (Röhrkasten) an der durch

Ahnsen führenden Obernkirchener Straße ein Geschwindigkeitsdisplay platziert. Sein persönlicher Eindruck

als Anwohner dieser Straße sei, dass die Kraftfahrzeuge dadurch um einiges langsamer gefahren seien,

berichtet er. Viele Autofahrer seien vom Gaspedal runtergegangen. Zumindest ist das der gefühlte

Eindruck, den er eigenen Worten nach von den wahrgenommenen Motorgeräuschen her abgeleitet hat. „Es

gibt aber auch einige Fahrer, die schert das nicht.“

Um genau zu wissen, wie schnell in jener Zeit auf der Obernkirchener Straße gefahren worden ist, will er

bei der Stadt Obernkirchen nachfragen, ob diese die mit dem mobilen Gerät ermittelten Messdaten an ihn

herausgibt.

Sobald die Gemeinde Ahnsen das von ihr bestellte, knapp 1800 Euro teure Geschwindigkeitsdisplay

erhalten hat, soll dies laut Niemann im ein- bis zweiwöchigen Wechsel an den neuralgischen Punkten des

Dorfes aufgestellt werden; so etwa auch am Ortseingang in der Bückeburger Straße, in der Neumühlener

Straße und an dem innerörtlichen Teilstück der gerade neu ausgebauten Landesstraße 451 (Vehler Straße /

Friedrich-Ebert-Straße).
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Mehr Sicherheit für Radfahrer

L 451: Nach der Sanierung fehlt nur noch der Lückenschluss im Radweg zur B 65

Mehr Sicherheit für Radfahrer

AHNSEN. Vor über 30 Jahren wurden bereits Klagen über den schlechten Zustand der

Landesstraße 451 in der Ortsdurchfahrt Ahnsen laut. Vor 20 Jahren begannen Planungen

zur Sanierung, die dann aber wieder auf Eis gelegt werden mussten. Vor zwei Jahren

starteten unter Vollsperrung die Bauarbeiten zur Sanierung der Holperstrecke. Seit Mai

sind wieder Autos auf der Friedrich-Ebert- und der Vehler Straße unterwegs, jetzt wurde

das Projekt mit der Bauabnahme offiziell abgeschlossen. Eine scheinbar unendliche

Geschichte endet damit doch noch glücklich.

Autor:Karsten Klaus, Redakteur

Markus Brockmann, Leiter der Geschäftsbereichs Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für

Straßenbau und Verkehr, gab anlässlich der offiziellen Übergabe der neuen Ortsdurchfahrt einen Überblick

über Ablauf und Finanzen. 2001 habe seine Behörde mit den Planungen begonnen. Dann habe das Land

Niedersachsen jedoch den Geldhahn zugedreht, das Projekt wurde sehr zu Leidwesen der Ahnsener auf

Eis gelegt. 2011 dann ein Silberstreif am Horizont: Erste Signale aus Hannover deuteten darauf hin, dass

wohl mittelfristig mit dem Bau begonnen werden könne. In Hameln wurden die Pläne aktualisiert sowie

neuen Erfordernissen angepasst, die Ausschreibung wurde vorbereitet. 2018 war es tatsächlich so weit:

Umleitungsstrecken wurden eingerichtet, Behelfsampeln aufgebaut. Am 20. August rückten Bauarbeiter der

Firma Schweerbau aus Stadthagen mit schwerem Gerät an.

Von nun an sei alles wie am Schnürchen gelaufen, berichteten Bürgermeister Harald Niemann und

Gemeindedirektor Bernd Schönemann. Es habe immer eine gute Abstimmung vor Ort gegeben, auch die

Anwohner hätten Lärm, Staub und Umwege tapfer ertragen. Sie seien von der Baufirma gut eingebunden

worden – und revanchierten sich mit mancher Grillwurst oder Getränkekiste bei den Arbeitern für deren

Engagement.

3,2 Millionen Euro wurden in Ahnsen „verbuddelt“, 2,2 Millionen übernahm davon das Land Niedersachsen.

Mit im Boot waren außerdem der Abwasserverband Auetal sowie der Gemeinde Ahnsen und die

Stadtwerke Schaumburg-Lippe. Das Land war für den Straßenbau zuständig. Ahnsen beteiligte sich an den

Kosten für Geh- und Radweg sowie den Regenwasserkanal. Die Erneuerung des Schmutzwasserkanales

war Sache des Abwasserverbandes Auetal, die Stadtwerke Schaumburg-Lippe ließen neue Gas- und

Trinkwasserleitungen verlegen. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten war so gut, dass dem einen oder

anderen die montäglichen Baubesprechungen möglicherweise sogar fehlen werden.

... und

Niemann hob insbesondere den großen Sicherheitsgewinn für Radfahrer und Fußgänger hervor. Doch noch

reicht der neue Rad-/Fußweg nur bis zur Einmündung zum Klinikum. Der Lückenschluss nach Vehlen und

zur B 65 soll aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. Die Planungen seien weit fortgeschritten, sagte

Brockmann. Bürgermeister Niemann betonte noch einmal die Notwenigkeit dieser Maßnahmen. Er weiß

aus eigener Erfahrung, dass es entlang der Ahnser Straße immer wieder zu gefährlichen Situation kommt –

besonders wenn Krankenwagen auf dem Weg zum Klinikum sind.

Flickstellen, Schlaglöcher und Risse in der Fahrbahn hatten vor der Sanierung das Bild der Straße geprägt

– und ihren Ruf als schlechteste Landesstraße der Region untermauert. Auf weiten Teilen fehlten Gossen,

Rad- und Fußweg. Nun gibt es eine neue glatt asphaltierte sechs Meter breite Fahrbahn. Auf westlicher

Seite wurde ein neuer Geh- und Radweg gebaut und rot gepflastert. Dieser ist 2,50 Meter breit. Auf der

anderen Straßenseite befindet sich ein Fußweg. Unter allem verlaufen zeitgemäße Ver- und

Entsorgungsleitungen.

Einige Anlieger berichten übrigens schon von einem positiven Nebeneffekt des Baus: Ihre Keller seien jetzt

trocken. Allerdings wird auch beobachtet, dass die neue Straße zu schnellem Fahren herausfordert. Hier

sollen Messungen und die Aufstellung eines Geschwindigkeits-Displays Abhilfe schaffen.

Ahnsen war übrigens nach Brockmanns Angaben die vorletzte Ortsdurchfahrt in der Region, die saniert

werden musste. Nun stehe nur noch Pohle auf der Agenda.

Straßeneinweihung

Flatterband durchschnitten: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Ahnsen ist abgeschlossen. Foto: KK

Flatterband durchschnitten: Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Ahnsen ist abgeschlossen. Foto: KK

„Alles hat super geklappt“

Sanierung der L 451 abgeschlossen

AHNSEN. Happy End einer schier unendlichen Geschichte: Donnerstagmittag erfolgte die

Bauabnahme der letzten Gewerke der Sanierung der Landesstraße 451, die Ahnsen mit

Vehlen verbindet. Auf den Tag genau zwei Jahre nach Baubeginn durchschnitten die

Verantwortlichen symbolisch ein Flatterband, um das offizielle Ende der Bauarbeiten zu

markieren.

Autor:Karsten Klaus, Redakteur

Doch das Projekt reicht viel länger als besagte zwei Jahre zurück. Schon seit Jahrzehnten hatte die L 451

den Ruf einer „Stoßdämpferteststrecke“ und einer der schlimmsten Straßen der Region. „Grottenschlecht“,

bestätigte selbst Markus Brockmann, Leiter der Geschäftsbereichs Hameln der Niedersächsischen

Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Er war nach Ahnsen gekommen, um gemeinsam mit

Bürgermeister Harald Niemann und Gemeindedirektor Bernd Schönemann das Werk in Augenschein zu

nehmen.

Zuvor hatten Vertreter seiner Behörde, der beteiligten Ingenieurbüros und der ausführenden Baufirma

Schweer die Straße bautechnisch abgenommen. Brockmann, Niemann und Schönemann zeigten sich sehr

zufrieden mit dem Ergebnis. „Alles hat super geklappt“, sagte Niemann und schloss ausdrücklich das gute

Zusammenwirken von Arbeitern und Anliegern ein – schließlich war die Ortsdurchfahrt fast zwei Jahre

gesperrt.

Ausführlicher Bericht folgt.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung


Schlesierweg

Dorfgemeinschaftshaus

Kreuzung

Haushalt

Sportplatz

Kreisverkehr in Ahnsen

Deshalb lässt der Kreisverkehr in Ahnsen auf sich warten

Obwohl die Landesstraße 451 in Ahnsen saniert wird, wird der seit Langem diskutierte Kreisverkehr vorerst nicht realisiert. Warum das so ist, erklärte Bürgermeister Harald Niemann.

Sollte die große Kreuzung im Ort durch einen Kreisverkehr ersetzt werden? Diese Frage beschäftigt die Gemeinde Ahnsen. Das Foto entstand vor Kurzem während der Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt. Quelle: Michael Werk

Ahnsen

Ein Leser dieser Zeitung hat sich in einem Leserbrief beklagt, dass im Zuge der laufenden Sanierung der durch Ahnsen führenden „Polter-Landesstraße 451“ nicht gleich auch der schon seit Langem diskutierte Kreisverkehr im Kreuzungsbereich Friedrich-Ebert-Straße/Neumühlener Straße/Theodor-Heuss-Straße/Krainhäger Straße gebaut wird. „Warum nicht jetzt, wo gerade Baumaßnahmen gemacht werden?“, fragte er. Die Redaktion hat diesbezüglich bei der Gemeinde Ahnsen nachgehakt.

Kreisel ist seit Jahren Thema in der Politik

Laut Bürgermeister Harald Niemann ist das Thema Kreisverkehr im August 2016 von der CDU-Ratsfraktion zur Diskussion gestellt worden, indem diese dazu eine Präsentation vorgestellt hatte. Daraufhin sei auf Beschluss des Gemeinderates ein Betrag in Höhe von rund 5000 Euro für entsprechende Planungskosten in den Haushalt eingestellt worden.

Mehr zum Thema:Kreiselbau steht noch in den Sternen

Würde der Kreisverkehrsplatz angelegt, müsste die Gemeinde dem Vortrag respektive den Recherchen der CDU-Ratsfraktion zufolge allerdings die gesamten Baukosten in Höhe von circa 300.000 Euro selbst tragen, „und zwar für einen Kreisverkehr auf einer Straßenkreuzung, die der Gemeinde Ahnsen nicht gehört“, betont Niemann. Das Land Niedersachsen beziehungsweise der Landkreis Schaumburg als Eigentümer der Straßen würden das Vorhaben zwar umsetzen, aber eben „auf unsere Kosten“.

Zuschüsse gibt es nur für Unfallschwerpunkte

Und eine Bezuschussung wäre, so Niemann, nach Aussage der Geschäftsstelle Hameln der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr lediglich möglich, wenn es sich bei der Kreuzung um einen Unfallschwerpunkt handeln oder deren Leistungsfähigkeit durch einen Kreisverkehr sichergestellt würde. Dabei würde sich der etwaige Zuschuss aber nur auf die anteiligen Kosten für einen dortigen Radweg beziehen.

Lesen Sie auch:L 451 - Baustelle bis Ende 2019

Dass diese Voraussetzungen in Ahnsen erfüllt wären, glaubt Niemann jedoch nicht. Seiner Meinung nach ist der Kreuzungsbereich, obwohl sich dort den Recherchen der CDU-Ratsfraktion zufolge in den Jahren 2012 bis 2015 insgesamt 13 Unfälle (davon vier mit Personenschäden) ereignet haben, jedenfalls „kein ausgewiesener Unfallschwerpunkt“.

Kann die Gemeinde die Investition alleine stemmen?

Gleichwohl sei es Konsens im Gemeinderat, dass ein Kreisverkehrsplatz wünschenswert sei, sagt Niemann. Die Frage sei, ob sich die Gemeinde diese Investition leisten könne, zumal man erst einmal abwarten müsse, wie hoch der zu tragende Gemeindeanteil an den Kosten für die Sanierung und den Ausbau der L451 tatsächlich ausfalle – auch vor dem Hintergrund, dass das Dach des Ahnser Dorfgemeinschaftshauses undicht sei und die Reparatur voraussichtlich mit rund 50000 Euro zu Buche schlagen werde. Insofern sei es eine politische Entscheidung, „wo die Prioritäten gesetzt werden“, so Niemann.

Unabhängig davon könne man den Kreisverkehrsplatz, den sich die CDU-Ratsfraktion intensiver wünsche als die SPD-Ratsfraktion, nicht von heute auf morgen realisieren. Vielmehr gehe solch einem Vorhaben ein mindestens zweijähriges Planungsverfahren und eine sich daran anschließende Ausschreibung voraus.

Pavlista: Gemeinde ist bei Planung nicht mit ins Boot geholt worden

Je nach Ausführung wäre der Bau eines Kreisverkehrs laut Robert Pavlista, dem 2. stellvertretenden Bürgermeister (CDU), auch schon zu einem Preis ab 120.000 Euro möglich. Dabei bezieht er sich eigenen Angaben nach auf eine Aussage der Geschäftsstelle Hameln der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Gewünscht hätte er sich, dass dieses Vorhaben im Rahmen der jetzigen Straßensanierung in Angriff genommen worden wäre. Doch leider sei die Gemeinde von der Behörde diesbezüglich nicht mit ins Boot geholt worden, bedauert er. Stattdessen werde die Kreuzung lediglich saniert – und danach habe man eine Kreuzung wie gehabt.

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Hinzu kommt Pavlista zufolge, dass es sich bei der Friedrich-Ebert-Straße und der Neumühlener Straße um eine „Rennstrecke“ handelt, die durch einen Kreisverkehr hätte beruhigt werden können. Nach Abschluss der Sanierungs- und Ausbauarbeiten und ohne den Kreisverkehr dürfte dieses Raser-Problem seiner Einschätzung nach eher noch größer werden.

Die CDU-Ratsfraktion halte an der Forderung, in dem Kreuzungsbereich einen Kreisverkehrsplatz anzulegen, weiterhin fest, sagt Pavlista. Wobei man die Gemeinde mit solch einem Projekt aber auch nicht finanziell überfordern wolle.

Kreuzungsbereich ist kurzerhand in Sanierung mit aufgenommen worden

Die Fahrbahnerneuerung im Bereich der Kreuzung war nach Informationen von Gemeindedirektor Bernd Schönemann ursprünglich gar kein Bestandteil der in Ahnsen laufenden Straßensanierungs- und -ausbaumaßnahme. Doch habe die Landesbehörde bei einer Besichtigung Risse im Asphaltbelag festgestellt und kurzerhand entschieden, die Deckschicht mit zu erneuern.

Das schließe jedoch überhaupt nicht aus, dort später einmal einen Kreisverkehrsplatz zu bauen, „wenn denn die Mehrheit des Rates das will“, erklärt er. Ob Geld dafür vorhanden ist, wisse man indes erst, nachdem die laufende Straßenbaumaßnahme abgerechnet worden sei.

Zu tragen hat die Gemeinde davon laut Schönemann die Kosten für den neuen Geh- und Radweg sowie für die Erneuerung des Regenwasserkanals. von Michael Werk

L451

Fertigstellung der Landesstraße 451 in Ahnsen verzögert sich

Die bereits seit Sommer 2018 laufenden Bauarbeiten an der durch Ahnsen führenden Landesstraße 451 werden sich länger hinziehen als geplant. Unter anderem muss noch der alte, mit Schadstoffen belastete Asphalt entsorgt werden. 

Endspurt: Vor wenigen Tagen hat der Bautrupp mit der Sanierung respektive dem Vollausbau des letzten Bauabschnitts begonnen.  Quelle: Michael Werk

Endspurt: Vor wenigen Tagen hat der Bautrupp mit der Sanierung respektive dem Vollausbau des letzten Bauabschnitts begonnen. Quelle: Michael Werk

Ahnsen

Anvisiert war, die rund 3,2 Millionen Euro teure Sanierungs- und Ausbaumaßnahme bis Ende dieses Jahres fertigzustellen.  Nach derzeitiger Lage wird das Projekt voraussichtlich aber erst im Februar oder März 2020 abgeschlossen. Das teilt Mario Wege, Bauleiter des ausführenden Unternehmens Schweerbau aus Stadthagen, auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Grund dafür, dass der ursprüngliche Termin nicht eingehalten werden kann, sind Wege zufolge verschiedene, in den vergangenen Monaten aufgetretene Unwägbarkeiten. So ist beispielsweise ein vor Kurzem zu erneuernder, alter Regenwasserkanal zur Überraschung des Bautrupps komplett in Beton eingeschalt gewesen, was den Austausch dementsprechend erschwert hat: „Das hat uns eine ganze Woche im Zeitplan nach hinten geworfen“, verdeutlicht Wege. Im Nachhinein habe man erfahren, dass der Regenwasserkanal einbetoniert wurde, da die Ahnser Ortsdurchfahrt früher als „Panzerstraße“ genutzt worden sei.

Ungefähr auf Höhe der kleinen Scheune soll nach Auskunft von Mario Wege (Schweerbau) eine Querungshilfe für Fußgänger in die Straße eingebaut werden.

Ungefähr auf Höhe der kleinen Scheune soll nach Auskunft von Mario Wege (Schweerbau) eine Querungshilfe für Fußgänger in die Straße eingebaut werden.

Diese und andere unerwartete Unwägbarkeiten haben zwar jeweils nur zu vergleichsweise kurzen Verzögerungen im Bauablauf geführt, in Summe aber kann der in Angriff genommene letzte der insgesamt drei Bauabschnitte deswegen nicht mehr vor dem Winter asphaltiert werden. Konkret geht es um das noch fertigzustellende Teilstück der Vehler Straße; dieses reicht etwa von der innerörtlichen Einmündung der Schulstraße bis zu dem zwischen Ahnsen und Vehlen gelegenen Knotenpunkt, an dem die neue Kreisstraße 73 in die Landesstraße 451 mündet.

Mehr zum Thema: Sanierungsarbeiten des maroden Teilstückes der Landesstraße 451 kommen gut voran 

Hinsichtlich der Asphaltierungsarbeiten spielen laut Wege genau genommen gleich zwei Probleme eine Rolle: Demnach kann der noch auszubauende, alte Straßenbelag erst am 25. November zu einem bestimmten Entsorgungsunternehmen transportiert werden, da Schweerbau keinen früheren Abfuhrtermin von jener Sondermülldeponie erhalten hat. Den alten Asphalt stattdessen einfach zu einem anderen Betrieb, beispielsweise zu einem Recyclingunternehmen, zu transportieren, ist indes nicht möglich, da das teerhaltige Material mit sogenannten PAK (polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen) belastet ist.

Der neue Geh-/Radweg (links im Bild) ist vorbereitet, muss nur noch betoniert werden.

Ein Gutachter hatte die Schadstoffbelastung zu Beginn der Bauarbeiten festgestellt. Die Folge: Auch die Tragschicht und ein Teil des darunterliegenden Bodens müssen entsorgt werden.
Das andere Problem ist nach Auskunft Weges, dass nur asphaltiert werden kann, wenn auch das Wetter dies zulässt. Das bedeutet: Es dürfe beim Aufbringen des Straßenbelags kein Frost herrschen, weil der warm angelieferte Asphalt sonst zu schnell abkühlen und der neue Fahrbahnbelag brüchig werden würde.

Da Asphaltierungsarbeiten zudem einen längeren organisatorischen Vorlauf erfordern, im Voraus aber eben nicht eingeschätzt werden kann, ob es an dem dafür ausgewählten Termin tatsächlich frostfrei sein wird, hat das Unternehmen Schweerbau die Asphaltierung auf Februar oder März kommenden Jahres verschoben. Ergänzend merkt Wege hierzu an, dass der heutzutage verwendete Asphalt übrigens nicht teerhaltig sei.

von Michael Werk

Sägewerk Möller

Altes Sägewerk in Ahnsen: Entstehen hier Ein- und Mehrfamilienhäuser?

Das alte Sägewerk in Ahnsen gilt als Schandfleck im Dorf. Doch jetzt soll sich etwas tun: Ein Investor soll Ein- und Mehrfamilienhäuser auf dem Gelände errichten wollen. 

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes sollen neue Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Quelle: wk

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerkes sollen neue Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Quelle: wk

Ahnsen

Ein Aushängeschild für das Dorf Ahnsen ist das an der Schulstraße gelegene ehemalige Sägewerk nicht. Ganz im Gegenteil: Die heruntergekommenen Gebäude und das ungepflegte Gelände sehen mittlerweile geradezu trostlos aus – ein Schandfleck im Dorf. Doch scheint es nun eine vielversprechende Entwicklungsperspektive für das rund 1,6 Hektar große Areal zu geben.

Denn nach Information der Gemeinde gibt es einen Investor, der auf dem Gelände mehrere Ein- und auch Mehrfamilienhäuser für den sozialen Wohnungsbau errichten möchte. Entstehen sollen insgesamt circa zwanzig Wohneinheiten. Zuvor müssen laut der Verwaltung freilich erst die vorhandenen Altgebäude, ein dort noch stehender hoher Schornstein und eine Krananlage abgerissen sowie die Fundamente und die auf dem Gelände angelegten Verkehrswege zurückgebaut werden. Zudem muss all dies entsorgt werden.

Beteiligt sich die Gemeinde?

Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates war zu entscheiden, ob sich die Gemeinde an den Abrisskosten beteiligen sollte, um die Entwicklung des Sägewerk-Geländes zu unterstützen. Laut Beschlussvorlage ist für den Abriss der Gebäude und Anlagen gegebenenfalls ein finanzieller Zuschuss in Höhe von bis zu 50000 Euro aus dem sogenannten Leader-Förderprogramm der EU möglich. Voraussetzung sei, „dass sich die Gemeinde mit einer öffentlichen Kofinanzierung von 6250 Euro beteiligt“. Die Gesamtbruttokosten für die Maßnahme bezifferte die Verwaltung auf 291550 Euro. Seitens der Gemeinde wurde daher vorgeschlagen, die Kofinanzierung für den Abriss sicherzustellen und sich zu 50 Prozent (höchstens 10000 Euro) an den entstehenden Planungskosten für das Baugebiet zu beteiligen.

„Ich sehe das als große Chance für Ahnsen, wenn diese Industriebrache verschwindet“, sagte Gemeindedirektor Bernd Schönemann. Die Zufahrt zu dem neuen Wohngebiet sollte dann über den Schlesierweg erfolgen, nicht jedoch über die Schulstraße. An möglichen Vorteilen für die Gemeinde nannte er ferner die infolge des Wohnungsbaus steigende Einwohnerzahl sowie dadurch bedingte Steuermehreinnahmen hinsichtlich des Gemeindeanteils an den Einkommensteuern.

Abriss mit Risiken verbunden

Der Abriss der Gebäude und Anlagen sei die Voraussetzung für den Neubau, betonte Schönemann. Ihm zufolge sei das Ganze allerdings auch mit Risiken verbunden, da das Gelände beispielsweise mit Öl belastet sein könnte. Denn früher soll dort mal eine kleine Tankstelle gestanden haben.

Auf Anfrage dieser Zeitung berichtete Schönemann später, dass das Sägewerk-Gelände im Eigentum zweier Brüder, Hans und Fritz Möller, stehe; diese hätten eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet.

Kein persönlicher Kontakt zu Möller

Weniger begeistert zeigte sich bei der Ratssitzung Wolfgang Faulhaber, Ahnsens stellvertretender Bürgermeister: Er sei „nicht uneingeschränkt dafür“, dass sich die Gemeinde finanziell beteilige, erklärte der Sozialdemokrat. Seine Haltung begründete er damit, dass „Herr Möller“ mit dessen Bruder eine GbR gegründet habe, sich bislang nicht beim Gemeinderat habe sehen lassen, wohl aber jetzt das Geld haben wolle. „Da hätte ich schon erwartet, dass sich Herr Möller hier mal blicken lässt und seine Planungen vorstellt“, verdeutlichte Faulhaber.

Hierauf erwiderte Schönemann, dass Herr Möller dies durchaus vorgeschlagen habe. Doch habe er Möller gesagt, dies sei nicht notwendig, er könne selbst über die Pläne informieren. Kritisch äußerte sich zudem Volker Wiehe (SPD-Ratsfraktion): Er habe „nicht so ein gutes Gefühl“. Denn das Geld fließe an eine Person, der man damit „auf die Füße“ helfe, obwohl das Ganze deren Problem sei.

Chance für Ahnsen

„Es ist ja auch die Aufgabe unserer Ratsarbeit, die Gemeinde nach vorne zu bringen“, wandte Robert Pavlista ein, der in eben dieser Ratssitzung neu ins Amt gewählte zweite Bürgermeister. Mit dem ehemaligen Sägewerk habe man „mitten im Ortskern eine Industrieruine“, die nicht besser werde. Und rund 300000 Euro für den Abriss seien von einer Privatperson schwer zu stemmen. Zudem glaube er nicht, dass Möller mit diesem Vorhaben einen großen Reibach mache.

Für das Dorf Ahnsen sei dies eine Chance, pflichtete Dieter Gutzeit (CDU) bei, und schob hinterher: „Sind Bauchschmerzen nun wichtiger als das Fortkommen der Gemeinde, eine Ruine wegzubekommen?“ „Es ist eine Chance, unser Dorf weiterzuentwickeln“, bekräftigte Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann. Dabei müsse Möller hinsichtlich der Abrisskosten gut 250000 Euro selber aufbringen, auch trage Möller das Risiko. Die Gemeinde indes würde im schlimmsten Falle lediglich rund 16000 Euro zahlen.

Gemeinde beteiligt sich

„So was kann man sich eigentlich nicht entgehen lassen“, warb Schönemann. Und die Frage sei doch: Wolle man Möller ermöglichen, über das Leader-Förderprogramm 50000 Euro für den Abriss zu erhalten?

Bei der Abstimmung votierte der Gemeinderat mit sechs Ja- bei zwei Nein-Stimmen (Faulhaber und Wiebe) dafür, dass sich die Gemeinde mit einem Betrag in Höhe von 6250 Euro an dem Leader-Projekt „Abriss des ehemaligen Sägewerks in Ahnsen“ sowie mit 50 Prozent (höchstens 10000 Euro) an den Planungskosten für das dann folgende Baugebiet beteiligt. von Michael Werk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Piel Pavlista

Rat Ahnsen: Piel und Pavlista folgen auf Struckmeier

Im Rat der Gemeinde Ahnsen hat es personelle Veränderungen gegeben. Anlass dafür ist der Rücktritt des SPD-Ratsherrn Frank Struckmeier gewesen.

Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (rechts) gratuliert Rüdiger Piel zu dessen Einzug in den Gemeinderat. Derweil ist Robert Pavlista (kleines Bild) zum neuen zweiten Vizebürgermeister gewählt worden. Fotos: wk

Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (rechts) gratuliert Rüdiger Piel zu dessen Einzug in den Gemeinderat. Derweil ist Robert Pavlista (kleines Bild) zum neuen zweiten Vizebürgermeister gewählt worden. Fotos: wk

Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann (rechts) gratuliert Rüdiger Piel zu dessen Einzug in den Gemeinderat. Derweil ist Robert Pavlista (kleines Bild) zum neuen zweiten Vizebürgermeister gewählt worden. Fotos: wk

Ahnsen

Nachdem der bisherige SPD-Ratsherr Struckmeier sein Mandat im Ahnser Gemeinderat vor einigen Wochen überraschend niedergelegt hat, ist nun der Sozialdemokrat Rüdiger Piel in das Gremium nachgerückt. Die nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz erforderliche Feststellung des Sitzerwerbes erfolgte einstimmig. Im Vorfeld hatte Piel der Gemeinde bereits schriftlich bestätigt, dass er das Ratsmandat annehme.

Ein Neuling in der Lokalpolitik ist Piel allerdings nicht. Vielmehr hat er dem Rat der Gemeinde Ahnsen schon von November 2001 bis Oktober 2006 sowie von November 2011 bis Oktober 2016 angehört.

Vorsitz für Bau- und Umweltausschuss weiter unbesetzt

Bei der jetzigen Ratssitzung sollte laut Tagesordnung ferner ein neuer Vorsitzender für den Bau- und Umweltausschuss benannt werden. Denn dieses Amt hatte zuletzt Struckmeier bekleidet, der zudem zweiter stellvertretender Bürgermeister war. Auf – nicht näher begründeten – Antrag von Wolfgang Faulhaber, dem Vorsitzenden der SPD-Ratsfraktion, ist dieser Tagesordnungspunkt jedoch auf die nächste Ratssitzung verschoben worden.

Derzeit ist der Bau- und Umweltausschuss ausschließlich mit Mitgliedern der SPD-Ratsfraktion besetzt, da sich die CDU-Ratsfraktion seit der konstituierenden Ratssitzung vom 24. November 2016 einer Mitarbeit in diesem Ausschuss verweigert. Denn damals hatten die Christdemokraten gefordert, dass auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet werden solle und stattdessen gemeinsame Fraktionssitzungen abzuhalten seien – worauf die Sozialdemokraten aber nicht eingegangen waren.

Pavlista folgt auf Struckmeier

Gewählt werden musste bei der jetzigen Sitzung zudem ein neuer zweiter Vizebürgermeister. Als Kandidaten für dieses Ehrenamt schlug Faulhaber im Namen der SPD-Fraktion den Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Robert Pavlista, vor. Ein Vorschlag, der – so der Christdemokrat Dieter Gutzeit – auch im Sinne der CDU-Fraktion war. Die Abstimmung fiel daher erwartungsgemäß einstimmig zugunsten von Pavlista aus.

„Ich nehme das Amt mit einem lachenden und einem weinenden Auge an“, erklärte Pavlista. Das „weinende Auge“ erklärte er mit dem Ausscheiden Struckmeiers aus dem Gemeinderat. von Michael Werk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Frank Struckmeier

Frank Struckmeier (SPD) schmeißt hin

Knalleffekt bei der Sitzung des Ahnser Gemeinderates: Ohne vorherige Ankündigung hat Frank Struckmeier (SPD) seinen Verzicht auf das von ihm seit November 2016 ausgeübte Ratsmandat erklärt.

hnsen

Statt diese Entscheidung jedoch persönlich (sprich: verbal) zu verkünden und gegebenenfalls auch zu erläutern, übergab er lediglich eine schriftliche Mitteilung, um gleich danach auf einem der für interessierte Bürger bereitgestellten Besucherstühle Platz zu nehmen.

Daraufhin nahm Gemeindedirektor Bernd Schönemann das Schriftstück in Augenschein und verlas dann Struckmeiers knappe Mitteilung, laut der dieser das Ratsmandat per sofort niederlege. Schönemann merkte hierzu lediglich an, dass Struckmeiers Mitgliedschaft in dem Gemeinderat damit allerdings noch nicht ende (denn dafür bedarf es formal noch einer entsprechenden Feststellung seitens des Rates; Anm. d. Red.).

Auf Nachfrage dieser Zeitung sagte Struckmeier später, dass sein Entschluss im Laufe des vergangenen halben Jahres gereift sei. Die Gründe, die zu seiner Entscheidung geführt haben, seien aber nichts für die Öffentlichkeit. Dafür aber brachte er ein Zitat, das ihm zufolge von dem US-amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King stammen soll: „Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt!“ Zudem bezeichnete er seine Arbeit im Ahnser Gemeinderat als einen „Kampf gegen Windmühlen“.

In der nächsten Sitzung auf der Tagesordnung

„Es kam für mich völlig überraschend“, kommentiert Schönemann im Nachgang zu der Ratssitzung den Mandatsverzicht Struckmeiers. Warum sich dieser so entschieden habe, darüber wolle er nicht spekulieren, so der Gemeindedirektor. Das seien alles nur Vermutungen.

Sicher sei laut Schönemann indes, dass das Thema bei der nächsten Ratssitzung auf die Tagesordnung komme. Dann nämlich müsse der Rat den Amtsverzicht feststellen und die Nachfolge regeln. Nachrücker sei demnach Rüdiger Piel, wenn dieser das Amt denn annehmen wolle.

Überrascht von Struckmeiers Rücktritt zeigt sich auch Ahnsens Bürgermeister Harald Niemann: „Die Gründe sind mir nicht bekannt“, teilt er mit. Jedenfalls sei ihm „nichts Offenkundiges“ in Erinnerung, was die Mandatsniederlegung begründen könnte. Und dass man in der Politik nicht immer einer Meinung sei, das sei doch Bestandteil eines jeden Beratungs- und Entscheidungsprozesses.

„Fachlich ist das sicherlich ein Verlust“, meint Robert Pavlista, der Sprecher der CDU-Ratsfraktion. Struckmeier habe sich nämlich immer sehr in die jeweiligen Themen reingehängt. Gleichwohl sei dessen „persönliche Art schon sehr fordernd“ gewesen. Denn wenn Struckmeier eine Meinung hatte, sei es „fast unmöglich“ gewesen, ihn von einer anderen Meinung zu überzeugen. Wobei Struckmeier auch in der SPD-Fraktion „seine eigene Linie gefahren“ habe. wk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Spielplatz

Der durch den Abbau der alten Kletterburg frei gewordene Bereich (hinten im Bild)
auf dem Spielplatz soll mit einer neuen Spielekombination bebaut werden. Foto: wk

Neue Kletterburg auf Ahnser Spielplatz wird 23 600 Euro kosten

AHNSEN. Der Rat der Gemeinde Ahnsen hat die Anschaffung einer neuen, großen Spielekombination für den am Sportplatz gelegenen Spielplatz beschlossen. Noch in den Sommerferien könnte diese aufgebaut werden.

AHNSEN. Die Entscheidung ist gefallen: Als Ersatz für die auf dem Ahnser Spielplatz wegen baulicher Mängel abgebaute hölzerne Kletterburg schafft die Gemeinde eine inklusive Montage rund 23 600 Euro teure „Spielekombination Schmittingen“ an. Das hat der Gemeinderat in seiner jetzigen Sitzung einstimmig beschlossen.

Bei der von dem Unternehmen Westfalia Spielgeräte vertriebenen „Spielekombination Schmittingen“ handelt es sich um eine im Wesentlichen aus Recycling-Kunststoff hergestellte Kletterburg. Diese wartet der Beschreibung nach unter anderem mit zwei Türmen mit Walmdach, einem Kletternetz, einem Balancierbalken, einer Hängebrücke, einer Rutsche und einer Freikletterwand mit Kunststoffgriffen auf.

Von der Verwaltung war mit Blick auf den für den Kauf eines Spielgerätes bereits in den Gemeindehaushalt eingestellten Betrag (20 000 Euro) allerdings eine etwas einfachere und somit günstigere Variante vorgeschlagen worden – eine Alternative, die circa 20 800 Euro kosten würde und die man bei Bedarf ja im nächsten Jahr gegebenenfalls noch um ein Zusatzmodul erweitern könnte.

Die CDU-Ratsfraktion indes plädierte dafür, gleich die größere Lösung zu wählen: Die Spielekombination „Schmittingen“ sehe wie eine kleine Burg aus, und es sei alles dran, was es zum Spielen braucht, erklärte das Ratsmitglied Markus Dreier (CDU). Zudem wies er darauf hin, dass die Gemeinde die für dieses Modell anfallenden Mehrkosten aus den der Kommune zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln bezahlen könne.

Robert Pavlista, Sprecher der CDU-Ratsfraktion, warf als zusätzliches Argument ein, dass die Spielekombination „Schmittingen“ für eine größere Bandbreite an Altersgruppen der Kinder interessant sei. Insofern würde man mit diesem Modell viele Kinder und Eltern glücklich machen.

Nach Information der Gemeinde beträgt die Lieferzeit für solch ein Spielgerät sechs bis acht Wochen. Noch in den Sommerferien könnte dies demnach aufgestellt werden. In den Beschluss des Rates war denn auch mit aufgenommen worden, dass die Umsetzung dieses Vorhabens unverzüglich erfolgen soll.

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Umwelttag 2019

Vor allem in der Feldmark gibt’s viel zu tun

Die Hoffnung des Bürgermeisters Harald Niemann, nur sehr wenig Müll in der Landschaft zu finden, hat sich nicht so recht erfüllt. Denn nach der Sammelaktion war immerhin die Ladefläche eines Transporters des Bauhofes gut mit allerlei größerem Unrat und vielen blauen Säcken mit dem Kleinkram gefüllt.

Ausgerüstet mit blauen Säcken und mit „Greifern“ machen sich die Teilnehmer beim Umwelttag der Gemeinde Ahnsen zusammen mit Bürgermeister Harald Niemann auf den Weg, um im Dorf und in der freien Natur den achtlos weggeworfenen Müll zu sammeln.

Dennoch ist die Gemeinde zufrieden, denn das Müllaufkommen ist zwar immer noch reichlich, aber in den vergangenen Jahren kontinuierlich weniger geworden. Spekulationen, nach denen in ein paar Jahren überhaupt keine Sammelaktion mehr stattfinden müsste, dürften sich allerdings nicht realisieren lassen, denn auch in Zukunft werden unliebsame Zeitgenossen ihren Dreck weiterhin in der Landschaft entsorgen. Jetzt wurden sogar ein Videorekorder und ein großer Wohnzimmerteppich gefunden.

Die Gemeinde ist nach Meinung der Offiziellen zweigeteilt. Im Innenbereich ist es, wie auch jetzt wieder beim Umwelttag festgestellt wurde, sehr sauber. In der Feldmark, im Harrl und vor allem an den Durchgangsstraßen gibt es immer noch viel zu tun. So beklagen die Ahnser den Verpackungsmüll einer nahen Fast-Food-Kette, der immer wieder vor allem an Kreis- und Landesstraße, die beide das Dorf „durchschneiden“, in Mengen aufgesammelt werden muss.

"Ist es sauber, bleibt es sauber"

Und in der Gemeinde gibt es immer wieder neuralgische Punkte, die den Umweltakteuren Sorge bereiteten beziehungsweise bereiten. In der Feldmark musste viel Müll gesammelt werden, als das neue Klinikum noch Baustelle war. Das hat sich mittlerweile erledigt, aber dafür fehlt an der Akazienallee die Schranke, sodass Autos ungehindert bis in den Harrl fahren können. Sogenannte Müllfrevler nutzen derartigen Möglichkeiten sehr gern, um im Schutz der Bäume ihren Unrat zu entsorgen. Und liegt in der Natur erst einmal ein kleiner Haufen, entwickelt er sich schnellstens zu einem Müllberg. Die Erfahrung der Müllsammler: „Ist es irgendwo sauber, bleibt es auch weiterhin sauber.“

Der Umwelttag, der auf Initiative der CDU-Ratsfraktion das erste Mal im Jahr 2016 stattfand, aber mittlerweile von der Gemeinde ausgerichtet wird, war wieder bestens vorbereitet worden. Vor allem Dieter Gutzeit hatte ein Großteil der Organisation übernommen. Auf handlichen Straßenkarten war vermerkt, wo welche Arbeitsgruppe zu säubern hatte. Ferner hatte Gutzeit genügend blaue Müllsäcke und auch Greifer besorgt, mit denen die Aktiven kleineren Müll aufsammeln konnten, ohne sich immer wieder bücken zu müssen.

Nach der Arbeit das Vergnügen: Als die Teilnehmer des Umwelttages ihre Sammelaktion beendet hatten, trafen sie sich wieder am Sportplatz, um gemeinsam zu grillen und etwas zu trinken. Natürlich wurde hier noch einmal ein Fazit gezogen. Und die Saubermänner und -frauen erinnerten sich dabei an den Umwelttag 2018, als in der freien Natur fast ein komplettes Auto, allerdings fein zerlegt in seine Einzelteile, gefunden worden war. Dagegen sind die jetzigen Funde wie Teppich, Rekorder, Zinkwanne, Wasserhahn und -leitungen sowie Verpackungsmüll und diverse Plastik- und Glasflaschen nur Peanuts.

Von Cord-Heinrich Möhle

Ratssitzung 28.03.2019

Keine Schulden Pro-Kopf-Verschuldung in Ahnsen: null Euro

Gleich aus mehreren Gründen ist die Gemeinde Ahnsen nach Darlegung von Gemeindedirektor Bernd Schönemann „ganz gut aufgestellt“. Ahnsen ist in der glücklichen Situation, keinerlei Schulden zu haben.

Einstimmig hat der Ahnser Gemeinderat den von der Verwaltung für das Jahr 2019 ausgearbeiteten Haushaltsplan der Gemeinde beschlossen.  Quelle: wk

Einstimmig hat der Ahnser Gemeinderat den von der Verwaltung für das Jahr 2019 ausgearbeiteten Haushaltsplan der Gemeinde beschlossen. Quelle: wk

Zum einen wartet der für dieses Jahr vorgestellte Ergebnishaushalt unterm Strich mit einem kleinen Plus in Höhe von 1900 Euro auf. Dieser Überschuss ergibt sich aus der Differenz zwischen den erwarteten Erträgen (794700 Euro) und den geschätzten Aufwendungen (792800 Euro). Außerdem verfügt die Gemeinde Schönemann zufolge über liquide Mittel in Höhe von rund 550.000 Euro sowie über eine finanzielle Beteiligung (Wert: 109600 Euro) an der Kreiswohnbau GmbH. Und schließlich ist Ahnsen in der glücklichen Situation, keinerlei Schulden zu haben. Das, so der Gemeindedirektor, entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung der Einwohner von null Euro.

Hinsichtlich der kalkulierten Steuern und Umlagen berichtete Schönemann, dass die Verwaltung die jeweiligen Haushaltsansätze „eher vorsichtig geplant“ habe. So rechnet die Gemeinde mit Steuereinnahmen in einer Größenordnung von 745000 Euro, die sich dergestalt aufgliedern: 4800 Euro Grundsteuer A, 99.200 Euro Grundsteuer B, 134.700 Euro Gewerbesteuer, 3300 Euro Hundesteuer, 460.000 Euro Anteil an der Einkommensteuer und 43000 Euro Anteil an der Umsatzsteuer.

Demgegenüber stehen folgende anhand der Steuerkraft der Gemeinde berechnete und von dieser zu zahlende Transferleistungen: 237000 Euro Samtgemeindeumlage, 342900 Euro Kreis- und 24.500 Euro Gewerbesteuerumlage.

20.000 Euro für Anschaffung neuer Spielgeräte

Für Investitionen (Finanzhaushalt) sind insgesamt 27.200 Euro eingeplant: 20.000 Euro für die Anschaffung neuer Spielgeräte für den am Sportplatz gelegenen Kinderspielplatz, 3000 Euro an Ingenieurkosten zum Zwecke der Konzeption einer neuen Heizungsanlage für das Dorfgemeinschaftshaus und 4200 Euro für die Erweiterung der Gosse in der Straße An der Aue.

Über die derzeit laufende Sanierung der Vehler Straße/ Friedrich-Ebert-Straße (Landesstraße 451) und deren Auswirkung auf die Haushaltsplanung der Gemeinde Ahnsen informierte Schönemann ebenfalls: „Im Haushaltsjahr 2018 wurde mit der Sanierung der L451 begonnen. Dafür waren 479.500 Euro an Baukosten für den Regenwasserkanal und 205000 Euro für den Anteil der Gemeinde an den Baukosten des Radwegs eingeplant“, berichtete er. Davon seien 2018 aber nur 150.900 Euro an Regenwasserkanal-Baukosten bezahlt worden, sodass man 328600 Euro als Haushaltsrest in das jetzige Haushaltsjahr habe übertragen können.

Von dem für 2018 eingeplanten Zuschuss des Landes Niedersachsen (62.000 Euro) waren laut Schönemann seinerzeit 50.000 Euro eingegangen. Den somit noch ausstehenden Zuschussbetrag (12.000 Euro) hat die Verwaltung in das Haushaltsjahr 2019 übernommen. In voller Höhe sind dagegen die ebenfalls schon 2018 eingeplanten Erschließungsgebühren (239.800 Euro) in die diesjährige Haushaltsplanung übertragen worden. wk

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Bürgerinfo 2019

Seniorenweihnachtsfeier 2018

Schnatgang 15.09.2018

Ausbauplan L451

Ausbau L451

L 451-Sanierung beginnt

Am 13. August geht es los

AHNSEN. In einer „unendlichen Geschichte“ zeichnet sich tatsächlich ein Schluss ab – der Ausbau der Ortsdurchfahrt Ahnsen beginnt. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – Geschäftsbereich Hameln – teilt schwarz auf weiß mit: Baubeginn ist am 13. August, also in knapp zwei Wochen. Doch bis zum Happy End müssen sich die Ahnsener noch knapp eineinhalb Jahre gedulden. Ende 2019 soll das komplexe Straßen- und Kanalbauprojekt fertig sein.

veröffentlicht am 03.08.2018

Die Vehler Straße und die Friedrich-Ebert-Straße in Ahnsen im Zuge der L 451 sind in einem maroden Zustand – und das nicht erst seit gestern. Seit über 25 Jahren heißt es, dass dieser Abschnitt der Landesstraße saniert werden muss. Immer wieder wurden Gemeinderat und Anwohner vertröstet: Mal fehlte das Geld, dann wurden andere Prioritäten gesetzt, es gab Abstimmungsprobleme zwischen den zahlreichen Beteiligten und zuletzt Verzögerungen bei der Planung und der Vergabe der Aufträge. 2016 hatte Behördenleiter Markus Brockmann die Ortsdurchfahrt gegenüber unserer Zeitung als „allerschlechteste Landesstraße, die wir in den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden haben“ bezeichnet und die baldige Sanierung angekündigt. Flickstellen, Schlaglöcher und Risse in der Fahrbahn prägen das Bild. Ganz zu schweigen davon, dass der Straßenquerschnitt alles andere als zeitgemäß ist: In weiten Teilen fehlen Gossen, Rad- und Fußweg. Durch das ständig zunehmende Verkehrsaufkommen stieg deshalb auch die Gefährdung für Radfahrer und Fußgänger – Tempo 30 wurde angeordnet.

Jetzt heißt es in einer Pressemitteilung der Landesbehörde für Straßenbau: „Anwohner und Verkehrsteilnehmer müssen sich ab dem 13. August auf Behinderungen in Ahnsen einstellen. Grund sind Bauarbeiten für den Ausbau der Landesstraße 451 im Bereich der Gemeinde.“ Und die Behörde nennt weitere Details: Die L 451 werde innerhalb der Ortsdurchfahrt komplett ausgebaut und erhalte Geh- und Radwege.

Feinabstimmung erforderlich

Neben den Straßenbauarbeiten werden gleichzeitig Kanäle und Leitungen erneuert. Das macht eine aufwendige Feinabstimmung zwischen verschiedenen Trägern notwendig: Mit im Boot sind neben der Landesbehörde für Straßenbau auch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe, der Abwasserverband Auetal sowie Gemeinde und Samtgemeinde. Schmutz- und Regenwasserkanalisation werden erneuert, außerdem werden neue Gas- und Wasserleitungen verlegt.

Wegen der Komplexität der Arbeiten erfolgt der Ausbau in drei Bauabschnitten. Laut Landesbehörde für Straßenbau liegt der erste Abschnitt zwischen der Einmündung Schulstraße/In der Flöte und der Einmündung Bahnhofstraße. Für Anlieger sowie den Zulieferverkehr seien Behinderungen nicht zu vermeiden: Aufgrund der beengten Verhältnisse werde in der Ortslage nämlich unter Vollsperrung gebaut. Es sei nur ein eingeschränkter Anliegerverkehr möglich. Eine örtliche Umleitung wird eingerichtet. Diese führt über die Kreisstraßen 10 und 73 (Krainhäger Straße, Eilsener Straße, Zum Schaumburger Klinikum). Wie berichtet war die Krainhäger Straße kürzlich noch repariert worden. Die Bauarbeiten werden bis zum Jahresende 2019 andauern, heißt es in der Pressemitteilung.

Gemeinde beteiligt sich an den Kosten

Ein Blick auf den neuen Straßenquerschnitt: Die Fahrbahn wird durchgehend geringfügig verbreitert, sechs Meter sind geplant. Auf westlicher Seite wird der neue Geh- und Radweg gebaut. Dieser reicht von der Einmündung der K 10 bis zur Einmündung der K 73. Dieser wird 2,50 Meter breit. Auf 1,5 Meter Breite neu angelegt wird der auf der östlichen Seite der L 451 in Ahnsen bereits vorhandene Gehweg.

Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme beziffert die Straßenbauverwaltung auf ungefähr 3,2 Millionen Euro. Diese verteilen sich auf das Land Niedersachsen, den Abwasserverband Auetal sowie der Gemeinde Ahnsen und die Stadtwerke Schaumburg-Lippe. Das Land ist für den Straßenbau zuständig. Die Gemeinde Ahnsen beteiligt sich an den Kosten für Geh- und Radweg sowie den Regenwasserkanal. Die Erneuerung des Schmutzwasserkanales trägt dagegen der Abwasserverband Auetal, während die Stadtwerke Schaumburg-Lippe die Verlegung der neuen Gas- und Trinkwasserleitung bezahlen.

Termin: Für betroffene Anlieger findet am 15. August um 19 Uhr eine Bürgerinformation im Dorfgemeinschaftshaus statt. Bei dem Termin wird der Bauablauf von der ausführenden Firma erläutert, sowie Fragen beantwortet.

(von Karsten Klaus)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Auebegehung

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Investitionen

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Umwelttag 2018

Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Haushaltssitzung

Mit freundlicher Genehmigung - Schaumburger Zeitung, Schaumburg-Lippische Landeszeitung

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Seniorenweihnachtsfeier

Harald Niemann

Harald Niemann. Foto: wk

Harald Niemann. Foto: wk

AHNSEN. Als Service für die Einwohner der Gemeinde Ahnsen hatte Harald Niemann nach seiner im November 2016 erfolgten Wahl zum neuen Bürgermeister des Dorfes eine an feste Termine gebundene „Bürgermeistersprechstunde“ eingeführt. Bürger, die sich beispielsweise zu behördlichen Fragen informieren oder sich bei ihm über etwaige Missstände im Ort beklagen wollten, konnten somit ohne vorherige Absprache an jedem ersten oder vierten Donnerstag eines Monats in der Zeit von 16 bis 18 Uhr in das Ahnser Dorfgemeinschaftshaus (Schulstraße 5) kommen, um die sie interessierenden Themen zu erörtern. Zusätzlich bestand freilich auch die Möglichkeit, individuelle Gesprächstermine mit ihm zu vereinbaren.

Die Resonanz auf das neue Angebot war jedoch fast null: In den vergangenen Monaten habe nur eine Einwohnerin die „Bürgermeistersprechstunde“ genutzt, berichtet Niemann. Warum dieser Service nicht in stärkerem Maße angenommen wurde, vermag er nur zu vermuten: Möglicherweise habe es daran gelegen, dass man die „Bürgermeistersprechstunde“ nicht groß publik gemacht habe. Denn stattdessen sei im Grunde lediglich auf der Homepage der Samtgemeinde Eilsen auf diese fixen Termine hingewiesen worden.

Die geringe Nachfrage hat Niemann nun zum Anlass genommen, seine „Bürgermeistersprechstunde“ ab sofort nur noch einmal pro Monat anzubieten – und zwar stets am ersten Donnerstag des jeweiligen Monats in der Zeit von 16 bis 18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus.

Darüber hinaus können die Bürger bei Bedarf aber nach wie vor auch individuelle Gesprächstermine mit ihm vereinbaren: „Wenn etwas Konkretes anliegt, stehe ich natürlich immer zur Verfügung“, betont der Bürgermeister.

(von Michael Werk)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Ortseingangsschild

CDU-Ratsfraktion Ahnsen gestaltet Hinweistafeln neu

AHNSEN. Mit einem freundlichen „Herzlich willkommen“ werden seit ein paar Tagen all jene Verkehrsteilnehmer am Ortseingang Ahnsens begrüßt, die über die Bückeburger Straße oder über die Vehler Straße in das Dorf einfahren. Zu lesen ist dieser Gruß auf zwei weißen Schildern, welche die alten Informationstafeln ersetzen, die bislang an diesen beiden Stellen am Ortsrand zu finden waren.

Ortseingangsschild Foto

Gemeinsam mit Harald Niemann (Bürgermeister Ahnsen, Mitte) präsentierten Dieter Gutzeit (rechts) und Robert Pavlista, Sprecher der CDU-Ratsfraktion, das neue Schild. Foto: wk

Für die Neugestaltung hatte man sich entschieden, weil die Informationstafeln etwa hinsichtlich der Angaben zu den in Ahnsen ansässigen Unternehmen nicht mehr aktuell waren, erklärt Dieter Gutzeit (CDU-Ratsfraktion). Gleiches habe für die darauf abgebildeten Ortskarten gegolten, auf denen die dazugehörigen Firmenstandorte markiert waren. Hätte man dieses Informationsangebot für Besucher Ahnsens up to date halten wollen, hätte man die Tafeln im Grunde jedes Jahr inhaltlich überarbeiten müssen. Und, was auch eine Rolle für die Neugestaltung gespielt hat: „Für solche Infos hält keiner mehr an.“ Stattdessen nutze man heutzutage das Internet und Navigationsgeräte.

Zur Historie berichtete Gutzeit, dass die CDU-Ratsfraktion bereits im Jahr 1984 die ersten beiden Informationstafeln am Ortsrand gesponsert hatte.

Die grafische Gestaltung hatte seinerzeit der Ahnser Kunstmaler Alfred Gohl übernommen. 2005 wurden die Info-Tafeln dann erneuert. Nachdem die gesamte Holzkonstruktion der an der Bückeburger Straße platzierten Informationstafel durch den am 18. Januar 2007 über die Region hinweggefegten Sturm „Kyrill“ zerlegt worden war, wurde diese wieder zusammen- und an gleicher Stelle aufgebaut. Anlässlich der jetzigen Umgestaltung wurde bei dieser Gelegenheit auch gleich das hölzerne Gestell samt Dach renoviert.

Wobei das ganze Konstrukt laut Robert Pavlista, dem Fraktionssprecher der Ahnser Christdemokraten, nun auch dadurch schön zur Geltung kommt, dass die zuvor in diesem Bereich mit kleinen Büschen beziehungsweise Bodendeckern bepflanzten Rabatten jetzt mit großen Rasen- und kleinen Schotterflächen und neu angelegt worden sind – eine Maßnahme, die von Mitarbeitern des Bauhofes der Samtgemeinde Eilsen durchgeführt wurde.

Obwohl die beiden Info-Tafeln respektive Begrüßungsschilder von Anfang an ein Projekt der CDU-Ratsfraktion sind, erfolgte deren Aufstellung freilich stets in Absprache mit dem gesamten Gemeinderat, betont Gutzeit. Denn: „Das ist für den Ort.“

Als Bürgermeister freue er sich selbstverständlich über dieses Engagement der CDU-Ratsfraktion, sagt Harald Niemann, der bei der vergangenen Kommunalwahl als Parteiloser auf der SPD-Liste in das Ortsparlament eingezogen ist. Und die auf den Schildern zu lesende Begrüßung „Herzlich willkommen in Ahnsen“ sei doch eine klare Aussage.

(von Michael Werk)
mit freundlicher Genehmigung, Schaumburger Zeitung, Schaumburger Landeszeitung

Ratssitzung Haushalt

152 100 Euro Minus

Einbruch bei Gewerbesteuer belastet Ahnser Gemeindekasse

AHNSEN. Ein spürbarer Gewerbesteuereinbruch belastet derzeit den Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen. So muss die Gemeinde in diesem Jahr mit einem Finanzhaushaltsdefizit in Höhe von 152 100 Euro zurechtkommen.

Ein massiver Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen hat zur Folge, dass der Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen in diesem Jahr nicht ausgeglichen ist. Foto: wk

Ein massiver Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen hat zur Folge, dass der Ergebnishaushalt der Gemeinde Ahnsen in diesem Jahr nicht ausgeglichen ist. Foto: wk

AHNSEN. Die Gemeinde Ahnsen muss in diesem Jahr mit einem deutlichen Haushaltsdefizit in Höhe von 152 100 Euro klarkommen, da die in ihrem Ergebnishaushalt eingeplanten Erträge (621 100 Euro) nicht ausreichen, um die Aufwendungen (773 200 Euro) auszugleichen.

„Wir haben leider nicht das Glück, dass außerordentliche Erträge anfallen“, kommentierte Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor, das von ihm vorgestellte Zahlenwerk bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Dabei spielte er auf die Nachbargemeinde Bad Eilsen an, die aufgrund eines in diesem Jahr zu verbuchenden Grundstücksverkaufs mit eben solch einer Sondereinnahme aufwarten kann (wir berichteten). Bis man selbst wieder einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt habe, werde es mehr als drei Jahre dauern, prognostizierte er.

Ursächlich für das jetzige Haushaltsminus ist letztlich ein massiver Einbruch im Bereich der Gewerbesteuereinnahmen: Während die Gemeinde Ahnsen im Haushaltsjahr 2015 noch knapp 395 300 Euro an Gewerbesteuern als Ertrag verbuchen konnte, musste sie im Haushaltsjahr 2016 gemäß vorläufigem Rechnungsergebnis Gewerbesteuern in Höhe von rund 137 200 Euro zurückzahlen. Für das laufende Haushaltsjahr 2017 rechnet die Verwaltung lediglich mit 68 900 Euro an Gewerbesteuereinnahmen.

Darüber hinaus erwartet die Gemeinde folgende Steuereinnahmen: Einkommensteueranteil 430 000 Euro, Umsatzsteueranteil 27 000 Euro, Grundsteuer A 4700 Euro, Grundsteuer B 75 900 Euro und Hundesteuer 3600 Euro. Auf der Ausgaben-Seite stehen dagegen unter anderem die Samtgemeindeumlage (234 300 Euro), die Kreisumlage (339 600 Euro) und die Gewerbesteuerumlage (14 200 Euro).

Überdies sind Investitionen geplant: So soll etwa die Straßenbeleuchtung des Dorfes auf eine energiesparende LED-Beleuchtung umgerüstet werden, wofür – der Einbau von Überspannungsschutz-Technik und die Installation einiger neuer Straßenlampen mit eingerechnet – 69 000 Euro veranschlagt sind. Andere Vorhaben wie beispielsweise der Einbau einer neuen Küche ins Dorfgemeinschaftshaus (5000 Euro), der Einbau einer neuen Heizungssteuerung (5000 Euro) und die Anschaffung von Spielgeräten (3700 Euro) dazugerechnet, summieren sich die Investitionen auf 84 700 Euro.

von Michael Werk
Mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung / Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Bauausschuss 02.03.2017

Bauausschuss-Sitzung 02.03.2017

Bauausschuss-Sitzung 02.03.2017

Bauausschuss 02.03.2017

Straßenbeleuchtung 4100 Euro weniger pro Jahr

Rund 16.500 Kilowattstunden Strom könnte die Gemeinde Ahnsen pro Jahr einsparen, wenn sie die insgesamt 96 konventionellen Straßenlaternen im Ort mit energiesparenden LED-Leuchten ausrüstet. Ausgehend von den derzeitigen Strompreisen würde dies eine Einsparung in Höhe von etwa 4100 Euro bedeuten.

Ahnsen

. Das brächte zugleich eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 9,7 Tonnen pro Jahr mit sich.

Diese Perspektive präsentierte Frank Rottmann, Mitarbeiter der in Paderborn ansässigen Westfalen Weser Netz GmbH, bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Ahnsen. In seinem Vortrag führte der Energieexperte weiter aus, dass in Ahnsen bereits zwölf Straßenlaternen mit LED-Leuchten installiert sind, während 38 Laternen mit Natriumdampf-Hochdrucklampen und 58 Laternen mit Leuchtstofflampen ausgerüstet sind. Basierend auf diesen unterm Strich 108 „Lichtpunkten“ hatte er – zum Vergleich – für das Jahr 2015 einen Gesamtstromverbrauch in einer Größenordnung von 23.825 Kilowattstunden ermittelt.

Umrüstung würde auch der Umwelt nutzen

Der von Rottmann ausgearbeitete Sanierungsvorschlag sah so aus, dass die Gemeinde die 36 Watt starken Leuchtstofflampen in den „Langfeldleuchten“ gegen LED-Leuchten mit einer Leistung von 21 Watt tauschen sollte, die dann täglich in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr automatisch um etwa 50 Prozent in ihrer Leistung reduziert werden könnten.

Ähnlich könnte mit den 50 Watt starken Natriumdampf-Hochdrucklampen verfahren werden, die in 29 „Koffer-Kugelleuchten“ eingebaut sind; ebenso mit den neun „Kofferleuchten“, die jeweils drei Lampenköpfe mit Natriumdampf-Hochdrucklampen à 70 Watt haben. Dabei würden die Natriumdampf-Hochdrucklampen allerdings (abhängig vom Laternentyp) durch 18-Watt- respektive 36-Watt-LED-Leuchten ersetzt.

Exakt 45.859 Euro müsste die Gemeinde Ahnsen dafür investieren, könnte dafür aber auch einen 20-prozentigen Förderzuschuss (9172 Euro) beim Bundesministerium für Umweltschutz und Reaktorsicherheit beantragen, so Rottmann.

Fein- und Grobschutz extra

Um die Straßenlaternen vor Überspannungsschäden infolge Blitzschlages zu schützen, empfahl Rottmann, zusätzlich noch in jeden der 108 Lampenmasten einen sogenannten „Fein-Schutz“ (circa 93 Euro pro Stück) einzubauen. Zudem sollte in die vorhandene Schaltanlage („Versorgung der Beleuchtung“) ein „Grob-Schutz“ eingebaut werden, für den etwa 530 Euro zu veranschlagen seien. In Summe würde der Überspannungsschutz also mit gut 10.600 Euro zu Buche schlagen.

Ergänzend zeigte Frank Rottmann noch auf, was es die Gemeinde kosten würde, wenn am Birkenweg und am Rosenweg jeweils zwei Laternen mit LED-Beleuchtung sowie auf dem Parkplatz am Dorfgemeinschaftshaus eine Laterne mit LED-Beleuchtung neu installiert werden würden. Demnach sind dafür – die Kosten für die Verlegung eines rund 90 Meter langen Erdkabels im Rosenweg eingerechnet – Gesamtkosten in Höhe von 14.700 Euro einzuplanen.

Nach diesem Vortrag beschloss der Bau- und Umweltausschuss die an den Rat der Gemeinde Ahnsen gerichtete Empfehlung, dass der Ortsrat im 2017er Haushalt entsprechende finanzielle Mittel für die von der Westfalen Weser Netz GmbH vorgeschlagenen Maßnahmen bereitstellen soll. Wk

mit freundlicher Genehmigung: Schaumburger Zeitung/Schaumburg-Lippische-Landeszeitung

Ahnsen wartet

Agieren, nicht reagieren

Wahlabend mit Spannung

So ein großes Publikum hatten wir lange nicht mehr“, stellte Klaus Hartmann, der aus dem Amt scheidende Bürgermeister, zu Beginn der konstituierenden Sitzung des Ahnsener Gemeinderates fest.

Bild Kreisel 2

Ahnsen

. Und in der Tat war der Saal des Dorfgemeinschaftshauses mit rund zwei Dutzend Zuschauern gut gefüllt, verglichen mit der meist schwachen Zugkraft, die „normale“ Ratssitzungen haben.

 Diesmal war ein spannender Abend zu erwarten– insbesondere wegen der Dissonanzen zwischen CDU- und SPD-Fraktion, die bereits im Vorfeld, der an diesem Abend durchzuführenden Bürgermeisterwahl deutlich geworden waren (wir berichteten).

 Erwartungsgemäß schlugen die Sozialdemokraten Harald Niemann, der bei der Kommunalwahl als Parteiloser auf der SPD-Liste kandidiert und 49 Wählerstimmen erhalten hatte, als Kandidaten für den Bürgermeister-Posten vor. Wolfgang Faulhaber, der Chef des SPD-Fraktion, kommentierte dies mit dem an die Christdemokraten adressierten Hinweis, dass „persönliche Wünsche“ bei dieser Wahl „eher hinderlich“ seien. Zudem appellierte er „ausdrücklich“ an die CDU-Fraktion, ihre vor der Bürgermeisterwahl gemachten Aussagen bezüglich der Bildung von Ausschüssen zu „überdenken“.

 Zur Erinnerung: Der CDU-Spitzenkandidat Dieter Gutzeit hatte bei der Kommunalwahl die mit Abstand meisten Wählerstimmen aller angetretenen Kandidaten erhalten – nämlich 232. Deshalb, weil die SPD vor der Kommunalwahl keinen Bürgermeisterkandidaten benannt hatte und da er – anders als der in seinen Augen politische „Neuling“ Niemann – über eine langjährige Erfahrung in Sachen Lokalpolitik verfügt, hatte sich Gutzeit große Hoffnungen gemacht, neuer Bürgermeister von Ahnsen zu werden. Doch aufgrund Niemanns Interesse am Bürgermeisterposten und wegen der Sitzmehrheit der SPD-Fraktion im Gemeinderat war dieser Traum schon vor der jetzigen Sitzung so gut wie ausgeträumt.

 Ein Neuling, aber mit Lebenserfahrung

 Daher hatte Gutzeit vorab erklärt, dass er sich nur zum Vize-Bürgermeister wählen lassen würde, „wenn die SPD das von uns gewünschte klare Signal gibt, dass in der folgenden Legislaturperiode die beiden Fraktionen eng zusammenarbeiten“. Und zwar, indem auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet wird und gemeinsame Fraktionssitzungen abgehalten werden. Begründet wurde dies mit großen Projekten (etwa die Sanierung der durch den Ort führenden Landesstraße 451), die in der neuen Legislaturperiode im Rat zu behandeln sind.

 Bei der konstituierenden Gemeinderatssitzung merkte Faulhaber hierzu an, dass gewählte Ratsmitglieder aus Sicht der Sozialdemokraten auch die „Pflicht zur Mitarbeit“ haben – nicht nur im Rat, auch in Ausschüssen.

 Erwartungsgemäß unterlag Gutzeit seinem politischen Kontrahenten Niemann dann bei der Kampfabstimmung über den neuen Bürgermeister mit fünf zu sechs Stimmen, entsprechend der aktuellen Sitzverteilung von CDU und SPD im Rat.

 Vor der Wahl der beiden Stellvertretenden Bürgermeister regte Faulhaber eine kurze Unterbrechung der Sitzung an, um den Christdemokraten die Gelegenheit zu geben, ihre im Vorfeld gezeigte Haltung zu überdenken.

 Der Zeitungsbericht sei „Wahlkampfgeplänkel“ gewesen, erwiderte Gutzeit. Zudem erneuerte er die Forderungen nach gemeinsamen Fraktionssitzungen und dem Verzicht auf Ausschüsse. Im Klartext: „Nur unter diesen Bedingungen“ würde „einer von uns“ dieses Amt annehmen.

 Fraktionssitzungen seien Sache der jeweiligen Fraktion, betonte Faulhaber. Woraufhin Robert Pavlista (Sprecher der CDU-Fraktion) verkündete, dass man „aus bekannten Gründen“ keinen Gegenkandidaten stelle und auch bei dieser Abstimmung eine geheime Wahl beantrage.

 Das Ergebnis sah dann so aus: Zum 1. Stellvertretenden Bürgermeister wurde – ohne Konkurrenz – mit sechs zu fünf Stimmen Faulhaber gewählt. Ebenfalls ohne Gegenkandidat und mit gleichem Stimmenverhältnis wurde der von der SPD-Fraktion vorgeschlagene Sozialdemokrat Frank Struckmeier zum 2. Stellvertretenden Bürgermeister gewählt.

 Als neuer Bürgermeister Ahnsens räumte Niemann ein, dass er zwar ein „Neuling in der Politik“ sei. Gleichwohl habe er, mittlerweile 50 Jahre alt, durchaus ein großes Maß an Lebenserfahrung und Wissen, woraus er in diesem Amt schöpfen könne. Und überhaupt: Über politische Erfahrung zu verfügen helfe sicherlich, Entscheidungen zu treffen. Aber es verleite möglicherweise dazu, Dinge nicht zu hinterfragen und über Themen hinwegzuschauen. 

wk

Keine Ausnahmen erwünscht

Tunnel aus Betonröhren

Schmiedekreisel

AHNSEN. Im Kreuzungsbereich L 451/K 10 ist wohl doch ein Kreisverkehr realisierbar. Dies legt eine Untersuchung der Ratsherren Robert Pavlista und Carsten Borrmann nahe. Der Gemeinderat Ahnsen sprach sich nun für die Beauftragung eines Fachplaners aus.

AHNSEN. „Respekt! Eine gute Idee bleibt eine gute Idee, egal woher sie kommt!“, lobte Wolfgang Faulhaber. Das Kompliment des SPD-Fraktionssprechers im Ahnsener Geminderat ging an Robert Pavlista und Carsten Borrmann aus der CDU-Fraktion, die mit viel Akribie die Machbarkeit eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich L 451/K 10 untersucht hatten. Das für alle überraschende Ergebnis: Der Kreisel an der wohl wichtigsten Ahnsener Kreuzung ließe sich realisieren – und wäre auch finanzierbar. Der Rat zog gleich Konsequenzen: Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Experten mit Detailplanungen zu beauftragen.

In der Vergangenheit war ein Kreisel im Kreuzungsbereich Fiedrich-Ebert-Straße, Theodor-Heuß-Straße, Krainhäger Straße, Neumühlener Straße schon häufiger diskutiert worden. Ergebnis: Unrealistisch. Diese Ansicht beruhte auf den Annahmen, dass die Kosten für die Gemeinde zu hoch würden, möglicherweise Grunderwerb getätigt werden müsste und der Ausbau der L 451 verzögert würde.

Diese Prämissen widerlegten Pavlista und Borrmann aber in ihren Untersuchungen, in die sie neben eher allgemeinen Veröffentlichungen zum Thema auch ganz konkrete Erfahrungen in den Nachbarkommunen wie Bückeburg und Porta Westfalica einbezogen.

Danach kommt für Ahnsen ein sogenannter „Kleiner Kreisverkehr“ mit einem Durchmesser von gut 30 Metern infrage. Als Referenz wurde der Kreisel in Bückeburg an der Kreuzbreite he-rangezogen. Dieses „Modell“ ließe sich auch in Ahnsen ohne Grunderwerb realisieren.

Die Vorteile eines Kreisels sind allgemein anerkannt und werden durch praktische Erfahrungen in Bückeburg bestätigt. Dazu gehören ein gleichmäßiger Verkersverlauf mit kurzen Wartezeiten, verminderte Emissionen bei Lärm und Schadstoffausstoß, die Möglichkeit der Gestaltung zur Aufwertung des Ortsbildes, deutlich niedrige Geschwindigkeiten und weniger Unfälle.

Selbst wenn es im Kreisel einmal kracht, fallen die Schäden bedingt durch die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern deutlich geringer aus als bei Kreuzungsunfällen. Nach Zahlen der Polizei kam es an der Ahnsener Kreuzung allein von 2012 bis 1015 zu 13 Verkehrsunfällen. Bei vier dieser Unfälle wurden Verkehrsteilnehmer verletzt.

Die Umbaukosten der Kreuzung zum Kreisverkehr dürften sich auf ungefähr 300 000 Euro belaufen. Solche Projekte werden vom Land nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit bis 75 Prozent bezuschusst. Der Eigenanteil der Gemeinde ließe sich wohl durchaus verkraften. Für die Planung rechnet Gemeindedirektor Bernd Schönemann mit Kosten in Höhe von gut 5000 Euro.

Selbst eine zeitnahe Umsetzung des Projektes würde die Sanierung und den Ausbau der L 45

1 nicht beeinträchtigen. Wie berichtet war dieses Projekt auf 2017 verschoben worden. Nun könnte möglicherweise im kommenden Jahr in Ahnsen „in einem Abwasch“ gebaut werden.

Die Fraktionen hatten sich bereits im Vorfeld der Ratssitzung intensiv mit dem Kreiselprojekt beschäftigt. Dort stieß es, ähnlich wie jetzt auch im Rat, auf große Zustimmung. Im Gemeinderat stimmte nur Hans-Jürgen Kauffeld dagegen. Jetzt wurde allerdings zunächst nur über die Beauftragung eine Fachplaners beschlossen.

Damit ist noch keine Entscheidung über den eigentlichen Kreiselbau gefallen – diese wäre dann von den Detailplanungen abhängig.

Bild Kreisel 1

ToDo-Liste

CDU-Antrag für To-do-Liste erzürnt Gemeinderat Ahnsen

Mit deutlichen Worten hat Bernd Schönemann bei der Sitzung des Ahnser Gemeinderates nach einer bereits kontroversen Diskussion klargestellt, dass die Verwaltung keine öffentliche To-do-Liste pflegen wird. Damit reagierte der Gemeindedirektor auf einen Vorstoß der CDU-Ratsfraktion, die die Einführung einer solchen Liste beantragt hatte.

Gemeinderat 2021

Konstituierende Sitzung des Gemeinderates / CDU-Urgestein Dieter Gutzeit verzichtet auf Mandat

Pierre Pohl neuer Bürgermeister in Ahnsen

AHNSEN. In der Frage, wem das Bürgermeisteramt übertragen wird, hat bei der konstituierenden Sitzung des Ahnser Gemeinderates Einstimmigkeit geherrscht: die Ratsmitglieder votierten für Pierre Pohl von der SPD-Fraktion. Bei der Wahl der beiden Stellvertreter zeigte sich indes keine solche Geschlossenheit.
Eine unerwartete Entwicklung ist, dass das CDU-Urgestein Dieter Gutzeit trotz der vielen von ihm bei der Kommunalwahl geholten Wählerstimmen auf sein gewonnenes Ratsmandat verzichtet hat. Seinen Beweggrund hat er im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert.

veröffentlicht am 26.11.2021 um 15:28 Uhr

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